Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz: Unternehmen sollten ihre Werbung überprüfen

Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz: Unternehmen sollten ihre Werbung überprüfen

ID: 24830

(firmenpresse) - Neue Abmahnwelle droht

Von Gunnar Sohn

Bonn/Berlin, www.ne-na.de – Mit dem Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) im Sommer 2006 kann jedes Unternehmen, jeder Vorgesetzte, aber auch jeder Vermieter von potenziellen Diskriminierungsopfern auf Schadenersatz verklagt werden, wenn sie sich auf Grund ihres Geschlechts, ihrer Rasse oder ethnischen Herkunft, ihrer Religion oder Weltanschauung, ihres Alters, einer Behinderung oder ihrer sexuellen Identität diskriminiert sehen. „In den Köpfen vieler Arbeitgeber und Führungskräfte ‚spukt’ herum, dass dies in der Regel ausschließlich die Arbeitnehmer im Unternehmen und abgewiesene Bewerber betrifft. Das stimmt. Doch es stimmt nicht ganz. Denn als Marketingverantwortlicher muss man den Blick nun auch auf das AGG richten. Sonst kann es schnell passieren, dass ausgerechnet die erfolgreichsten Marketingaktionen, egal ob im Web oder Katalog, per Beilage, als Mailing oder Anzeige, wie ein Schuss nach hinten wirken und das Unternehmen sehr schnell sehr viel Geld kosten können“, warnt Günter Stein, Chefredakteur des Bonner Fachdienstes „Marketingleitung aktuell“ http://www.marketingleitungaktuell.de.

Ab sofort müssten Unternehmen ihre Werbung vorab daraufhin überprüfen, ob sich jemand diskriminiert fühlen könnte. „Die Zahl der bereits anhängigen Klagen zeigt: Die schlimmsten Befürchtungen der Kritiker des vollkommen missglückten Gleichbehandlungsgesetzes werden von der Praxis noch übertroffen. So erhält jedes der deutschen Arbeitsgerichte durchschnittlich drei Klagen pro Tag von abgewiesenen Bewerbern, die sich diskriminiert fühlen. Und bei jeder dieser Klagen geht es um einen Schadenersatzanspruch in Höhe von bis zu drei Monatsgehältern. Im vergangenen Monat haben nun auch die Verbraucherschutzvereine und der umstrittene Berliner Verband sozialer Wettbewerb http://www.vsw.info angekündigt, Werbemaßnahmen auf diskriminierende Tatbestände hin untersuchen und abmahnen zu wollen. Im Streitfall könnten Unternehmen dazu gezwungen werden, bereits produzierte Werbeartikel, egal ob Prospekte, Kataloge oder teure Aufsteller einstampfen zu müssen“, sagt Stein.



Mit dem Beweisumkehrprinzip des Gleichbehandlungsgesetz müsste ein Unternehmen im Streitfall haarklein erklären und belegen können, warum es die Werbung nicht für diskriminierend hält – und was es unternommen habe, um Diskriminierungen von Anfang an zu verhindern. „Es gilt zwar noch der Grundsatz ‚Wo kein Kläger, da kein Richter’. Doch die Kläger werden über kurz oder lang kommen. Denn es geht hier schlichtweg um Geld. So wie zahlreiche abgelehnte Bewerber das Gleichbehandlungsgesetz als Geldmaschine entdeckt haben, werden sich auch Abmahnvereine, das Gesetz zunutze machen, um die eigenen Kassen zu füllen“, weiß Stein. Der Gesamtverband der Agenturen habe für seine Mitglieder Richtlinien und Beispiele entworfen, an denen sich auch Marketingleiter orientieren können. Dabei weist der Gesamtverband noch einmal darauf hin, dass das AGG nicht ausdrücklich Anwendung auf die Werbung findet, aber dass es eben doch Auswirkungen auf die Formulierung und Darstellung von Angeboten hat.

Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  www.scheidung.de: Weihnachtstipps für (Patchwork-)Familien und Kinder Baby-Walz startet mit Münchner 3GNet internationales Affiliate-Marketing bei Zanox und affilinet!
Bereitgestellt von Benutzer: cklemp
Datum: 01.12.2006 - 11:07 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 24830
Anzahl Zeichen: 0

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Gunnar Sohn

Kategorie:

Dienstleistung


Meldungsart: Unternehmensinformationen
Versandart: kein
Freigabedatum: 01.12.06

Diese Pressemitteilung wurde bisher 864 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz: Unternehmen sollten ihre Werbung überprüfen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

medienbüro.sohn (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Sascha Lobo und die halbautomatische Netzkommunikation ...
Facebook-Browser könnte soziale Netzwerke umpflügen Berlin/München, 27. Februar 2009, www.ne-na.de - Millionen Deutsche sind mittlerweile in sozialen Netzwerken wie XING, Wer-kennt-wen, Facebook oder StudiVZ organisiert, haben ein Profil und präsentieren sich auf irgendeine Art im Web, ob mi

Finanzbehörden müssen mit Mittelstand innovativer umgehen ...
Schnelle Verfahren zur Stundung von Steuern und Anpassung von Vorauszahlungen Berlin, 26. Februar 2009, www.ne-na.de – Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) www.bvmw.de fordert die Finanzbehörden und Sozialversicherungen zu einem flexiblen und innovativen Umgang mit kleinen un

Kritik von Abfallexperten: Novellierte Verpackungsverordnung zementiert Grünen Punkt ...
Müllkonzern, fördert Preisdumping und unseriöse Recyclingmethoden Berlin/Bonn, 25. Februar 2009, www.ne-na.de - Einige Medien berichteten am Anfang des Jahres von der wundersamen Wiederauferstehung des Grünen Punktes http://www.gruener-punkt.de. So soll der frühere Müllmonopolist Duales Sys


Weitere Mitteilungen von medienbüro.sohn


www.scheidung.de: Weihnachtstipps für (Patchwork-)Familien und Kinder ...
Scheidung.de gibt 20 Tipps gegen den Weihnachtsstress 2006 Krefeld, den 30. November 2006 – Das Portal www.scheidung.de gibt Tipps, wie (Patchwork-)Familien und Kinder die Weihnachtsfeiertage so gut wie möglich erleben können. Stressfreie Weihnachten. Das ist für viele der größt

Wenn Kellner über Kommunikationsästhetik promoviert haben – Geiler Geiz hat gute Gründe ...
Von Ansgar Lange Bonn/Neuss/Potsdam – Auch an ungewöhnlichen Orten der Literatur wurde schon das vermeintliche „Kundenparadies“ beschrieben. Ein Textbeispiel findet sich in Jörg Fausers Kriminalroman „Der Schneemann“, der 1981 erschien und drei Jahre später mit Marius Müller-Wester

Diese 4 Trends müssen Unternehmer kennen, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein ...
Die Fachzeitschrift „Die Geschäftsidee“ stellt vor, welche Entwicklungen die Märkte in den nächsten Jahren nehmen werden. Sie präsentiert vier Märkte von übermorgen und zeigt, wie jeder Unternehmer von den aktuellen Tendenzen in den Bereichen „Vereinfachung“, „Gesundheit“, „Sho

Politik will mit Bußgeldern gegen unerlaubte Call Center-Anrufe vorgehen: ...
„Scheinheilige Initiative des Staates“ - Branche setzt auf Selbstregulierung Von Gunnar Sohn Berlin, www.ne-na.de - Die Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und SPD wollen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) nachbessern, um unerlaubte Call Center-Anrufe besser bekämpfen zu können.


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z