Alexander Faust und Jonathan Möwe wuchsen in der sterbenden DDR auf, was natürlich Auswirkungen auf ihr sich manifestierendes Idealbild der Gesellschaft hatte, ohne dabei allzu tiefe politische Spuren zu hinterlassen: Zum Zeitpunkt der Wiedervereinigung war keiner der beiden älter als zwölf Jahre. Gemeinsam war den beiden die Liebe zur Literatur, die ihnen immer wieder Zuflucht und Informationsquelle war. Sie suchten nach den Menschen und dem Sinn ihres Handelns in einer Vielzahl von Geschichten und Berichten, nicht zuletzt um für sich selbst den passenden Platz zu finden. Als sie sich zum ersten Mal begegneten, war es sicher keine Liebe auf den ersten Blick, vielmehr ein stetiges – wenn auch unterbrochenes – Wachsen gegenseitiger Anziehung und Respekts. Sie sa&szl ...