Die Freude am Fahren darf nicht verloren gehen

Die Freude am Fahren darf nicht verloren gehen

ID: 51599

Im Autohandel fehlt es an der emotionalen Ansprache der Kunden



(firmenpresse) - Bonn/Hannover-Langenhagen - Der Mai war für das deutsche Kraftfahrzeuggewerbe kein „Wonnemonat“. Der Auftragseingang des Automarktes schwächte sich ab. Im Mai 2008 lagen die Neuzulassungen nach Angaben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) http://www.faz.net mit rund 275.000 Fahrzeugen um sechs Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Auch eine aktuelle Studie der Dekra Consulting http://www.dekra.de bestätigt: Unser Autohandel steckt in der Krise. Jeder merkt es im eigenen Geldbeutel: Autofahren wird immer teurer. Allein in den letzten zwölf Monaten (von Mai 2007 bis Mai 2008) sind die Kosten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 4,3 Prozent gestiegen.

Warum steckt der Autohandel in der Krise? Die Gründe sind bekannt. Hohe Energiekosten führen zu steigenden Werkstattpreisen. Hohe Benzinpreise vermiesen uns die Fahrt an die Zapfsäule. Außerdem ist die Politik zu einem ganz erheblichen Teil schuld an der Misere. Weil die Bürgerinnen und Bürger immer stärker mit Sozialabgaben und Steuern belastet werden, stagnieren die Nettolöhne schon seit langem.

Die politischen Rahmenbedingungen sind weiterhin unklar. Das gilt für die Umweltzonen in Innenstädten, die Förderung der Russpartikelfilter oder die CO2-Steuer. „Die Autofahrer warten auf klare Steuersignale“, so die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Doch diese bleiben aus.
Auf der Website des Magazins Autohaus http://www.autohaus.de klagt ein potentieller Auto-Käufer: „Man nenne mir einen einzigen Grund, warum ich derzeit ein Auto kaufen soll? In Zeiten, wo sich der Ölpreis während der Nutzungsdauer verfünffacht, wo der Dieselkraftstoff pro Liter innerhalb eines halben Jahres um 30 Cent steigt, wo alle möglichen und unmöglichen Umwelt- und Technikexperimente angesagt werden, wo die Preise für Anschaffung, Betrieb und Unterhalt im Schweinsgalopp davonrennen, gehe ich und viele Kunden nicht das Risiko ein, 20.000, 30.000 oder 40.000 für ein Auto auszugeben, das sich nach einigen Jahren als unverkäuflich herausstellt. Solange abwarten, bis man wieder klare und sichere Entscheidungen mit Zukunftsperspektive treffen kann. Das Auto hat viel von seiner Faszination verloren. Es mutiert zum notwendigen Übel. Aus Freude am Fahren wird Frust am Fahren. Dafür lohnt es sich nicht, mehr als unbedingt nötig zu investieren.“



Doch mit einem Dauerlamento ist der Branche und den Millionen Autofahrern in Deutschland nicht gedient, lautet die Überzeugung von Uwe Röhrig. Der Automobilexperte ist Inhaber des Hannoveraner Beratungsunternehmens International Car Concept (ICC) http://www.icconcept.de. Er fordert die Branche auf, das umzusetzen, was sie selbst beeinflussen kann. „Der Autoindustrie mangelt es insgesamt an der richtigen Kundenorientierung. In der Produktion und Entwicklung herrscht die Meinung vor, dass sie so tolle Fahrzeuge herstellen, während der Vertrieb im Großen und Ganzen überflüssig ist und nur Geld kostet. Dass diese Einschätzung falsch ist, sieht man allein in der Tatsache begründet, dass Autos im Wesentlichen immer noch über den Bauch, also mit einem sehr hohen Anteil an Emotionen, gekauft werden“, so Röhrig.

„Unternehmen brauchen couragierte, motivierte, kundenfokussierte, unternehmerisch mitdenkende, loyale, begeisterte, ja geradezu glückliche Mitarbeiter. Mit ihnen lässt sich Großes gewinnen. Mit den reinen Zahlenmenschen, Technokraten und Bürokraten hingegen kann man viel verlieren – zu allererst die Kunden“, sagt der ICC-Chef. Vielleicht kann sich die Branche auch ein Beispiel nehmen an einigen Kickern bei der derzeitigen Europameisterschaft. „Schauen Sie sich nur die Türken an, wie sie in zwei Partien mit ihrer Leidenschaft die Spiele gedreht haben. Warum sollten wir uns eine solche Einstellung nicht zum Vorbild nehmen für unseren Berufsalltag? Auf die Automobilbranche bezogen: Diejenigen, die von ihren eigenen Produkten und Dienstleistungen fest überzeugt sind und mit Leidenschaft für sie werben, die haben es auch leichter, andere zu überzeugen.“
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Schreckgespenst „Digitaler Tachograf“ Strahlt der Stuttgarter Stern demnächst in Kecskemét?
Bereitgestellt von Benutzer: cklemp
Datum: 18.06.2008 - 09:48 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 51599
Anzahl Zeichen: 0

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Ansgar Lange

Kategorie:

Auto & Verkehr


Meldungsart: bitte
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 18.06.2008

Diese Pressemitteilung wurde bisher 1016 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Die Freude am Fahren darf nicht verloren gehen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

medienbüro.sohn (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Sascha Lobo und die halbautomatische Netzkommunikation ...
Facebook-Browser könnte soziale Netzwerke umpflügen Berlin/München, 27. Februar 2009, www.ne-na.de - Millionen Deutsche sind mittlerweile in sozialen Netzwerken wie XING, Wer-kennt-wen, Facebook oder StudiVZ organisiert, haben ein Profil und präsentieren sich auf irgendeine Art im Web, ob mi

Finanzbehörden müssen mit Mittelstand innovativer umgehen ...
Schnelle Verfahren zur Stundung von Steuern und Anpassung von Vorauszahlungen Berlin, 26. Februar 2009, www.ne-na.de – Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) www.bvmw.de fordert die Finanzbehörden und Sozialversicherungen zu einem flexiblen und innovativen Umgang mit kleinen un

Kritik von Abfallexperten: Novellierte Verpackungsverordnung zementiert Grünen Punkt ...
Müllkonzern, fördert Preisdumping und unseriöse Recyclingmethoden Berlin/Bonn, 25. Februar 2009, www.ne-na.de - Einige Medien berichteten am Anfang des Jahres von der wundersamen Wiederauferstehung des Grünen Punktes http://www.gruener-punkt.de. So soll der frühere Müllmonopolist Duales Sys


Weitere Mitteilungen von medienbüro.sohn


Schreckgespenst „Digitaler Tachograf“ ...
Nürnberg (17.06.2008) – Die Einführung des digitalen Tachografen im Mai 2006 brachte nicht nur für LKW-Fahrer sondern auch für Autovermieter große Veränderungen mit sich. Letztere sehen sich seitdem mit vielen Fragen seitens der Firmenkunden konfrontiert. Hatten sich die meisten Unternehmen

Renault Retail Group eröffnet Dacia-Zentrum in Hamburg-Othmarschen ...
Hamburg - Pünktlich zur Einführung des neuen Dacia Sandero eröffnet die Niederlassung der Renault Retail Group Hamburg am 21. Juni ein eigenes Dacia Zentrum in Hamburg Othmarschen. Am "Tag der offenen Tür" präsentiert das Team der Niederlassung auf einer Fläche von 350 Quadratmetern

Beamte haben mich in den Wahnsinn getrieben! ...
Berlin, den 16. Juni 2008 – „Taxifahrer sind Idioten“ oder „Im Auto übernachten ist geil“: Wenn die Mitglieder der Auto-Community autoki.de eine neue Diskussionsgruppe gründen, beweisen sie oft erfrischende Kreativität und Ironie. Bereits 800 Gruppen haben sich auf autoki.de gegründet

KOMPAKTES KNIEAIRBAG-MODUL VON TRW FÜR VERBESSERTE INNENRAUMGESTALTUNG ...
Alfdorf, Deutschland, 12. Juni 2008 – TRW Automotive GmbH, ein Tochterunternehmen von TRW Automotive Holdings Corp. (NYSE: TRW) erhöht die Intelligenz von Sicherheitssystemen und stellt ein kompaktes Knieairbag-Modul vor. Im Fall einer Kollision bietet die neue Technologie bewährten Insassensch


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z