Feldbesetzung in Groß Lüsewitz: Polizei räumt Versuchsfläche für gentechnisch veränderte Pflanzen
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Feldbesetzung in Groß Lüsewitz: Polizei räumt Versuchsfläche für gentechnisch veränderte Pflanzen
In der Nacht zum 3. April drangen etwa fünfzehn Aktivisten auf das umzäunte Gelände ein, bauten Zelte auf und errichteten einen Turm. Einige der Besetzer hatten sich an mitgebrachte Betonfässer angekettet. Bereits am Vormittag begann die Polizei mit der Räumung des Feldes.
Auf dem Gelände sind verschiedene Versuche mit gentechnisch veränderten Pflanzen geplant. Die meisten dieses Pflanzen befinden sich in einer frühen Entwicklungsphase und sind weit von einer Markteinführung entfernt. In Groß Lüsewitz sollen vor allem mögliche Umweltauswirkungen, die von diesen Pflanzen ausgehen können, unter kontrollierten Bedingungen untersucht werden. Es geht auch darum, geeignete Verfahren zur Risikoanalyse zu entwickeln.
So sollen in Groß Lüsewitz gentechnisch veränderte Kartoffeln im Freiland getestet werden, in die zwei Bakterien-Gene eingeführt wurden, so dass in den Knollen ein Bio-Kunstoff gebildet wird. Dieses aus zwei natürlichen Aminosäuren bestehende Stoff könnte bisher verwendete Kunststoffe aus Erdöl ersetzen. In einem anderen Versuch soll herausgefunden werden, wie sich Weizen mit einer gentechnisch vermittelte Resistenz gegen Brandpilze auf Nützlinge und Umwelt auswirkt.
Freisetzungsversuche mit gentechnisch veränderten Pflanzen müssen vom der für Gentechnik zuständigen Bundesbehörde, dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) genehmigt werden. Nicht für alle in Groß Lüsewitz geplanten Versuche ist der Genehmigungsprozess angeschlossen. Eine Aussaat ist nur bei den bisher genehmigten Versuchen möglich.
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Datum: 03.04.2009 - 16:41 Uhr
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