WIK untersucht Hybridpost-Markt: Wettbewerb um elektronische Post zieht an
Der Hybridpost-Markt gerät in Bewegung und wird sich in den kommenden Monaten schneller und dynamischer entwickeln als bisher. Dabei wird der klassische Briefmarkt durch elektronische Varianten und Hybridpost zunehmend unter Druck geraten. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des WIK (Wissenschaftliches Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste), die Anfang August veröffentlicht wird. Die Studie untersucht und analysiert die Marktentwicklung, Wettbewerber und die verschiedenen Geschäftsmodelle der Hybridpost in Deutschland. Zuletzt hatte die Deutsche Post AG am 14. Juli ihr Produkt E-Postbrief vorgestellt.
WIK untersucht Hybridpost-Markt: Wettbewerb um elektronische Post zieht an(firmenpresse) - "Zwar ist der Markt für Hybridpost noch sehr jung, er steht aber in den nächsten Monaten vor großen Veränderungen, nicht zuletzt durch die kürzliche Einführung des E-Postbriefes der Deutsche Post AG", ist sich Alex Dieke, Leiter Postdienste und Logistik des WIK, sicher. Das WIK legt die erste Studie dieser Art zur Hybridpost in Deutschland vor. Sie untersucht und analysiert den noch jungen Markt hinsichtlich Entwicklung, existierender Geschäftsmodelle und seiner Auswirkungen auf das traditionelle Briefgeschäft.
Die durch eine Kombination von elektronischem und physikalischem Versand gekennzeichnete Hybridpost wird derzeit über drei Geschäftsmodelle angeboten: über Onlineportale, Individual-Lösungen für Großversender und internationale Hybridpost- Angebote. Onlineportale, so stellt die Studie fest, werden vornehmlich von kleineren Unternehmen, Selbständigen und auch Privatkunden genutzt. Maßgeschneiderte Individual-Lösungen richten sich vornehmlich an Großkunden. Die internationalen Hybridpost-Angebot sind vor allem deshalb attraktiv, weil der Druck der Sendungen im Zielland erfolgt, wodurch die Briefe viel schneller ankommen. Wesentliche Unterschiede der Offerten macht die Studie in Zusatzleistungen, der technischen Lösung der Datenübertragung und den Abrechnungsvarianten aus. Besonders die Zusatzoptionen, wie Einbindung von Logos oder die Wahl einer besonderen Papierqualität, könnten das traditionelle Briefgeschäft entscheidend beeinflussen. "Gerade für Großkunden kann die Hybridpost über Zusatzleistungen wie Archivierung, Redressbearbeitung oder den Druck auf firmeneigenen Briefpapier zu einer echten Alternative zur eigenen Poststelle werden.", ist Dieke überzeugt.
Es sind vor allem die Kosten- und Zeitersparnis der Hybridpost-Angebote, die Kunden vom herkömmlichen Postweg abbringen. Dabei sind Großkunden vor allem mit den Portoeinsparungen bei höheren Sendungsvolumen zu überzeugen, während bei Privatkunden und kleineren Unternehmen der eingesparte Aufwand für Drucken, Kuvertieren und Versand zählen.
Das WIK hat die Preise von insgesamt 17 Onlineportalen miteinander verglichen. Die zugrunde gelegte Standard-Sendung umfasst den Preis für den Druck und die Zustellung einer Seite im Schwarz-Weiß-Druck. Auffällig bei der Auswertung: Zählte die Deutsche Post mit ihrem ersten Hybridpost-Angebot namens "Schreibcenter" zu den teuersten Anbietern auf dem Markt, orientiert sie sich bei ihrem aktuellen Angebot "E-Post-Brief" klar an ihren Mitbewerbern.
Allerdings, so heißt es in der Studie, sei es noch immer schwierig, die Kunden von der elektronischen Übermittlung ihrer Daten zu überzeugen. Nicht immer vertraue die Klientel auf die Sicherheit ihrer Inhalte bei der Übermittlung. Trotzdem erwartet das WIK ein erhebliches Wachstum der Sendungsvolumen im Hybridpost-Markt. "Die Zukunft wird zeigen, ob die neue Art des Briefverkehrs in der Lage ist, die Attraktivität des Briefmediums wieder zu steigern und damit den Abwärtstrend infolge elektronischer Substitution abfedern kann."
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Das WIK (Wissenschaftliches Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste) wurde 1982 als Ideenschmiede des damaligen Postministeriums gegründet und hat sich inzwischen zum bedeutendsten Forschungs- und Beratungsinstitut für Kommunikationsdienste in Deutschland entwickelt. Es befasst sich mit Marktregulierung und Sektorpolitik in den Bereichen: Post, Telekommunikation, Strom, Gas, Wasser, Abwasser, und Transport. Zum WIK gehört außerdem die WIK-Consult, die die Expertise des Hauses für Beratungsanliegen von Kunden im Bereich der Privatwirtschaft sowie öffentlicher Institutionen zugänglich macht. Die WIK-Consult ist eine Tochtergesellschaft des WIK. WIK und WIK-Consult haben in Summe 50 Beschäftigte.
Impressions Ges. f. Kommunikation mbH
Susanne Fiederer
Auf der Böck 3c
40221
Düsseldorf
wik(at)impressions-kommunikation.de
+49 211 307153
http://www.impressions-kommunikation.de
Datum: 20.07.2010 - 17:47 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 230999
Anzahl Zeichen: 3731
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Alex Dieke
Stadt:
Bonn
Telefon: +49 2224 9225 36
Kategorie:
Forschung und Entwicklung
Meldungsart:
Anmerkungen:
Diese Pressemitteilung wurde bisher 1702 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"WIK untersucht Hybridpost-Markt: Wettbewerb um elektronische Post zieht an"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
WIK Wissenschaftliches Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
"Zwar erscheint der errechnete Investitionsbedarf von 70 bis 80 Milliarden Euro für das Glasfasernetz gemessen an anderen volkswirtschaftlichen Programmen eher gering, stellt aber verglichen mit den üblichen jährlichen Investitionen der Netzbetreiber in das Festnetz in Höhe von etwa 3,2 Mil
WIK untersucht das Erfolgspotenzial elektronischer Post: De-Mail muss günstiger als Briefporto sein ...
Anbieter von elektronischer Kommunikation über De-Mail müssen hohe Anforderungen an Sicherheit, Funktionalität, Interoperabilität und Datenschutz erfüllen. Das trauen sich die Deutsche Telekom, GMX, T-Systems, WEB.de, die Deutsche Post und Mentana Claimsoft zu und haben vor, sich als De-Mail Pr
Netconomica 2011: WIK-Konferenz macht Elektromobilität zum Thema ...
Die jährlich stattfindende Konferenz vermittelt einen sektorübergreifenden Blick auf aktuelle Fragen leitungsgebundener Infrastrukturmärkte. In diesem Jahr geht es um regulatorische, wirtschaftliche und wissenschaftliche Fragen rund um die Elektromobilität. Ziel ist eine Diskussion über das tec
Weitere Mitteilungen von WIK Wissenschaftliches Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste
Säbelzahntiger am Rhein, Main und Neckar ...
München / Wiesbaden - Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Hessen und Thüringen gehören zu denjenigen Bundesländern in Deutschland, in denen bisher fossile Zähne oder Knochen von Säbelzahnkatzen (früher Säbelzahntiger genannt) und Dolchzahnkatzen entdeckt wurden. Fossile Reste von ih
Der Höhlenlöwe war König der Tiere ...
München / Wiesbaden - Deutschland muss im Eiszeitalter vor etwa 300.000 bis 11.700 Jahren ein wahres Paradies für Löwen gewesen sein. Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch Höhlenlöwen des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Das 332 Seiten umfassende, reich bebilderte Werk ist bei GR
NRW-Hochschulen präsentieren Forschungs- und Entwicklungspotenzial bei der EU in Brüssel ...
Zum ersten Mal haben nordrhein-westfälische Universitäten und Fachhochschulen vor Vertretern der Europäischen Kommission gemeinsam ihre Kompetenzen bei der Erforschung wirtschaftlicher, technischer und sozialer Fragen präsentiert. Schwerpunkt der von der InnovationsAllianz der NRW-Hochschulen o
Palmen und Krokodilen wurde es in Deutschland zu kalt ...
Wiesbaden - In Deutschland wuchsen im Miozän vor etwa 17 Millionen Jahren noch Palmen und sonnten sich vor rund 15 Millionen Jahren noch Krokodile, doch vor etwa zehn Millionen Jahren war es diesen wärmeliebenden Pflanzen und Tieren bereits zu kalt geworden. Dies berichtet der Wiesbadener Wissensc




