PHTS und Debeka starten bundesweites Telemedizin-Projekt
ID: 20383
Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen hängt der Krankheitsverlauf stark von der medizinischen Versorgung ab. Um den Krankheitsverlauf zu hemmen und die medizinische Versorgung der Patienten zu verbessern, starten die PHTS Telemedizin http://www.phts.de und die private Krankenversicherung Debeka http://www.debeka.de ein bundesweites Projekt. "Die Telemedizin verbessert die Lebensqualität der Patienten und rechnet sich für uns als Krankenversicherer, was letztlich allen Versicherten zugute kommt", sagte Karl-Josef Maiwald, Debeka-Direktor bei der Bekanntgabe der Kooperation in Berlin .
Die Vereinbarung sieht vor, dass die Patienten in festgelegten Intervallen Vitalparameter wie Blutdruck und Gewicht oder auch ein EKG an das Telemedizinische Zentrum von PHTS in Düsseldorf übermitteln. Diese Daten werden in einer elektronischen Patientenakte gespeichert. Weichen die Ergebnisse von festgelegten Grenzwerten ab, nehmen die Fachärzte und das medizinische Fachpersonal von PHTS Kontakt zum Patienten auf und leiten entsprechende Massnahmen ein - gegebenenfalls bis hin zum Notfallmanagement. Der behandelnde Arzt ist dabei in das telemedizinische Konzept eingebunden. "So können Behandlung und Medikation schneller angepasst werden", erklärte Professor Harald Korb, ärztlicher Direktor von PHTS Telemedizin.
Unabhängig davon werden die Patienten nach einem festgelegten Protokoll zu Lebensqualität, Medikation, klinischer Symptomatik und zur Häufigkeit von Arztbesuchen und Klinikaufenthalten befragt. "Die bis heute vorliegenden Daten zeigen, dass durch den Einsatz der Telemedizin bei chronischer Herzinsuffizienz Lebensqualität und Krankheitszustand der Patienten deutlich verbessert werden. Ausserdem könnte die Zahl der Notarzteinsätze, Klinikeinweisungen und Arztbesuche drastisch verringert werden und damit auch die jährlichen Gesamtkosten für die Betreuung eines einzelnen Patienten erheblich reduziert werden", so Korb. Der Service des Telemedizinischen Zentrums stehe den Patienten täglich rund um die Uhr zur Verfügung. "Durch die schnellen Handlungsmöglichkeiten ist die Telemedizin lebensrettend und verbessert in beträchtlichem Masse die Qualität der Versorgung chronisch Herzkranker", so Korb. Aus einer Patientenbefragung weiss er, dass dies für die Patienten auch Entspannung bedeute: Die Angst, dass Hilfe zu spät oder gar nicht kommt, werde genommen. "Die Sicherheit, dass man jederzeit sofort Hilfe per Telefon erhalten kann, macht das Leben leichter."
Professor Christoph Nienaber, Ärztlicher Direktor der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin der Universität Rostock http://www-kim.med.uni-rostock.de, hält eine neue Betreuungssystematik im deutschen Gesundheitswesen für dringend geboten. Man müsse schneller auf Veränderungen des klinischen Zustandes reagieren. "Häufige Hospitalisierungen, lange Phasen von Arbeitsunfähigkeit sowie eine hohe Rate an krankheitsbedingter Erwerbsunfähigkeit haben erhebliche gesundheitsökonomische und gesamtwirtschaftliche Konsequenzen. Alleine die direkten Kosten der stationären Behandlung herzinsuffizienter Patienten belaufen sich in Deutschland auf rund 2,7 Milliarden Euro pro Jahr. Der Hauptanteil dieser Kosten fällt nicht auf medikamentöse Versorgung oder teure Interventionen, sondern vielmehr auf die zahlreichen Krankenhausaufenthalte herzinsuffizienter Patienten", führte Nienaber aus. Dem Krankenhausreport 2005 sei zu entnehmen, dass bei insgesamt rund 240.000 stationären Aufnahmen pro Jahr, die durchschnittliche Verweildauer herzinsuffizienter Patienten aktuell noch immer mehr als 14 Tage beträgt.
"Werden Patienten konsequent telemedizinisch überwacht und gesundheitsrelevante Daten engmaschig und lückenlos erfasst, wird eine optimale Therapieführung und -steuerung des Patienten ermöglicht. Das führt zu einer hochsignifikanten Abnahme der Krankenhauseinweisungen um etwa 55 Prozent, die Liegedauer verringert sich um 60 Prozent und die Anzahl der Arztkontakte um etwa 70 Prozent", so das Fazit von Nienaber.
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: cklemp
Datum: 18.05.2006 - 11:48 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 20383
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Gunnar Sohn
Kategorie:
Gesundheitswesen - Medizin
Meldungsart: Unternehmensinformationen
Versandart: bitte
Freigabedatum: 18.05.06
Diese Pressemitteilung wurde bisher 977 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"PHTS und Debeka starten bundesweites Telemedizin-Projekt"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
medienbüro.sohn (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Facebook-Browser könnte soziale Netzwerke umpflügen Berlin/München, 27. Februar 2009, www.ne-na.de - Millionen Deutsche sind mittlerweile in sozialen Netzwerken wie XING, Wer-kennt-wen, Facebook oder StudiVZ organisiert, haben ein Profil und präsentieren sich auf irgendeine Art im Web, ob mi
Finanzbehörden müssen mit Mittelstand innovativer umgehen ...
Schnelle Verfahren zur Stundung von Steuern und Anpassung von Vorauszahlungen Berlin, 26. Februar 2009, www.ne-na.de – Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) www.bvmw.de fordert die Finanzbehörden und Sozialversicherungen zu einem flexiblen und innovativen Umgang mit kleinen un
Kritik von Abfallexperten: Novellierte Verpackungsverordnung zementiert Grünen Punkt ...
Müllkonzern, fördert Preisdumping und unseriöse Recyclingmethoden Berlin/Bonn, 25. Februar 2009, www.ne-na.de - Einige Medien berichteten am Anfang des Jahres von der wundersamen Wiederauferstehung des Grünen Punktes http://www.gruener-punkt.de. So soll der frühere Müllmonopolist Duales Sys
Weitere Mitteilungen von medienbüro.sohn
Ernährungsmedizin und Diätetik boomen im Internet: 500.000 User auf www.ernaehrungsmed.de! ...
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, wir laden Sie herzlich zu unserem 3. Internationalen Diätetik Kongress, der vom 17. bis 18. Juni 2006 stattfindet, nach Aachen ein. Auch diesmal können wir Ihnen ein interessantes Vortragsprogramm mit hochkarätigen Referenten, die ü
Mehr Durchblick im Internet! ...
Gesundheitsportal www.qualimedic.de bietet jetzt eine Web-Augenarzt-Sprechstunde (Qualimedic - 18. Mai 2006): Das reichweitenstärkste Gesundheitsportal in Deutschland www.qualimedic.de bietet ab sofort eine Web-Augenarzt-Sprechstunde, teilt heute Qualimedic-Pressesprecher Sven-David Müller-Noth
food-barometer Mai 2006: Die 50 wichtigsten Ernährungsthemen ...
Interesse an Vogelgrippe sinkt rapide und die Politik nutzt Ausnahmeregelungen, um Geflügel wieder frei laufen zu lassen. Bio-Lebensmittel weiter auf dem Vormarsch. Gesunde Ernährung und Diäten meistgefragt. Vogelgrippe kaum noch ansteckend Mit Bayern und Nordrhein-Westfalen haben erste B
Berlin firm ETLog Health GmbH - hospital waste project in Jordan ...
Berlin/Amman. The firm ETLog Health EnviroTech & Logistics GmbH received the assignment to carry out a waste project in Jordan for 4 months from March 2006. The undertaking will be financed by the Federal Ministry for Economic Co-operation and Development (BMZ) and the firm WEBECO Hygiene in Med




