Wenn die Nerven Alarm schlagen - Hexenschuss und Ischias als häufige Rückenschmerz-Symptome
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Schnell wie der Blitz
Bei einem Hexenschuss, in der Fachsprache als Lumbago bezeichnet, handelt es sich um einen plötzlich in die Lendenwirbelsäule oder den Nacken einschießenden Schmerz. Oft verharren Betroffene als Folge in einer gekrümmten Körperhaltung, denn jegliche Bewegungen ziehen stechende Schmerzen nach sich. Schuld daran tragen überreizte Nerven. Als mögliche Ursache kommen Bandscheibenvorfälle, Arthrose oder Osteoporose infrage. Allerdings führen auch falsche Bewegungen, plötzliche Anspannung der Muskeln sowie kalte Zugluft zu einem Hexenschuss. Als Sofortmaßnahme bietet sich eine Stufenlagerung an: flach auf den Boden legen und die Beine im rechten Winkel auf einem Stuhl oder sonstigen Gegenstand ablegen. Bei Bedarf helfen Schmerzmittel, da sie die Muskeln entspannen. Dann gilt es vor allem Ruhe zu bewahren und dem Rücken eine kleine Auszeit zu gönnen. „Betroffene müssen nicht sofort zum Arzt eilen. Oft verschwinden die Schmerzen von alleine, sobald sich die Nerven wieder beruhigt haben“, weiß Dr. Schneiderhan und rät: „Wenn aber nach zwei Tagen keine Besserung eintritt, empfiehlt es sich, einen Orthopäden aufzusuchen, damit dieser eventuellen Ursachen wie einem Bandscheibenvorfall auf den Grund gehen kann.“
Genervter Nerv löst Ischiasschmerzen aus
Bei vielen Formen von Rückenschmerzen stellt sich der Ischiasnerv als Verursacher heraus. Zusammengesetzt aus mehreren Nervenwurzeln der unteren Lenden- und oberen Sakralwirbelsäule, zählt er zu den dicksten Nerven des Menschen. Gleichgestellt mit dem Hexenschuss gelten auch Ischiasbeschwerden nicht als eigenständige Erkrankung, sondern als Symptome. Jedoch handelt es sich hierbei nicht um einen akut auftretenden Schmerz. Je nachdem, an welcher Nervenwurzel eine Reizung vorliegt, strahlen Schmerzen, Taubheitsgefühl oder sogar Lähmungserscheinungen bis ins Bein oder auch den Fuß aus. „Knöcherne Vorsprünge, instabile Wirbelteile, Zysten oder auch verdrängtes Gewebe infolge eines Bandscheibenvorfalls engen die sensiblen Nervenstränge ein“, erklärt der Rückenexperte die möglichen Auslöser. Bei anhaltenden Schmerzen, die sich über mehrere Tage erstrecken, empfiehlt sich ebenfalls ein Arztbesuch. „Je früher wir eventuelle Ursachen wie einen Bandscheibenvorfall therapieren, desto besser der Behandlungserfolg“, betont Dr. Schneiderhan. Dabei stehen den Experten abhängig von der Ursache neben den konservativen Verfahren auch minimalinvasive Therapien wie Laser, Hitzesonde oder Wirbelsäulenkatheter zur Verfügung.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Datum: 25.08.2011 - 11:23 Uhr
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