Heidelberger Druckmaschinen-Chef Schreier: „Deutschland muss weiterhin Erzeugerstaat sein“
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Bekenntnis zum Standort D, zur Gründermentalität und zur Tradition
Im Interview mit Perspektiven - Karriere im Handelsblatt http://www.karriere.de spricht er über seinen eigenen Werdegang, die Gründermentalität in Deutschland und seine Zukunftspläne. Für Schreier ist klar: Ohne ein Bekenntnis zum Standort Deutschland geht es nicht. „Deutschland wird es nur schaffen, wenn wir nicht in die reine englische oder reine amerikanische Mentalität verfallen. Konsum rettet nicht alles, sondern wir müssen weiterhin Erzeugerstaat sein“, so Schreier. „Wenn wir nicht mehr Erzeugerstaat sind, wird es schwierig, unseren Wohlstand in Deutschland zu halten.“
Der wirtschaftliche Wohlstand hängt allerdings auch von der Mentalität der Menschen ab. Und hier wünscht sich Schreier noch mehr unternehmerisches Denken. Dazu gehört jedoch auch, dass das Land Gründer fördern muss. „Es kann nicht jeder Vorstand werden“, betont der studierte Maschinenbauer, „Unternehmen wie Heidelberger Druck brauchen eine gesunde, gut ausgebildete Mittelmanagementriege. Diese auszubilden, dafür ist das duale System besonders geeignet. Schreier, der 1999 das Amt des Vorstandschefs von Harmut Mehdorn übernahm, ist denn auch aus Überzeugung Vorsitzender des Dualen Senats an der Berufsakademie Mannheim. Beim Gründerwettbewerb Weconomy, der vom Handelsblatt http://www.handelsblatt.de und der Wissensfabrik Baden-Württemberg veranstaltet wird, ist er einer der Vorstandschefs, die beim „Meet-the-CEO“-Wochenende jungen Gründern unter die Arme greifen.
Seine nahe Zukunft sieht es jedenfalls nicht auf dem Golfplatz. Seine Ideen und seine Tatkraft will er weiterhin dem Unternehmen zur Verfügung stellen. Für die Zeit danach kann er sich durchaus vorstellen, selber Gründer zu werden. „Aber es gibt ja auch ein Leben nach Heidelberger Druck und da will ich mich nicht aufs Ruhekissen setzen. Ideen sind schon da. Wenn man dann mit den Gründern, vor allem mit den jungen Gründern spricht, dann reift vielleicht die eine oder andere Idee, die sich auch noch in der Zukunft verwirklichen lässt“, sagt Schreier gegenüber dem Magazin Perspektiven.
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Datum: 25.03.2008 - 10:18 Uhr
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