Frontal 21 – „Riesterrente fragwürdige Versprechen“ ein Kommentar
Garantierte Rendite
Da ist es mal jemandem aufgefallen. Mit der von Versicherungen garantierten Rente lässt sich kein Blumentopf gewinnen. In meiner Mandantschaft ist kein Sparer der sich mit einer Rendite von 2,25 % vor Kosten eine Altersvorsorge überhaupt leisten kann. Diese Rendite liegt deutlich unter der langjährigen Inflationsrate.
Um es kurz zu machen, wenn Sie erwarten, dass Ihre Versicherung nur die Mindestrendite erwirtschaftet, empfehle ich Ihnen die Anlage in ein Tagesgeldkonto mit zur Zeit durchschnittlich 4 % pro Jahr.
Riester ist ein teures Produkt, das stimmt. Die Regelungswut des Staates hat dazu geführt, dass jeder Vertrag praktisch doppelt verwaltet werden muss. Und wer zahlt das? Der Staat? Nein, Sie. Daher lohnen sich Riesterverträge auch nur durch die staatliche Förderung. Zum einen direkt durch Zulagen, zum anderen durch steuerliche Förderung. Kurz: Der Staat fördert, will seine Förderung kontrollieren, das frisst einen Teil der Rendite. Und der Mensch der sie beraten hat arbeitet auch nicht umsonst, sondern für ungefähr 3 – 4 % der Beitragssumme. Dies entspricht ungefähr der Marge die Experten bei Aldi vermuten. Die Alternative wäre eine komplett staatliche Altervorsorge. Das die nicht funktioniert, hat uns aber erst zur Riesterrente gebracht.
Sterblichkeit
Kommen wir zur Sterblichkeit. Wie alt werden wir denn nun? Wie bei allen Statistiken liegt das Ergebnis natürlich am Auftraggeber. Es ist nicht wichtig wie alt heute 50 Jährige werden, sondern wie alt diejenigen werden, wenn sie 65 sind, in Rente gehen und eine Rentenversicherung abschlossen haben. Warum das? Menschen die für Ihr Alter sparen werden statistisch älter. Woran liegt das? Es sparen nur Menschen die Geld übrig haben, die kümmern sich deutlich besser um ihre Gesundheit und werden älter. Das ist ungerecht, aber statistisch richtig. Das ihre Versicherung vorsichtig kalkuliert schützt sie. Wenn im Alter von 87 die Versicherung die Zahlung einstellt, weil das Geld alle ist, ist das sicher nicht im geplanten Sinne.
Die Versicherungen
Meine Empfehlung sind Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit. Diese sind als Verein organisiert und Geld das die Versicherten nicht benötigen fließt zu 100 % wieder in die Versichertengemeinschaft – wie bei der Kölner Pensionskasse. Außerdem Garantien meiden, die letztlich nur kalkulierte Altersarmut bedeuten. Um es klar zu sagen. Es handelt sich nicht um eine Kaufkraftgarantie. Was sie sich für die 221 Euro Rente im Jahr 2026 einmal leisten können werden steht nicht fest. Legen Sie eine Teil des Geldes in Sachwerte an.
Fazit
Die Riesterrente lohnt sich. Idealerweise abgeschlossen bei einem Versicherungsverein und mit Anlagen die Renditen über 4 %, wie sie Sachwerte bieten, möglich machen. Die Riesterrente lohnt sich weiterhin besonders für Kinderreiche und für Gutverdiener mit hoher Steuerquote. Als Beispiel kann eine allein erziehende Mutter mit zwei Kindern bei 120 Euro Jahresbeitrag bis zu 524 Euro Förderung pro Jahr erhalten. Zum Schluss: Ein Kommentar zur Rendite von Rundfunkgebühren spare ich mir.
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Datum: 12.11.2008 - 14:58 Uhr
Sprache: Deutsch
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Kategorie:
Banken
Meldungsart: Finanzinformation
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 12.11.2008
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