Deutschland nur noch Kreisklasse – Gezerre um Sportwetten lässt Anbieter Glück im Ausland suchen
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Bonn/Kiel – Sportlich gesehen ist Deutschland in den letzten Monaten zweimal Weltmeister geworden. Die Elf um Jürgen Klinsmann wurde zum „Weltmeister der Herzen“ ernannt, und die Jung von Heiner Brand haben sogar den richtigen Weltmeistertitel erkämpft. Nur beim Thema Sportwetten gibt sich das Land weniger weltmeisterlich. Hier ist nur noch Kreisklasse angesagt. In schöner Eintracht wollen Politiker und staatliche Lotteriebetreiber verhindern, dass privat Geschäfte mit Sportwetten gemacht werden und dadurch viele neue Arbeitsplätze entstehen können. Der norddeutsche Glücksspiel-Anbieter Fluxx http://www.fluxx.de zieht nun die Konsequenzen aus dem Dilemma. Über seine erst Ende 2006 gegründete Tochtergesellschaft Jaxx UK hat Fluxx nun eine Buchmacherlizenz zur Veranstaltung von Sportwetten auf dem lukrativen britischen Markt erhalten, schreibt Pressetext http://www.pressetext.com.
Die Erteilung der Lizenz läute den Eintritt in einen der größten Wettmärkte der Welt ein, so das Unternehmen. „Der britische Wettmarkt ist geprägt von einer langen Tradition und einer weltweit einzigartigen Akzeptanz und Begeisterung in der Bevölkerung. Wetten gehört in Großbritannien zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen“, sagte Rainer Jacken, Vorstandssprecher der Fluxx AG. Während 2005 in Deutschland 3,5 Milliarden Euro verwettet wurden, haben die Briten im selben Zeitraum rund 68 Milliarden Euro auf Pferderennen und Sportveranstaltungen gesetzt. Der verstärkte Zug in Richtung Ausland sei nicht zuletzt eine Reaktion auf die weiterhin unsichere Rechtslage hier zu Lande. „Wir werden uns in Zukunft auch auf andere Märkte stürzen, die die Liberalisierung bereits hinter sich haben“, so Zenker gegenüber Pressetext.
Auch andere private Wettanbieter haben schon längst die Konsequenzen gezogen und orientieren sich neu. „Wir sind das ständige Hickhack in Deutschland leid und haben schon vor einiger Zeit entschieden, unsere Aktivitäten in Osteuropa massiv auszubauen“, sagt Helmut Sürtenich, Vorstand des Düsseldorfer Sportwettenanbieters Stratega-Ost http://www.stratega-ost.de. „Wir lassen uns das Geschäft nicht von den Zipfelmützen- und Bedenkenträgern kaputt prozessieren. Im Ausland lassen sich nämlich prima Geschäfte machen. Und die Leute dort freuen sich gleich doppelt: über eine spannenden und abwechslungsreiche Freizeitbeschäftigung und über die entstehenden Jobs in den Ladenlokalen.“ Fluxx beispielsweise ist bereits in Spanien und Österreich aktiv. Nun schielt das Unternehmen auf Italien und Osteuropa.
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Datum: 07.02.2007 - 16:33 Uhr
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