Kreislaufwirtschaft statt Downcycling

Kreislaufwirtschaft statt Downcycling

ID: 36271

Minivovelle der Verpackungsverordnung ökologisch und ökonomisch fragwürdig - Topthema in der Herbstausgabe der Zeitschrift NeueNachricht




(firmenpresse) - Bonn/Berlin, www.ne-na.de - Die TU-Berlin zweifelt nach einem Bericht des Wirtschaftsmagazins NeueNachricht (Herbstausgabe) http://www.neuenachricht.de aus praktischen und wissenschaftlichen Gründen am System des Grünen Punktes. Handel und Industrie seien logistisch und technisch gar nicht in der Lage, bei der haushaltsnahen Sammlung eine Identität zwischen der in Verkehr gebrachten und zurückgenommenen Verpackung zu organisieren. Umweltökonomisch viel entscheidender bei der Anrechnung der Entsorgungskosten in den Marktpreis für Konsumgüter sei vielmehr ein entsprechendes Mengenäquivalent und der notwendige Nachweis für die Entsorgung und Verwertung. Selbstentsorger sollten als Chance gesehen werden, die immer noch existierende Vormachtstellung des Grünen Punktes und des Dualen Systems Deutschland (DSD) unter Druck zu setzen. Nur im Wettbewerb der Systeme könne man ökologisch und ökonomisch vernünftige Lösungen bei der Abfallentsorgung erreichen.

Verantwortungsvoller und nachhaltiger Klimaschutz könne nach Auffassung von Volkswirtschaftsprofessor Carl Christian von Weizsäcker nur dann wirkungsvoll sein, wenn die politischen Rahmenbedingungen Materialkreisläufe ermöglichen und neuen, recyclingfähigen Materialien einen Marktzugang eröffnen. Er verweist auf die Notwendigkeit, Materialkreisläufe zu etablieren, die ein Recycling auf der gleichen Stufe der Wertschöpfungskette ermöglichen: „Wir haben es über Jahre hinweg hingenommen, dass hochwertige Produkte zu minderwertigen downgecycelt werden. Damit muss nun Schluss sein“, fordert Weizsäcker. Die Novelle der Verpackungsverordnung sollte Schwachstellen vor allen Dingen beim klassischen Kunststoffrecycling beseitigen und Chancen eröffnen für wirklich recyclingfähige und innovative Kunststoffe. Weizsäcker verweist auf ein Gutachten des Hamburgischen Weltwirtschaft Instituts (HWWI). Die Studie empfiehlt, in der Verpackungsverordnung Innovationen vor allem in zwei Bereichen zu fördern: erstens bei ressourcenschonenden Verpackungsmaterialien und zweitens auf den verschiedenen Stufen der Abfall-Logistik. Erheblichen Nutzen sieht Weizsäcker auch für den Verbraucher.



Bislang sei die Verpackungsentsorgung in Deutschland im europäischen Vergleich bei weitem am teuersten, obwohl in allen EU-Staaten die gleiche Verpackungsrichtlinie zugrunde liege: Während jeder Franzose nur 6,70 Euro pro Jahr für die Entsorgung gebrauchter Verpackungen zu zahlen hat, muss ein deutscher Verbraucher rund 19,50 Euro bezahlen. „Wir zahlen also fast drei Mal so viel wie ein französischer Verbraucher. Hier sind erhebliche finanzielle Entlastungen in Sicht", ist Weizsäcker überzeugt. Um dies zu erreichen, fordert er einen substantiellen Wettbewerb bei der Entsorgung von Verkaufsverpackungen und die Verbesserung der Marktzugangschancen für innovative Materialien.

Auch das HWWI sieht die Verpackungsverordnung als wenig anpassungsfähig und innovationsfreundlich; „insbesondere gilt dies für technische Neuerungen in der Verwertung und/oder hinsichtlich des Anreizes, neue Materialien zu entwickeln. Aus politökonomischen Erwägungen heraus wird ein Bürokrat insbesondere dann den Status quo nicht ändern wollen, wenn damit Einbußen von Einfluss und Tätigkeitsfeldern verbunden wären. Möglicherweise langjährige persönliche Beziehungen zwischen den Akteuren können ihr Übriges für das Beharrungsvermögen des Status quo und dessen Akzeptanz tun“. Die komplette NeueNachricht-Vorabmeldung lesen Sie hier:
http://www.neuenachricht.de/A556D3/nena/nena_neu.nsf/0/35E1264FB18E6B04C12573680037D255?OpenDocument
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
PresseKontakt / Agentur:

medienbüro.sohn
V.i.S.d.P: Gunnar Sohn
Ettighoffer Strasse 26a
53123 Bonn
Germany

Telefon: +49 - 228 - 6 20 44 7
Telefax: +49 - 228 - 6 20 44 75

medienbuero(at)sohn.de



drucken  als PDF  Rechtsanwalt Dr. Peter Becker erhält den Deutschen Solarpreis 2007 Brötchentüten, Energiesparlampen und Repressionen gegen Hausbesitzer:
Bereitgestellt von Benutzer: cklemp
Datum: 02.10.2007 - 15:23 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 36271
Anzahl Zeichen: 0

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Silke Landwehr

Kategorie:

Energie & Umwelt


Meldungsart: bitte
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 02.10.2007

Diese Pressemitteilung wurde bisher 714 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Kreislaufwirtschaft statt Downcycling"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

medienbüro.sohn (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Sascha Lobo und die halbautomatische Netzkommunikation ...
Facebook-Browser könnte soziale Netzwerke umpflügen Berlin/München, 27. Februar 2009, www.ne-na.de - Millionen Deutsche sind mittlerweile in sozialen Netzwerken wie XING, Wer-kennt-wen, Facebook oder StudiVZ organisiert, haben ein Profil und präsentieren sich auf irgendeine Art im Web, ob mi

Finanzbehörden müssen mit Mittelstand innovativer umgehen ...
Schnelle Verfahren zur Stundung von Steuern und Anpassung von Vorauszahlungen Berlin, 26. Februar 2009, www.ne-na.de – Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) www.bvmw.de fordert die Finanzbehörden und Sozialversicherungen zu einem flexiblen und innovativen Umgang mit kleinen un

Kritik von Abfallexperten: Novellierte Verpackungsverordnung zementiert Grünen Punkt ...
Müllkonzern, fördert Preisdumping und unseriöse Recyclingmethoden Berlin/Bonn, 25. Februar 2009, www.ne-na.de - Einige Medien berichteten am Anfang des Jahres von der wundersamen Wiederauferstehung des Grünen Punktes http://www.gruener-punkt.de. So soll der frühere Müllmonopolist Duales Sys


Weitere Mitteilungen von medienbüro.sohn


Rechtsanwalt Dr. Peter Becker erhält den Deutschen Solarpreis 2007 ...
Dr. Peter Becker ist der Jury als Preisträger vorgeschlagen worden und konnte sich gegen die Konkurrenz durchsetzen. Aufgrund seines „einzigartigen rechtswissenschaftlichen und rechtspolitischen Einsatzes als geschäftsführender Herausgeber der Zeitschrift für Neues Energierecht (ZNER)“, so d

ConVerve empfiehlt: Energie, CO2 und Geld sparen mit Energiesparbox.de ...
Durch die aktuelle Klimadiskussion wissen wir, wie schnell wir handeln müssen. Doch wie kann man als Verbraucher und Bürger konkret etwas tun? Diese Frage war Grundlage für die Motivation, ein Angebot für Privathaushalte und Unternehmen zu entwickeln, das CO2 -Emissionen reduziert und Geld spart

Berufsverbot, Downcycling, Müllmix in Gelben Tonnen und Marktbarrieren: ...
Bonn/Berlin - Geht es nach dem Willen der Bundesregierung, soll die von ihr beschlossene fünfte Novelle der Verpackungsverordnung nicht nur die haushaltsnahe Sammlung sichern, sondern auch langfristig fairen Wettbewerb garantieren. Künftig bestehe ein klarer Rahmen für den Wettbewerb bei der Samm

APEC Klima-Erklärung: Waldflächen sollen deutlich ausgeweitet werden ...
Alle 21 APEC-Teilnehmerstaaten – damit auch China und die USA – haben sich in einer Erklärung zum Ende ihres Gipfels in Sydney dazu bekannt, in den kommenden Jahren stetig weniger Treibhausgase emittieren zu wollen. Zudem betonten die Pazifik-Anrainer den substanziellen Beitrag von Wäldern zum


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z