Für 1,45 Euro mehr morgens aus dem Bett steigen?
ID: 39661
„Leistung muss sich wieder lohnen“ ist nur eine Politikerfloskel
Schäfers verweist auf Daten des Statistischen Bundesamtes http://www.destatis.de, um zu prüfen, ob die Realität in Deutschland dem Polit-Slogan von der Leistungsgerechtigkeit stand hält. Zu diesem Zweck wurde das Einkommen von Durchschnittsverdienern mit den Bezügen von Hartz-IV-Empfängern verglichen. Ein durchschnittlicher Arbeiter, so Schäfers, kam im vergangenen Jahr auf 2.582 Euro im Monat, ein Angestellter auf 3.510 Euro – alles brutto, das heißt also vor Steuern und Sozialabgaben. Das Resultat der Berechnungen des Bundes der Steuerzahler http://www.steuerzahler.de dazu laute: „Je höher der Lohn und je kleiner die Familie, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass man mit Arbeit am Ende auch deutlich mehr Geld in der Tasche hat als ohne.“
Ein Beispiel: Ein Angestellter mit einem Bruttogehalt von 3.510 Euro bekomme dankt Ehegattensplitting und Kindergeld netto 2.833,62 Euro heraus. Das seien immerhin 908,62 Euro mehr, als wenn er Hartz IV bekäme. Wie eng die Sozialleistungen jedoch an ganz normale Erwerbseinkommen rücken könnten, zeige sich am Verdienst im Gastgewerbe. Ein Angestellter mit einer nicht arbeitenden Ehefrau und zwei Kindern kommt dort auf 1.593,45 Euro im Monat. „Ihm bleiben damit gerade einmal 1,45 Euro mehr, als die gleich große, rundum staatlich versorgte Familie zur Verfügung hat“, resümiert der FAZ-Redakteur.
Nicht nur der Bund der Steuerzahler sieht damit jeden Leistungsanreiz erstickt. Auch Experten aus der Wirtschaft drängen auf Reformen des Steuersystems. „Man kann nicht sagen, dass die staatlichen Transfereinkommen in Deutschland generell zu hoch seien. Denn von irgendetwas müssen die Leute ja leben, insbesondere auch dann, wenn es sich um Familien mit Kindern handelt. Was faul ist im Staate Deutschland, das ist die Abzocke der Normalverdiener. Niedrige und mittlere Einkommen werden bei uns vom Staat enorm belastet. Dass muss sich ganz schnell ändern, sonst ist der Satz, dass sich Leistung lohnen muss, nichts als frommes Parteitagsgerede“, sagt Udo Nadolski, Geschäftsführer des Düsseldorfer Beratungshauses Harvey Nash http://www.harveynash.de.
Statt sich der wirklichen Probleme in diesem Land zu widmen, kritisierten die Politiker unisono angeblich raffgierige Manager. „Ich will nicht bestreiten, dass es in dieser Zunft den einen oder anderen Extremfall gibt. Aktuell wird ja viel über den Porsche-Chef Wendelin Wiedeking diskutiert. Es mag sein, dass er viel oder auch zu viel verdient. Doch zur Wahrheit gehört auch, dass er sein Unternehmen sehr erfolgreich führt. 2007 bekommen die Porsche-Mitarbeiter zu ihren 13,7 Monatsgehältern einen Extrabonus von 5.200 Euro. Dieses Beispiel illustriert sehr schön, dass Menschen auf Anreize reagieren. Sie stimulieren die Leute zu mehr Leistung. Dieser Grundsatz aus der Wirtschaft sollte auch endlich Eingang in die Politik finden. Daher muss die Abgabenlast in diesem Jahr runter. Wenn dies geschieht, dann wird sich auch kein Mensch mehr über deftige Diätenerhöhungen der Politiker aufregen“, so Nadolski.
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
PresseKontakt / Agentur:
medienbüro.sohn
V.i.S.d.P: Gunnar Sohn
Ettighoffer Strasse 26a
53123 Bonn
Germany
Telefon: 49 - 228 - 6 20 44 74
Telefax: 49 - 228 - 6 20 44 75
medienbuero(at)sohn.de
Datum: 06.12.2007 - 15:03 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 39661
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Ansgar Lange
Kategorie:
Bildung & Beruf
Meldungsart: bitte
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 06.12.2007
Diese Pressemitteilung wurde bisher 891 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Für 1,45 Euro mehr morgens aus dem Bett steigen?"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
medienbüro.sohn (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Facebook-Browser könnte soziale Netzwerke umpflügen Berlin/München, 27. Februar 2009, www.ne-na.de - Millionen Deutsche sind mittlerweile in sozialen Netzwerken wie XING, Wer-kennt-wen, Facebook oder StudiVZ organisiert, haben ein Profil und präsentieren sich auf irgendeine Art im Web, ob mi
Finanzbehörden müssen mit Mittelstand innovativer umgehen ...
Schnelle Verfahren zur Stundung von Steuern und Anpassung von Vorauszahlungen Berlin, 26. Februar 2009, www.ne-na.de – Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) www.bvmw.de fordert die Finanzbehörden und Sozialversicherungen zu einem flexiblen und innovativen Umgang mit kleinen un
Kritik von Abfallexperten: Novellierte Verpackungsverordnung zementiert Grünen Punkt ...
Müllkonzern, fördert Preisdumping und unseriöse Recyclingmethoden Berlin/Bonn, 25. Februar 2009, www.ne-na.de - Einige Medien berichteten am Anfang des Jahres von der wundersamen Wiederauferstehung des Grünen Punktes http://www.gruener-punkt.de. So soll der frühere Müllmonopolist Duales Sys
Weitere Mitteilungen von medienbüro.sohn
Proplanta-Stellenmarkt: Jobs im „grünen Bereich“ ...
Stuttgart/Hohenheim, 6. Dezember 2007 – Fachkräfte aus den „grünen Berufen“ können sich über das Jobportal bei Proplanta einfach, schnell und umfassend einen Überblick über aktuelle Stellenangebote aus dem Bereich Agrarwissenschaften, Umwelt und Naturwissenschaften verschaffen. Das Angeb
Ab 2008 im Fast Lane-Kursprogramm: MetroCluster (METRO) ...
Ausschließlich NetApp-zertifizierte Spezialisten mit umfassenden praktischen Erfahrungen im Storage-Umfeld vermitteln alle nötigen Kenntnisse für die Installation, Konfiguration und Administration eines NetApp Fabric Attached MetroCluster. Das spezielle Training beinhaltet überdies praktische
FH Erding schließt strategische Partnerschaft mit der Verlagsgruppe von Holtzbrinck ...
Seit Oktober 2006 kann an der Fachhochschule für angewandtes Management der Studiengang Betriebswirtschaft mit der Branchenfokussierung Medienmanagement studiert werden. Damit die Ausbildung mit den rasanten Entwicklungen der Medienbranche Schritt hält, legt die Hochschule auf eine enge Verzahn
CMMI - na und? Social Event im Kongresshaus Zürich ...
Weil Ihnen gleich fünf Experten zum Thema Prozessmodell CMMI Antworten und Anregungen geben möchten: CMMI - was geht mich das an? Kann ich davon profitieren? Und falls ja, wie? Wie wird CMMI in der Praxis konkret umgesetzt? Möchten Sie mitreden? Dann freuen wir uns, Sie an unserem Soci




