Ostsee-Zeitung: Kommentar zu Seehofers Forderung nach Zuwanderungstopp Es hat gedauert, bis CSU-Größen gegenüber
Christian Wulffs neuem Islam-Realismus in Deutschland Front machten.
Doch nun überholt der CSU-Chef, der eigentlich nicht als Scharfmacher
bekannt ist, selbst den grandiosen Abstammungs-Theoretiker Thilo
Sarrazin. Eine Begrenzung der Zuwanderung für Türken und Araber hatte
nicht einmal der umstrittene Ex-Bundesbanker gefordert. Mit feinem
Gespür für den Zeitpunkt meldet sich nun der bayerische
Ministerprä ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zum Energiestreit mit Polen Oberhalb der Tischkante wird gelächelt, unterhalb
tritt man sich vors Schienbein. Zwischen Polen und Deutschland tobt
gegenwärtig ein Streit um die jeweils nationale Gasversorgung, den
die Diplomaten nur mit Mühe unter der Decke halten können. Während
Warschau den Deutschen wohl noch immer nicht verziehen hat, dass sie
gemeinsam mit den Russen die Ostseepipeline unter Umgehung Polens
bauen, und mit einer weiteren Klage gegen das Projekt droht, grollen
die Deutsche ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zu "Brüderle fordert höhere Löhne" Über die Motive des Ministers darf gerätselt
werden. Sollte es der Versuch gewesen sein, die Liberalen beim DGB
wieder salonfähig zu machen, ist dieser gründlich fehlgeschlagen. Zu
tief ist der Riss nach den jahrelangen Auseinandersetzungen um
flächendeckende Mindestlöhne. Schlimmer noch: Sogar die
Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di räumte gestern ein, dass der satte
Abschluss in der Stahlindustrie nicht so einfach auf andere Branchen
übertragbar ist ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zu "Forsa: Grüne vor SPD" Was nur macht die Grünen so stark? Natürlich
profitieren sie von der Enttäuschung der Wähler über die
Regierungsparteien. Die Grünen werden geliebt, weil sie dagegen sind.
Gegen die schwarz-gelbe Atompolitik, gegen den Stuttgarter
Bahnhofskrieg, gegen die Thesen Sarrazins. Die Grünen tragen den
Heiligenschein einer irgendwie besseren Partei. Doch das allein wäre
zu wenig. Längst sind sie in der Mitte der Gesellschaft angekommen,
sammeln Sympathi ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zu Stuttgart 21 Auch wenn die Polizei ihren schlagkräftigen
Einsatz gegen die Demonstranten vor ein paar Tagen weiter verteidigt
- die Landesregierung Baden-Württembergs ist gestern eingeknickt und
hat einen Teilstopp der Abrissarbeiten angekündigt. Ministerpräsident
Mappus spürt, dass er mit seiner Bulldozer-Politik zu weit ging und
sich auf einer Rutsche zum Machtverlust im kommenden März befindet.
Er hat einen Rechtsstaat exekutiert, der sich bislang unfähig zur
Korre ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zum Scheitern der Mehrwertsteuerreform Die Liste der Produkte, die vom vollen
Mehrwertsteuersatz ausgenommen sind, ist ein Katalog der
Kuriositäten. Da fallen etwa Rennpferde oder Pornohefte in die
Kategorie des täglichen Grundbedarfs, Babywindeln oder Tomatenketchup
nicht, Tomatenmark und Trüffel aber doch. Solche Absurditäten gibt es
noch und noch. Sie sind - nüchtern betrachtet - ein Skandal. Vom
ursprünglichen Ansatz, das zum Leben Notwendige oder kulturelle
Angebote zu begünstigen, hat sic ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zur Grundsatzrede Christian Wulffs Zugegeben: Die Ansprache zum Tag der Deutschen
hatte nicht den emotionalen Sound, wie ihn sein einstiger
Herausforderer für das Amt, Joachim Gauck, beherrscht. Sie hatte auch
nicht die rhetorische Geschliffenheit eines Richard von Weizsäcker
oder die überzeugende Lauterkeit eines Johannes Rau. Und doch traf
die Rede den richtigen Ton an den wichtigen Stellen. Wulff begnügte
sich nicht damit, allein den Mut der Ostdeutschen vor 20 Jahren sowie
ihre Bereitschaft zu unglaub ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zu Stuttgart 21 Als wären Bagger und Kettensägen, Wasserwerfer und
Tränengas nicht schon Provokation genug, gießt Bahnchef Rüdiger Grube
jetzt weiter Öl ins Feuer: Mit seiner Äußerung, es gebe kein
Widerstandsrecht gegen den Bahnhofsbau, eröffnet er eine neue Stufe
der Eskalation. Denn wie soll ein solcher Spruch verstanden werden -
wenn nicht als arrogante Machtdemonstration? Grube ist zwar der
Bauherr, aber für das Großprojekt zur Kasse gebeten wer ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit Die Frage, ob es mit mehr Geduld wirklich anders
gekommen wäre, ist müßig. Die Ostdeutschen bekamen die soziale
Marktwirtschaft: Sie konnten sofort ein Auto kaufen. Sie beobachteten
den Abbau ganzer Industrien und den Aufbau ihrer Städte. Andere
entwickelten aus ihren Ideen große Unternehmen. Ein Nachbar wurde
arbeitslos, der andere baute ein Haus auf dem Land. Ein alter Freund
kam nie wieder richtig auf die Beine. Auch das gehört zur Wahrheit
der vergangene ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zu Stuttgart 21 Ohne jeden Instinkt für die Stimmung im Ländle
polemisierte Ministerpräsident Mappus bislang gegen die
Demonstranten. Das selbst gepflegte Rambo-Image kann dem jungen
Regierungschef nun - nach der Knüppelei gegen Jugendliche und Rentner
- zum politischen Verhängnis werden. "Diese Bilder dürfen sich nicht
wiederholen" - immerhin, soviel hat Mappus gelernt. Was sich im
Talkessel von Stuttgart zusammenbraut, hat Wirkung über die
Landespolitik hinau ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zu Terrorgefahr Zumindest eines hat der Weckruf aus den
Geheimdienst-Zentralen zwischen Washington und Berlin bewirkt: Die
Erinnerung daran, dass der Krieg in Afghanistan auch Tote auf
deutschem Boden fordern könnte, ist wieder wach. Europa ist
vielleicht stärker als je zuvor im Visier von El Kaida. Die
Franzosen, weil sie das Tragen von Kopftüchern verbieten, die Dänen
wegen der Mohammed-Karikaturen und die Deutschen, weil sie in
Afghanistan kämpfen. Echten Schutz gegen islamist ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zum Konsumklima Ein Anziehen des Konsums hilft nicht nur dem unter
einem enormen Wettbewerbsdruck stehenden Einzelhandel. Er hilft der
Gesamtwirtschaft, die bisher vor allem auf einem Bein, der
Exportwirtschaft, ruhte. Eine Stärkung des privaten Konsums und damit
der Binnenkonjunktur trägt zur Stabilisierung der deutschen
Wirtschaft bei. Was aber am Wichtigsten erscheint: Die Bundesbürger,
denen man nachsagt, eher schwarz zu sehen und auf hohem Niveau zu
klagen, fassen wieder Vertrauen in di ...
Ostsee-Zeitung: Vorabmeldung der OSTSEE-ZEITUNG Rostock - Kühlmittel-Leck nach Riesch-Training ruiniert Skihalle Wittenburg Kühlmittel-Leck ruiniert Skihalle Wittenburg
Schwerin (OZ) Europas größte Skihalle, das seit Anfang August
geschlossene Alpincenter Wittenburg bei Ludwigslust, ist undicht.
Mehrere Leckagen im Kühlsystem lassen seit Monaten Tonnen von
Kühlmittel ins Erdreich einsickern. Das geht aus einem Schreiben der
österreichischen Baufirma Haslinger hervor, wie die OSTSEE-ZEITUNG
(Mittwochausgabe) berichtet. Für mehrere Trainingseinheiten der
deutschen Ski-Natio ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zur Bundeswehrreform Zu Guttenberg hat die Festung Wehrpflicht in einer
für politische Abläufe atemberaubender Geschwindigkeit gestürmt. Doch
beim Sturm war zu erleben, dass sich darin kaum noch Verteidiger
fanden. Im Grunde geht es mit der Wehrpflicht schon lange nur noch um
ein liebgewordenes, aber längst überholtes Symbol. Wenn gerade mal
noch jeder siebte junge Mann eines Jahrgangs tatsächliche zum Bund
eingezogen wird, dann hat sich der alte Zopf Wehrpflicht praktisch
nahezu vo ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zu Ahmadinedschad Hat der Mann noch alle Tassen im Schrank? Das mag
man sich nach dem Auftritt von Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad
vor der UN-Vollversammlung und seinen Ausfällen gegen die USA fragen.
Er hat seine sieben Sinne beieinander, ist zu befürchten.
Ahmadinedschads Auftreten als Hassprediger hat einen klaren Zweck: Er
will seinen Landsleuten zeigen, dass er sich traut, die westliche
Welt, vor allem die USA, zu provozieren, zu beleidigen. Und dass die
Großmacht und ihre Ver ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zu Abrüstung/Atomwaffen Westerwelle tut gut daran, wenn er in der Frage
der atomaren Abrüstung an seinen liberalen Lehrmeister Genscher
anknüpft, freilich unter veränderten internationalen Bedingungen.
Heute besteht nicht so sehr die Gefahr gegenseitiger atomarer
Vernichtung durch Supermächte, sondern eher das Risiko, dass sich
Terroristen der Waffen bedienen, dass Atomwaffennarren etwa aus dem
Iran oder Nordkorea sie einsetzen könnten, dass aus vagabundierendem
Plutonium schmutzige Bomb ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zu Hartz IV Egal, welche konkreten Hartz-IV-Sätze Ursula von
der Leyen kommende Woche in den Gesetzentwurf schreiben wird, steckt
sie in einer Zwickmühle: Die Hartz-IV-Empfänger werden die staatliche
Grundsicherung als zu gering empfinden. Zugleich jedoch hat sich von
der Leyen bohrender Fragen der arbeitenden Beitrags- und Steuerzahler
sowie der Wirtschaft zu erwehren. Denn natürlich muss jeder
Hartz-IV-Euro erst einmal erwirtschaftet werden. Das Thema ist höchst
brisant, denn ...
Ostsee-Zeitung: Afghanistan/Wahlen/Taliban Welche Mutprobe für Afghanistans Wähler! Ein
Demokratie-Test unter Feuer: Raketenattacken, Entführung, Mord und
Wähler-Einschüchterung haben auch die zweite Parlamentswahl in
Afghanistan seit dem Sturz der Taliban anno 2001 beeinflusst. Der
Begriff Urnengang bekommt da - trotz gewaltigen Sicherheitsaufgebots
- eine makabre Doppelbedeutung. Wer hierzulande über die grotesken
Begleitumstände der Parlamentswahl die Nase rümpft, verkennt die Lage
im Land ...
Ostsee-Zeitung: Atom/Proteste/Regierung Einem Volk, das nach gerade durchlebter
Wirtschaftskrise eine gesunde Abneigung gegen Großkonzerne und Global
Player pflegt, diesen Kuhhandel mit den vier Energie-Riesen zu
präsentieren - das ist nur irgendwo zwischen Naivität und
Dreistigkeit anzusiedeln. Offenbar hat die Politik aus gut 30 Jahren
Umgang mit der Anti-Atomkraft-Bewegung nichts gelernt. Transparenz,
größtmögliche Information und so die Mitnahme einer Bevölkerung, die
sich mit dem Atomaus ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zur Generaldebatte im Bundestag Wer Interesse für die politischen Themen der Zeit
aufbringt, wer sich nicht mit vorgestanzten Meinungen zufriedengeben
will, der bekam gestern reichlich Stoff geliefert. Zum Nachdenken,
zum Streiten, zum Handeln. Es könnte durchaus sein, dass der Herbst
2010 eine Politisierung des Landes bringen wird, wie wir sie lange
nicht erlebt haben. Von Stuttgart 21 bis zu den wieder auflebenden
Atomkraft-Gegnern. Dass das Bundesparlament sich mitten in diese
Debatte stellt, zuspitzt, aber ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zu Hartz IV Egal, welches Wort es wird: Mist bleibt Mist und
fängt nicht an zu duften, nur weil man ihn Dünger nennt. Wenn
Ministerin von der Leyen weg will vom schlechten Image, das Hartz IV
anhaftet, dann sollte sie das Verfassungsurteil gegen das
Arbeitslosengeld II offensiv umsetzen und eine Berechnungsmethode
wählen, die Hartz IV den Charakter der Armenhilfe des 19.
Jahrhunderts nimmt. Missbrauch durch Drückeberger kann man auch
anders bekämpfen als durch staatlich veror ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zum Doping-Geständnis von Thomas Müller Dass im DDR-Spitzensport flächendeckend und massiv
gedopt wurde, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Was bisher
vermisst wurde, war das Eingeständnis der damals Verantwortlichen.
Der ehemalige Vizepräsident des Deutschen Turn- und Sportbundes der
DDR (DTSB), Thomas Köhler, liefert in seinem morgen erscheinenden
Buch die späte Beichte. Das ist das einzig Positive, was Köhlers
Vergangenheits-"Aufarbeitung" abzugewinnen ist. Denn der in der DDR
hochdek ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zu Sarrazin Der Fall Sarrazin hat die SPD in eine Situation
gebracht, in der sie nur verlieren kann. Mit dem eingeschlagenen
Rauswurf-Verfahren setzt sich die Partei dem Verdacht aus, einen
unbequemen Kritiker der Zuwanderung mundtot machen zu wollen.
Umgekehrt gilt: Hätte sie es bei einer Distanzierung belassen, müsste
sie sich den Vorwurf gefallen lassen, befremdliche Vererbungsthesen
letztlich doch zu akzeptieren. Der zweite Verlierer heißt Christian
Wulff. Der Bundespräsident ...
Ostsee-Zeitung: Holter kritisiert Schweriner Regierung: Arbeitslosenzahlen geschönt Der designierte Spitzenkandidat der Linken für die
Landtagswahl 2011 in Mecklenburg-Vorpommern, Fraktionschef Helmut
Holter, hat scharfe Kritik an der Arbeitsmarktpolitik der
Landesregierung geübt. Der Ostsee-Zeitung (Donnerstagausgabe) sagte
Holter, 75000 Arbeitslose weniger seit 2006 seien mitnichten das
Verdienst der jetzigen Regierung. SPD und CDU profitierten von
Langzeitarbeitslosen, die Monat für Monat in Rente gingen. Holter
warf den Regierenden in Schwerin Schö ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zur angekündigten Koran-Verbrennung Bücher wurden schon in der Antike verbrannt, und
es waren immer barbarische Akte. Doch seit dem 10. Mai 1933 ist
Bücherverbrennung gleichbedeutend mit der Ankündigung, auch Menschen
zu vernichten. Das weiß auch Terry Jones aus Florida, und er macht
sich das Tabu zunutze. Öffentliche Bücherverbrennung ist eine Sache,
die schlagartig zu globaler Bekanntheit führt. Sein Hass ist nicht
mehr seine Privatsache.
Man sollte den Fundamentalisten - um des Welt ...
Ostsee-Zeitung: Kriminalität/Prozesse/Brunner Wer das harte Urteil als Signal versteht, liegt
falsch. Die Aufgabe des Gerichts war, zu klären, was geschah, es zu
bewerten und ein Urteil zu fällen. Nicht weniger, nicht mehr. Es hat
Markus S. aus nachvollziehbaren Gründen wegen Mordes verurteilt. Es
hat auch den Mittäter Sebastian L. nicht geschont. Die beiden
wussten, was sie taten. Wir aber brauchen kein Signal vom Gericht.
Für Lehren, die wir aus dem Fall ziehen könnten, war die Verhandlung
wichtiger al ...
Ostsee-Zeitung: Parteien/SPD/Integration/Sarrazin Früher haben es die großen Parteien und ihr
charismatisches Führungspersonal vermocht, Populisten wie Sarrazin
auszuhalten, sie zu integrieren - so wie heute die gesellschaftliche
Integration gegenüber Migranten gepredigt wird. Doch Sarrazin soll
nicht integriert, er soll ausgeschlossen werden, weil er sich nicht
stromlinienförmig verhält, wie es sich für eine Konsenspartei
geziemt.Doch eine Leitkultur der politischen Konformität macht
Volksparteie ...
Ostsee-Zeitung: Sarrazin/Integration Den Literaturnobelpreis wird Thilo Sarrazin nicht
bekommen. Und auch politisch ist das, was Berlins Ex-Finanzsenator in
seinem Werk "Deutschland schafft sich ab" zu Protokoll gab, kaum mehr
als eine krude Mischung bekannter Stammtischpositionen zur
Integration. Und doch darf der Populist mit SPD-Parteibuch für sich
reklamieren, eine wichtige Debatte angestoßen zu haben. Es klingt
mittlerweile deutlich differenzierter, was aus den Berliner
Parteizentralen zu hören i ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zu Karstadt Gestern war der lang ersehnte Freudentag für
Karstadt. Die über ein Jahr dauernde, nervenaufreibende Hängepartie
ist beendet, die drohende Zerschlagung der Warenhaus-Kette
abgewendet. 25 000 Mitarbeiter können endlich erleichtert aufatmen.
Nichts war einfach in diesem Prozess. Dazu passte, dass das Gezerre
buchstäblich bis zur letzten Minute dauerte. Weil es für Karstadt
fünf vor zwölf war, sahen manche Spekulanten besonders gute Chancen,
ihre Forde ...
Ostsee-Zeitung: Nahost/Obama Ob Jimmy Carter, Bill Clinton oder George W. Bush
- sie alle sind daran gescheitert, das "Schlachthaus der Religionen",
wie der britische Schriftsteller Aldous Huxley den Nahen Osten einmal
nannte, zu befrieden. Jahrzehntelang standen sich beide Seiten nach
dem biblischen Grundsatz "Auge um Auge, Zahn um Zahn" gegenüber. Das
gelobte Land blieb für Palästinenser wie für Israelis eine Fata
Morgana. Wenn Obama entgegen allen Unkenrufen doch der Heilsbring ...
Ostsee-Zeitung: Bundesbank/Sarrazin Viel war in den vergangenen Tagen von einem
wachsenden Druck auf Thilo Sarrazin die Rede. Dabei stand ein Anderer
mindestens genauso unter Druck: Bundesbankpräsident Axel Weber. Der
Volkswirt und frühere Wirtschaftsweise sollte das Problem Sarrazin
lösen - ein Problem, das die Politik ihm fettspritzend eingebrockt
hat. Weber hat das drohende Unheil geahnt, er wollte Sarrazin von
Anfang an nicht. Aber er muss Berufungen akzeptieren. Jetzt sind auch
er und die Bank beschäd ...
Ostsee-Zeitung: Sparpaket/Flugsteuer Die Regierung versucht gar nicht erst, der neuen
Steuer ein ökologisches Mäntelchen umzuhängen. Die Abgabe ist
brutal-fiskalisch. Sie hat nur den Zweck, Geld in die Bundeskasse zu
spülen. Dabei ist die ins Auge gefasste Ticket-Abgabe vielleicht
sogar Grundgesetz-widrig, weil sie etwa kurzere Flüge relativ stärker
als Langstreckenflüge belastet. Um die weit sinnvollere Besteuerung
von Flugbenzin einzuführen, fehlte Schwarz-Gelb offenbar der Mumm.
Pr ...
Ostsee-Zeitung: USA/Irak/Obama/Rückzug Die US-Mission ist gescheitert. Obama will, dass
Amerika nicht selbst daran scheitert, seine Macht überdehnt, sich
zwischen Zweistromland und Hindukusch aufreibt. Er weiß, dass nur ein
starkes Amerika strategisch die Rolle spielen kann, die es nach dem
Kollaps des Ostblocks gewohnt ist zu spielen: die Hauptrolle. Doch
dazu muss er die Amerikaner hinter sich einen. Schon zwei Drittel
seiner Landsleute waren des megateuren Irak-Einsatzes überdrüssig.
Kein Wunder, denn 40 ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG (Rostock)zu Thilo Sarrazin Es ist ein Verdienst von Thilo Sarrazin, dass er
die Politik mit der Nase auf gravierende Integrationsprobleme im Land
aufmerksam macht. Das ist ein wichtiges Thema, um das sich die großen
Parteien entweder mit fröhlichem Multikulti oder der Hoffnung, es
werde sich schon irgendwie einrenken, herumgemogelt haben.
Gleichzeitig aber erschwert der Bundesbanker mit SPD-Parteibuch und
ausgeprägtem Sendungsbewusstsein eine unvoreingenommene Debatte.
Spätestens mit der abstruse ...
Ostsee-Zeitung: Wie teuer war der Wildschweinbraten? Kommentar zum Prozess um Merkels Grillparty 2006 mit US-Präsident Bush Die Polizei versiegelte Gullydeckel, observierte
Brutkästen von Singvögeln, tauchte in angrenzende Tümpel ab und
brachte Scharfschützen auf Dächern in Stellung. Mehr als 12 225
Beamte waren am 13. Juli 2006 im Einsatz, um dem damaligen
US-Präsidenten George W. Bush und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)
ein ungestörtes Grillvergnügen im ehemaligen sozialistischen
Vorzeigedorf Trinwillershagen zu ermöglichen. Ein epochales Barbecue,
das Spöt ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zu Stuttgart 21 Der Protest gegen das Großprojekt hat die eher
bürgerlich-bieder wirkenden Schwaben zu Zehntausenden auf die
Barrikaden getrieben. Und das will was heißen! Statt einer
europäischen Magistrale wollen die lieber gute Regionalverbindungen,
statt einer gesichtslosen Super-Station ihren denkmalgeschützten
Bahnhof behalten. Die Stuttgarter Bewegung ist mittlerweile zum
Inbegriff eines selbstbewussten Bürgerbegehrens gegen die etablierte
Politik geworden - gegen e ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zum Datenschutz am Arbeitsplatz So begrüßenswert es ist, dass der Gesetzgeber nun
endlich die Grauzonen beim Datenschutz am Arbeitsplatz aufhellt und
regelt, der Einzelne ist auch selbst gefordert. Jeder sollte mit
privaten Informationen im Internet sparsam und vorsichtig umgehen. Es
ist ja schön und gut, wenn Arbeitgebern das Ausspähen von sozialen
Netzwerken untersagt wird. Ob sie sich daran halten, ist kaum zu
überprüfen. Auch sind alle Beschäftigten klug beraten, den Computer
am Ar ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zum freiwilligen Zivildienst Es gibt keinen Grund, das absehbare Aus für den
Zivildienst zu beklagen. Im Gegenteil: Der Untergang des Alten birgt
die Chance für etwas Neues. So wie der Verteidigungsminister einen
freiwilligen - dann aber auch längeren und attraktiveren - Wehrdienst
anpeilt, so schlägt die zuständige Familienministerin einen
freiwilligen und ebenfalls aufgewerteten Zivildienst vor. Ihre
Gedanken gehen in die richtige Richtung. Zahlenmäßig werden die
Freiwilligen die ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zur Reduzierung der Bundeswehr Recht hat der Mann, und mutig ist Karl-Theodor zu
Guttenberg überdies. Mit der Reduzierung der Bundeswehr im
Allgemeinen und der des Heeres im Speziellen geht der
Bundesverteidigungsminister einen Schritt in die richtige Richtung.
Und er packt ein heißes Eisen an, denn die Traditionalisten im
Waffenrock haben ein sehr eigenes Selbstverständnis. Selbst ohne
Grundsatzdiskussion über die Sinnhaftigkeit einer deutschen Armee als
solche: Krieg ist mittlerweile eine technokr ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zu Steinmeier Und plötzlich ist alles andere unwichtig. Was den
SPD-Fraktionschef in diesen Tagen bewegt, fühlen alle Menschen, wenn
Angehörige schwer erkranken. Elke Büdenbender braucht eine neue
Niere, ihr Ehemann Frank-Walter Steinmeier kommt als Spender in
Betracht. Dieser hat getan, was man in diesem Fall vom Lebenspartner
erhofft und wohl auch erwartet. Was aber niemals selbstverständlich
ist. "Wir nehmen uns die Zeit, die wir brauchen". Der populäre
SPD-Ma ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG (Rostock) zur Atomdebatte: Vor einer Woche drohten die großen Vier - RWE,
Eon, Vattenfall und EnBW - mit der Abschaltung von Atommeilern, nun
malen sie per Zeitungsanzeige den Niedergang der Industrie und
Wohlstandsverlust an die Wand, wenn sie nur einen Bruchteil ihrer
Gewinne zur Haushaltssanierung und zur Förderung erneuerbarer
Energien abführen müssten. Im Grunde verlangen sie von Merkel eine
brutale Klientelpolitik. Die Kanzlerin macht gute Miene zur
Provokation der Atom-Wirtschaft, aber s ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG (Rostock) zur Atomdebatte: Vor einer Woche drohten die großen Vier - RWE,
Eon, Vattenfall und EnBW - mit der Abschaltung von Atommeilern, nun
malen sie per Zeitungsanzeige den Niedergang der Industrie und
Wohlstandsverlust an die Wand, wenn sie nur einen Bruchteil ihrer
Gewinne zur Haushaltssanierung und zur Förderung erneuerbarer
Energien abführen müssten. Im Grunde verlangen sie von Merkel eine
brutale Klientelpolitik. Die Kanzlerin macht gute Miene zur
Provokation der Atom-Wirtschaft, aber s ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zur Forderung nach Verkürzung des Jahresurlaubs Sechs Wochen Urlaub hat jeder Arbeitnehmer hier zu
Lande im Schnitt. Viel zu viel, klagen jetzt zwei
Unternehmerverbände, die für sich in Anspruch nehmen, für tausende
deutscher Mittelständler zu sprechen. Sie fordern: Der
Urlaubsanspruch soll gekürzt werden. Weil die Deutschen
Urlaubs-Weltmeister sind. Weil die Freizeit den Aufschwung bremst.
Man reibt sich verwundert die Augen angesichts dieser Behauptungen.
Die deutsche Wirtschaft legte im zweiten Quartal kr&aum ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zum FDP-Vorschlag zur Rente mit 60 Zunächst tippt man sich ja an die Stirn und fragt,
ob FDP-Fraktionsvize Heinrich Kolb recht bei Sinnen ist: Da reden
alle über die Erhöhung des normalen Rentenalters auf 67, und Kolb
fordert die Rente mit 60. Dabei ist der Mann kein Gewerkschafter, im
Gegenteil: Er ist mittelständischer Unternehmer. Mag sein, dass er
mit seinem Vorstoß in der "Welt" die aktuell wieder auflodernde
Diskussion über die Rente nutzen wollte, um die FDP mal mit einem
ande ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zur SPD/Rente mit 67 Neben dem Afghanistan-Einsatz gibt es wohl kaum
ein Thema, das Bürger und Politik so sehr spaltet wie die Rente mit
67. Nach einer aktuellen Umfrage können sich nur sieben Prozent der
Deutschen mit ihr anfreunden. Von daher tat SPD-Chef Sigmar Gabriel
gut daran, die von seinem Vorgänger Franz Müntefering in einer
parlamentarischen Blitzaktion durchgesetzte Reform zur Debatte zu
stellen. Doch wie es aussieht, kreißte ein Berg und gebar ein
Mäuschen. Bisher sc ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zu Klaus Ernst Dass die Berliner Bundesspitze so demonstrativ den
Schulterschluss mit ihrem Co-Vorsitzenden Klaus Ernst übt, zeigt, wie
brisant die Partei die Lage einschätzt. Eine Führungskrise käme ihr
sehr ungelegen, mussten doch erst im Frühjahr mühsam die Gräben
zwischen Ost- und West-Linken zugeschüttet werden.
Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch wurde weggemobbt, eine
vermeintlich stabile Doppelspitze mit dem West-Gewerkschafter Ernst
und der Ost- ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zu Merkel Angela Merkel hat sich resolut aus der
Sommerfrische in den Dolomiten zurückgemeldet. Ihren frisch ins Amt
eingeführten Regierungssprecher Steffen Seibert ließ die Kanzlerin
eine neue Steuersenkungsdebatte beenden, bevor die überhaupt beginnen
konnte. Hat die Kanzlerin nicht nur einen neuen Sprecher, sondern
sich auch gleich selbst ein neues, nämlich energisches Auftreten
verordnet? Die für Merkels Verhältnisse prompte und überaus deutliche
Absage an ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zur Wehrpflicht Zwar soll die Wehrpflicht offiziell nur ausgesetzt
und damit dem Umstand Rechnung getragen werden, dass das Grundgesetz
nicht verändert werden muss. Aber der Plan, nur noch junge Männer
einzuziehen, die sich freiwillig melden, bedeutet in der Praxis, dass
es bald keine nationale Pflicht zum Dienst an der Waffe mehr gibt.
Die Bundeswehr muss nun das Kunstück vollbringen, auf der einen Seite
schlanker und effektiver zu werden, auf der anderen attraktiver,
damit die Schar der Fre ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zu Jan Ullrich Im Namen des Volkes: Jan Ullrich ist ein Lügner.
Zu diesem Schluss muss man nach der gestrigen Entscheidung des
Landgerichts Hamburg kommen. Für Ullrich wird es nun Zeit, zu
beichten und seine Vergangenheit offen und ehrlich aufzuarbeiten. Er
könnte sich damit von einer Last befreien und einen Anteil daran
leisten, seinen Sport zu säubern. Verlieren kann er ohnehin nichts
mehr. Aber er könnte seine Glaubwürdigkeit zurückgewinnen.
Pressekontakt:
Ostsee- ...
Ostsee-Zeitung: Vorabmeldung der OSTSEE-ZEITUNG Rostock: Schwesig fordert mehr Unterhaltsvorschuss vom Staat, ACHTUNG! SPERRFRIST BIS 20.30 Uhr!!! Schwerin (OZ) Die stellvertretende
Bundesvorsitzende der SPD, Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin
Manuela Schwesig (SPD), fordert mehr staatlichen Unterhaltsvorschuss
für Kinder von alleinerziehenden Müttern. Der OSTSEE-ZEITUNG
(Donnerstagausgabe) sagte Schwesig, die maximale Bezugsdauer des
Unterhaltsvorschusses müsse verlängert und die Altersgrenze von zwölf
Jahren angehoben werden. 2009 musste Mecklenburg-Vorpommern an
alleinerziehende Mütter 25,7 Mill ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zum Urteil "Storch Heinar" Es ist ein weises Urteil, das auf der Hand lag. Es
ist zu offensichtlich: Ein zerzaustes Federvieh mit Hitlerbärtchen
und Wehrmachtshelm ähnelt in keiner Weise dem Andreaskreuz, das auf
"Thor Steinar"-Kleidungsstücken zu finden ist. Die Jungsozialisten um
Initiator Mathias Brodkorb haben gestern einen weiteren Sieg
errungen. Ihre Hitler-Persiflage ist ein Aushängeschild der
Initiative "Endstation Rechts" aus Mecklenburg-Vorpommern. Die Erlöse
aus ...
Ostsee-Zeitung: Vorabmeldung der OSTSEE-ZEITUNG: Sellering der illegalen Parteienfinanzierung beschuldigt Schwerin (OZ) Im Streit um parteibezogene Umfragen
gerät jetzt auch Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschef Erwin
Sellering (SPD) unter Druck. FDP-Landeschef Christian Ahrendt sagte
der OSTSEE-ZEITUNG (Donnerstagausgabe), er habe Bundestagspräsident
Norbert Lammert (CDU) gebeten, eine Umfrage der Schweriner
Staatskanzlei aus dem Jahr 2009 zu prüfen. Nach Ansicht Ahrendts
handelt es sich bei der so genannten Image-Umfrage Sellerings um eine
illegale Form der Parteienfinanzierun ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zur Rente mit 67 Viele in der SPD würden der Rente mit 67 am
liebsten ein für alle mal abschwören. Ihr zentrales Argument lautet,
es gebe gar keine Arbeit für Ältere. Heute ist das leider oft so.
Aber die Renten-Altersgrenze von 67 Jahren soll ja auch erst 2029 (!)
erreicht werden. Was jetzt bei den Lehrstellen beginnt, wird dann für
Arbeitsplätze allemal gelten: Stellenangebote überwiegen die Gesuche.
Die Unternehmen werden es sich dann nicht mehr leisten können, ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zur Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke Die Stromversorgung der industriestarken Südländer
basiert auf Atom. Wenig hat sich daran in den vergangenen Jahren
geändert. Entsprechend ruppig rempeln die Ministerpräsidenten Horst
Seehofer, Stefan Mappus und Roland Koch ihren Parteifreund Röttgen
an, der nur einen kleinen Nachschlag für die Reaktoren gewähren will.
Ginge es nach Seehofer, gäbe es überhaupt keine Laufzeitbegrenzung.
Unabhängig davon, ob man Atomkraft für sicher und be ...
Ostsee-Zeitung: Vorabmeldung der OSTSEE-ZEITUNG Rostock: Land droht Millionenschaden durch falsche Bescheinigungen In der Affäre um erschlichene Subventionen im
Wohnungsbau droht Mecklenburg-Vorpommern ein finanzieller Schaden in
Millionenhöhe. Das Verwaltungsgericht Greifswald gab am 29. Juli
einem Bauherrn aus Altenpleen (Nordvorpommern) Recht, der gegen die
Rückzahlung von illegal erworbenen Zulagen in Höhe von 5400 Euro
geklagt hatte. In der Urteilsbegründung, die der OSTSEE-ZEITUNG
vorliegt, heißt es, die Gemeinde Altenpleen habe die
Rückforderungsfrist von ein ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zu Afghanistan Spätestens der Coup der Wikileak-Aufklärer, die
Tausende Geheimdokumente über die brutale Banalität des Krieges
zugänglich machten, haben auch dem letzten Schönwetter-Krieger die
Augen geöffnet. Das Feigenblatt des "guten Krieges" - der schlechte
fand im Irak statt - ist gefallen. Bei der Schlacht um die
öffentliche Meinung kann es daher nicht mehr nur um militärische
Siege oder um die Zahl getöteter Taliban gehen. Die Frage nach ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zu Spenden Seit Jahren spenden der Microsoft-Gründer Bill
Gates und die Investorenlegende Warren Buffett Milliarden, die summa
summarum sogar das Bruttosozialprodukt einiger Staaten übertreffen.
Nun sind sie dabei, eine Handvoll US-Milliardäre zusammenzutrommeln,
die mindestens die Hälfte ihres Vermögens wohltätigen Einrichtungen
vermachen sollen. 40 reiche Gönner sind es bereits. Und schon gibt es
auch hierzulande ein paar Politiker, die die 53 deutschen Milliard&au ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zu Blutdiamanten Nein, es ist keine Geschichte von der Schönen und
dem Biest. Die Schöne ist selbst ein Biest. Nicht nur, weil sie
früher ihre Angestellten malträtierte und jetzt davor
zurückschreckte, Taylor direkt als Blutdiamanten-Händler zu
kompromittieren. Campbell hat - wenn auch unfreiwillig - die ganze
künstlich-sterile Welt der Topmodels auf den Boden der Realität
gezerrt. Einer Welt, in der Moral und Verantwortung offensichtlich
wenig gelten, in der die Sh ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zur Sicherungsverwahrung Um es klar zu sagen: Niemandem ist mit der
jetzigen Situation geholfen. Den Entlassenen nicht, weil sie sich
oftmals selbst als "tickende Zeitbomben" empfinden, die mit der
ungewohnten Freiheit nicht umzugehen wissen. Dem Staat nicht, weil er
unmöglich über Jahre mit Heerscharen von Polizisten Dutzende von
Schwerverbrechern beschatten kann. Und der Öffentlichkeit sowieso
nicht, weil sie ein Recht darauf hat, vor drohender Gefahr geschützt
zu werden. Und zwar r ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zum Wechselkennzeichen Details der Neuregelung liegen zwar noch nicht
vor. Bund und Länder sollten den Geltungsbereich des neuen
Kennzeichens aber möglichst breit anlegen. Und wird so, entsprechend
der eigentlichen Absicht des Bundesverkehrsministers, auch die
Anschaffung von sparsamen Zweit- oder Drittfahrzeugen gefördert, umso
besser. Für die Umwelt und für die Wirtschaft.
Pressekontakt:
Ostsee-Zeitung
Thomas Pult
Telefon: +49 (0381) 365-439
thomas.pult@ostsee-zeitung.de
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Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zu Westerwelle Westerwelles größter Fehler war, seinem Ziehvater
Hans-Dietrich Genscher nachzueifern und nach dem Außenministerium zu
greifen. Dieses Amt passt nicht zu seiner schillernden politischen
Vita und seiner berüchtigten scharfen Zunge. Westerwelle ist ein
Antreiber und darf jetzt keiner mehr sein. Aber noch hat die FDP
keinen anderen. Sie wirkt derzeit kopflos. Das Schicksal des
Parteivorsitzenden und Außenministers wird sich voraussichtlich im
nächsten Jahr en ...
Ostsee-Zeitung: Vorabmeldung der OSTSEE-ZEITUNG: Caffier verlangt mehr Führung von Merkel Der Landeschef der CDU in Mecklenburg-Vorpommern,
Innenminister Lorenz Caffier, hat massive Kritik an der Arbeit der
schwarz-gelben Bundesregierung geübt. Angesichts unverändert
schlechter Umfrage-Werte für CDU und FDP verlangte Caffier von
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) "mehr Führung" und "klare
Worte". Der OSTSEE-ZEITUNG (Donnerstagsausgabe) sagte Caffier, er
wünschte sich, "dass die Kanzlerin mehr mit der Faust auf den Tisch
haut ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zum Führerschein mit 17 Die 18- bis 24-Jährigen gelten als die größte
Problemgruppe im Straßenverkehr. Wegen mangelnder Fahrpraxis machen
sie viele Fehler, zudem schätzten sie sich und Gefahrensituationen
häufig falsch ein. Der Führerschein mit 17 gibt Jugendlichen die
Chance, an der Seite eines Erwachsenen, Fahrpraxis zu sammeln und
Selbstvertrauen hinterm Steuer zu gewinnen. Keine Frage, das neue
Gesetz bedeutet mehr Sicherheit auf den Straßen.
Pressekontakt:
Ostsee ...
Ostsee-Zeitung: De Maiziere plant Gesetz zur Sicherheitsunterbringung Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Hiermit übermitteln wir Ihnen eine Vorabmeldung der
Ostsee-Zeitung, in der sich Bundesinnenminister de Maiziere zu
Einzelheiten der künftigen "Sicherheitsunterbringung" von
gefährlichen Straftätern nach ihrer Haftentlassung äußert.
Zu Ihrer Verwendung.
Mit freundlichen Grüßen
Ostsee-Zeitung
Chef vom Dienst
Tel: 0381 365 439
Bundesinnenminister de Maiziere: Gesetz über neue
Sic ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zu Stromkonzerne Selbst wenn die aufgedeckte Masche nicht wirklich
neu ist - nämlich die Ignorierung sinkender Preise an der Strombörse
bei der Berechnung der Kunden-Entgelte - bestätigt sie einen
Missstand, über den die Politik seit Jahren nur lamentiert: Auf dem
deutschen Strommarkt gibt es keinen echten Wettbewerb. Im Gegenteil.
Nach wie vor wird der von vier Großkonzernen dominiert, ist das Land
wie in Besatzungszonen eingeteilt. Selbst die Mehrzahl der Stadtwerke
ist durch Li ...
Ostsee-Zeitung: Kachelmann/Interviews/Prozess Schuld oder Unschuld werden weder in Interviews
noch in Debattier-Klubs festgestellt, und die voyeuristische Lust auf
unappetitliche Details aus Kachelmanns Liebesleben sollte inzwischen
auch gestillt sein. Der Unterhaltungsfaktor ist - vorsichtig
ausgedrückt - ohnehin gering: entweder Kachelmann lügt und ist ein
Vergewaltiger, oder seine Ex-Partnerin lügt und ist schwer krank.
Amüsant ist beides nicht. Verschont uns, möchte man also rufen;
schweigt und überla ...
Ostsee-Zeitung: Bundesregierung/Hartz IV Die Regelleistung soll es Bedürftigen möglich
machen, ein menschenwürdiges Leben zu führen. Daran hat das
Verfassungsgericht erinnert und von der Bundesregierung eine
schlüssige Berechnungsmethode verlangt. Das heißt: Hartz IV ist nicht
abhängig von anderen Variablen wie der Rentenentwicklung oder
irgendeinem Abstand zu Löhnen, sondern allein der Bedarf gibt die
Höhe vor.
Das leuchtet ein, hat aber Folgen. Sozialfälle können kü ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zur elektronischen Fußfessel Das Konzept der Bundesjustizministerin wird
besorgte Menschen in Städten wie Lübeck oder Hamburg, wo jetzt
freigelassene Sextäter unterkamen, kaum beruhigen. Aber es beschreibt
einen Ausweg aus dem komplizierten Problem. Entstanden ist es wegen
der rechtstaatlich unsauberen Anwendung der nachträglichen
Sicherheitsverwahrung in der Vergangenheit. Die einfachen Lösungen
sind eben oft die falschen.
Pressekontakt:
Ostsee-Zeitung
Thomas Pult
Telefon: +49 (0381) 365-43 ...
Ostsee-Zeitung: Nordic Yards/Jussufow/Wismar/Warnemünde/Mobilfunk Der russische Eigner der Nordic-Werften in Wismar
und Warnemünde, Witalij Jussufow, steht vor dem milliardenschweren
Einstieg in den russischen Mobilfunk-Markt. In einem Brief an den
russischen Präsidenten Dmitri Medwedew warnen die drei bislang
führenden Mobilfunk-Anbieter Russlands vor der geplanten Vergabe
neuer, heiß umkämpfter 4G-Frequenzen an den "Newcomer", berichtet die
in Rostock erscheinende "Ostsee-Zeitung" (Freitagausgabe). Der
russ ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zum Atompoker Zehn Jahre Extra-Laufzeit - das wären
Zusatzgewinne von 50 bis 60 Milliarden Euro. Tatsächlich stehen diese
Zahlen im Mittelpunkt der Diskussion. Längst geht es nicht mehr um
die Grundsatzentscheidung pro oder kontra Kernkraft. Eher schon um
die Frage, wie heftig die Stromerzeuger zur Kasse gebeten werden.
Alles also nur eine Frage des Geldes? Wohl kaum. Nach wie vor ist die
Mehrheit der Deutschen für den Atomausstieg. Zu groß ist die Angst
vor den Risiken der Tech ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zu Kachelmann Der Fall Kachelmann wirft Fragen auf, denen man
sich kaum entziehen kann. Darf man vor der Kamera als der nette
Sonnenschein-Verkäufer auftreten und dann im wahren Leben jemand
völlig anderes sein? Dürfen persönlicher Wille und öffentliche
Vorstellung auseinander fallen? Ja, dürfen sie. Es geht niemanden
etwas an, was man privat macht, denkt oder fühlt. Darauf hat die
Öffentlichkeit keinen Anspruch, dafür hat sie nicht bezahlt. Auch im
Fall J&o ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zu Love Parade Zu fragen ist allerdings, ob man die Love Parade
für immer absagen muss. Die Entscheidung ist unter dem Eindruck des
Grauens und der Trauer verständlich, sicher auch unter dem Druck, der
sich vor dem Veranstalter immer mächtiger aufgebaut hat. Aber sie ist
nicht zwingend. 1985 wurden im Brüsseler Heysel-Stadion beim
Europacup-Finale 39 Menschen zu Tode gequetscht und 400 verletzt, vor
zehn Jahren starben beim Festival in Roskilde neun Menschen vor der
Bühne, aber es ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zu Afghanistan 92 000 geheime US-Dokumente haben die
Wikileaks-Macher ins Internet gestellt und damit die traurige
Realität auf den Schlachtfeldern am Hindukusch offengelegt, die
verräterischen Machenschaften des pakistanischen Geheimdienstes
aufgedeckt, die Naivität der Bundeswehr bloßgestellt, den zur Schau
getragenen Optimismus westlicher Politiker widerlegt. Dabei haben
diese der internationalen Öffentlichkeit gerade erst ihre Zuversicht
bekundet, dass Afghanistan bis 2014 ...
Ostsee-Zeitung: Love Parade/Duisburg/Ermittlungen Stadt und Sicherheitsbehörden verschanzten sich
gestern hinter Mauern aus amtsdeutschen Begriffen. Dabei wurde in
Internet-Foren des Ruhrgebiets schon Tage vor der Love Parade
deutlich davor gewarnt, dass es Tote geben könnte, wenn sich nichts
am Konzept ändere. Es sieht so aus, als hätten die Blogger aus dem
Bauch heraus die Lage besser eingeschätzt als die Planer der Love
Parade, denen Zahlen zur Verfügung standen. Aber was für welche?
Nicht mal im Ans ...
Ostsee-Zeitung: Neonazis/Schwesig/Kita Die stellvertretende SPD-Bundeschefin und
Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig,
schiebt rechtsextremer Unterwanderung von Erziehungsstätten im
Nordosten einen Riegel vor. Ein so genannter Radikalenerlass soll ab
sofort verhindern, dass die Verantwortung für private Kindergärten in
die Hände von Neonazis oder NPD-Mitgliedern fällt, berichtet die in
Rostocj erscheinende "OStsee-Zeitung" (Montagausgabe).
Schwesig stellt den " ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zu Ausrüstungsmängeln bei der Bundeswehr Wenn die Sache nicht so todernst wäre, könnte man
sich damit trösten, dass die Bundeswehr ja offiziell gar nicht im
Krieg steht, sondern lediglich einem "kriegsähnlichen Zustand"
ausgesetzt ist - halt wie in einem Feldlager. Allerdings ist
Afghanistan nicht die Lüneburger Heide, und die Taliban sind nicht
die Kameraden von der Nachbarkompanie mit den roten Armbinden. Am
Hindukusch wird gestorben, werden Menschen verstümmelt - auch, weil
die Truppe n ...
Ostsee-Zeitung: Merkel/Bilanz/Sommerpause Wenn es einen Oscar fürs Schön- und Klein-Reden
gäbe, Angela Merkel wäre mit ihrer gestrigen Zwischenbilanz für rund
neun Monate Schwarz-Gelb die erste Anwärterin auf einen solchen
Preis. Auffällig gelassen hat die Regierungschefin das Tohuwabohu in
der Bundesregierung zum kleinen Gekappel herunter geredet.
Den Streit über Sparpaket, Finanzmarktkontrolle, Kernenergie,
Gesundheitsreform, Wehrpflicht oder jüngst das Elterngeld betrachtet
sie g ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zu Joachim Löw Alle Bedenken, alle Ängste waren umsonst. Fußball-
Deutschland behält seinen Bundestrainer und atmet auf. Aber mal
ehrlich: Alles andere als eine Vertragsverlängerung mit diesem Coach
wäre eine kaum erklärbare Farce gewesen. 20 Jahre nach dem WM-Titel
von Italien mit einer Lichtgestalt namens Beckenbauer an der Spitze
hat der deutsche Fußball wieder jemanden, dem man den großen Wurf
zutrauen darf. Einer, der Sachverstand, Stehvermögen und Glei ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zum umstrittenen Brokkoli-Patent EP1069819. Die Nummer hat es in sich. Wenn das
Europäische Patentamt in München das mit dieser Kennziffer versehene
Brokkoli-Patent anerkennt, ist der Damm gebrochen. Dann werden nicht
nur gentechnisch veränderte Pflanzen und Tiere massenhaft
monopolisiert, sondern auch konventionell gezüchtete. Dann könnten
große Saatgutkonzerne wie Monsanto, Syngenta oder DuPont
mitentscheiden, wer welche Gemüsesorte züchten darf, wer damit
handeln soll, wie gro& ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zur Debatteüber Volksentscheide Das Volk zu dumm und unreif für wirkliche
Demokratie? Da kann man nur lachen. Schon deshalb, weil die auf
Landesebene möglichen Volksentscheide das Gegenteil bezeugen. Weder
ist es in den 16 Bundesländern zu einer Inflation dieser Voten
gekommen noch zu populistischen Initiativen. Es geht nicht darum, das
Parlament arbeitslos zu machen. Über die ganz große Zahl der Gesetze
werden weiter die Abgeordneten zu entscheiden haben.
Aber so wie die Bürger in ihrer ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zur Afghanistan-Konferenz Trotz aller Versuche, den Krieg zu
"afghanisieren", wird Washington weiter seiner eigenen Agenda folgen.
Und die schließt eine Spaltung des Landes ganz nach dem
macchiavellistischen Prinzip "Teile und herrsche" nicht aus. Nach
einer internen US-Studie könnte auf der Linie, die die
Taliban-freundlichen Paschtunen von den übrigen Völkerschaften
trennt, demnächst ein Eiserner Vorhang runtergehen. Das Land wäre
geteilt und Pakistan hätte ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG (Rostock) zum Rücktritt Ole von Beusts: Die größte Regierungspartei irrlichtet. So wenig
inhaltliche Führung war noch nie. Aber auch die CSU ist vor allem mit
sich selbst beschäftigt, und Westerwelles Liberale siechen ratlos vor
sich hin.
Das Vakuum in Union und Koalition verhindert am ehesten noch der
unverdrossene Wolfgang Schäuble. Mit klaren bis brutalen
Haushaltsvorgaben bestimmt der Bundeskassenwart den politischen Kurs.
Merkel scheint das widerspruchslos hinzunehmen. Beusts Rückzug deutet
a ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG (Rostock) zum Mordprozess Dominik Brunner: Der Tod des Dominik Brunner hatte damals
deutschlandweit für Bestürzung gesorgt. Der bayerische Manager hatte
sich im September 2009 auf einem Münchner S-Bahnhof schützend vor
vier Schüler gestellt. Stunden später war Brunner tot. Nun, während
sich die gerichtsbekannten Schläger im Prozess verantworten müssen,
sorgt der Fall erneut für Aufsehen. Offenbar hatte Brunner in der
Extremsituation damals zuerst zugeschlagen und überdies erl ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zum Hitzechaos bei den ICE-Zügen der Bahn Der Klimawandel als Sündenbock setzt nun allem die
Krone auf, was bisher an Entschuldigungen in die Welt gesetzt wurde,
wenn mal wieder am pannenträchtigen Paradezug etwas aus dem Ruder
lief. Natürlich ist die Bahn nie selbst schuld. Wartung? Alles
prächtig, findet Personenverkehrs-Vorstand Ulrich Homburg. Glaubt
kein Mensch mehr, spätestens seit die Bahn erst vom
Eisenbahnbundesamt gezwungen werden musste, die
Untersuchungsintervalle für die ICE-Radsätze ...
Ostsee-Zeitung: VORABMELDUNG DER OSTSEE-ZEITUNG Rostock: Missbrauchsbeauftragte Bergmann für Wegfall von Verjährung bei Kindesmissbrauch Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!
Wir senden Ihnen hiermit eine Vorabmeldung der Ostsee-Zeitung. Die
Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Christine Bergmann,
spricht sich im Interview für den völligen Wegfall von
Verjährungsfristen bei Kindesmissbrauch aus.
Zu Ihrer Verwendung.
Mit freundlichen Grüßen
Ostsee-Zeitung
Chef vom Dienst
Tel: 0381 365 439
Missbrauchsbeauftragte Bergmann für völligen Wegfall von
Verjähr ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zum Mindestlohn in der Pflegebranche Warum eigentlich werden Menschen, die sich um Alte
oder Kranke kümmern in Ost und West unterschiedlich bezahlt? Die
Tätigkeit unterscheidet sich diesseits und jenseits der Elbe nicht,
die Lebenshaltungskosten auch nicht mehr. Deshalb: Vernünftig wäre
ein gleicher Mindestlohn für alle. Mit dem Beschluss für die Pflege
ist der Flickenteppich für Lohnuntergrenzen zudem noch größer
geworden. Ob zum Beispiel Bau oder Elektro, Abfallwirtschaft oder
G ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zur Minderheitsregierung in NRW Der parlamentarische Erfolg, sogar das politische
Überleben der Koalition der Willigen, hängt am seidenen Faden.
Rot-Grün in NRW hat sich nämlich nicht nur auf eine gigantische
Neuverschuldung, sondern auch auf das gewagte Experiment einer
Minderheitsregierung eingelassen. Das heißt, SPD und Grüne müssen
nicht allein die eigenen Truppen bei der Stange halten, sie sind bei
jeder Abstimmung auf wenigstens eine Stimme der Linken, von CDU oder
FDP angewiese ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zu Atom-Auktionen Nicht nur bei der Bahn brennen die Klimaanlagen
durch. Auch in Berlin schlägt die Hitze offenbar einigen aufs Gemüt.
Anders lässt sich die Idee der Versteigerung von
Atomkraftwerk-Laufzeiten nicht erklären. Norbert Röttgen erweist sich
einmal mehr als "schneller Brüter" der Christdemokraten. Noch im
Februar empfahl er seinen Parteikollegen, nicht länger an der
Kernkraft festzuhalten. Die reagierten fassungslos. Am Ende pfiff die
Kanzlerin ihren M ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zur deutschen Reisediplomatie Sommerzeit ist Reisezeit. Während es viele Bürger
jetzt nach Frankreich, Italien oder Österreich zieht, konzentriert
sich die deutsche Reisediplomatie auf den Osten. Bundespräsident
Wulff weilte gestern in Warschau, Kanzlerin Merkel hebt heute
Richtung Russland, China und Kasachstan ab und Außenminister
Westerwelle checkt über Russland nach Zentralasien durch. Deutschland
- als Transatlantik-Partner und EU-Mitglied im Westen fest verankert
- tut gut daran, st ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zur Homöopathie-Debatte Der heiße Sommer lässt in Berlin Mitte seltsame
politische Blasen entstehen. Denn mehr als eine Blase, die
hoffentlich bald platzt, ist die Diskussion um die Streichung der
Homöopathie aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Kassen nicht.
Denn sie lenkt nur ab von den nach wie vor ungelösten Problemen im
Gesundheitssystem, von der fehlenden politischen Kraft, die echten
Sparmöglichkeiten auszuschöpfen. Die Kassen halten sich zwar zurück
mit Informatio ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zu BP BP ist systemrelevant. Weniger finanziell, vor
allem aber politisch. BP - hervorgegangen aus der von Winston
Churchill so protegierten Anglo-Persian Oil Company, die über
Jahrzehnte die britische Flotte mit Öl versorgte - ist für London
mehr als ein Überbleibsel des verlorenen Empires. Bis heute steht der
Konzern für die Wahrung globaler außenpolitischer Interessen. Er
grenzt die Abhängigkeit des Westens gegenüber der Macht russicher
Energieunterneh ...
Ostsee-Zeitung: Sport/Fußball-Weltmeisterschaft/Südafrika Die Südafrikaner haben allen Skeptikern
eindrucksvoll vor Augen geführt, dass sie in der Lage sind, alle
Probleme, die mit der Organisation und Ausrichtung eines
Mammut-Turniers verbunden sind, bravourös zu bewältigen. Das Land war
in den WM-Wochen im Ausnahmezustand. Nicht etwa wegen eines
überbordenden Kriminalitätsproblems, oder eskalierender etnischer
Spannungen. Sondern wegen des Fußball-Volksfestes, das den Vergleich
mit der Mutter aller Weltmeiste ...
Ostsee-Zeitung: Bahn/Hitze/ICE-Panne Sicher: Bei 1400 Bahn-Fernverbindungen täglich
kann man die jüngsten Stör- als bedauerliche Ausnahmefälle abtun.
Doch die Bahn sollte sich hüten, die Pannen allzu rasch zu den Akten
zu legen. Will sie sich gegenüber den Billigfliegern als echte
Konkurrenz positionieren und dem sich im Aufbau befindlichen
Fernbus-Verkehr künftig Paroli bieten, muss sie mit dem punkten, was
ihr quasi in die Wiege gelegt wurde: das Vertrauen in Komfort,
Service und Sicherhe ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zum Agentenaustausch Russland-USA Weder Moskau noch Washington wollen das politische
Tauwetter durch zähe Gerichtsverhandlungen und peinliche Enthüllungen
gefährden. Beide haben Großes vor. Sie wollen gemeinsam ihr teures
Nuklearwaffen-Arsenal abrüsten und bei Terrorbekämpfung,
Energiesicherheit und Klimaschutz den Gleichschritt proben.
Washington drängt in Afghanistan und Nahost, beim Korea- und
Iran-Konflikt auf russische Schützenhilfe. Moskau wiederum ist auf
Amerikas Goodwill bei ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zu Moped-Führerschein Das Argument von Schwarz-Gelb, mit dem Vorstoß dem
Beispiel Österreichs folgen zu wollen, ist geradezu grotesk. Dort
formiert sich nach explodierenden Unfallzahlen 15-jähriger
Rollerfahrer der Widerstand. Sicherheitsexperten würden die
"Katastrophe Moped 15" dort lieber heute als morgen beenden. Die
Pläne sollten hierzulande schnellstens kassiert und als Sommertheater
abgetan werden. Alles andere wäre politische Fahrlässigkeit!
Pressekontakt:
...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zu Guantanamo Seien wir ehrlich: Die Europäer insgesamt haben
keine glorreiche Rolle im Anti-Terrorkampf gespielt, wenn es um die
Wahrung von Menschenrechten ging. Amerikas Ex-Präsident Bush hat
illegale Inhaftierungen, Misshandlungen und Folterungen geduldet,
wenn nicht sogar angeordnet. Die Welt wusste das. Doch Proteste von
höchster Stelle gab es entweder nicht oder sie wurden vom Rauschen um
die "uneingeschränkte Solidarität" übertönt. Deswegen sind jetzt ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG (Rostock) zur Reform der Krankenkassenbeiträge Operation gelungen, Patient gerettet, aber noch
lange nicht gesund. So lässt sich der jetzt gefundene Kompromiss zur
Finanzreform im Gesundheitswesen zusammenfassen. Wenn keine neue
internationale Finanz- oder Wirtschaftskrise dazwischenkommt, dürfte
das drohende Finanz-Desaster der gesetzlichen Krankenversicherung im
kommenden Jahr erst einmal gebannt sein. Gemessen an den Problemen im
Gesundheitswesen ist das Maßnahme-Bündel aber nur eine Notlösung: Es
löst ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zur deutschen Nationalelf Wenn die Mannschaft weiterhin so auftritt, wird
die Euphorie, der Enthusiasmus und die Verwunderung über die
Generation der jungen Phänomene andauern. In dieser Verfassung kann
Deutschland jeden Gegner bezwingen. So ist der 4. Weltmeistertitel
zum Greifen nah. Aber Vorsicht! Noch ist nicht alles erreicht.
Bodenhaftung ist gefragt. Die souveränen Siege in Achtel- und
Viertelfinale dürfen die Spieler nicht übermütig werden lassen. Löws
Job ist es, die Konz ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zu höheren Krankenkassenbeiträgen Die Klatsche für Schwarz-Gelb bei der
Bundespräsidentenwahl hat offenbar gewirkt: Die Koalitionäre sind
plötzlich bereit, sich zügig auf sinnvolle Maßnahmen gegen das
drohende Elf-Milliarden-Defizit bei den gesetzlichen Krankenkassen zu
einigen. Die Erhöhung des allgemeinen Beitragssatzes, kombiniert mit
maßvollen und sozial abgefederten Zusatzbeiträgen für die
Kassenmitglieder, wäre zwar kein großer Wurf, aber ein Sieg der
Ver ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zur ersten Rede des neuen Bundespräsidenten Christian Wulff Gewiss, Wulff hat nicht das rednerische Talent
eines Joachim Gauck. Seine Rhetorik ist trocken. Und ja doch, die
Rede war auch mit vielen Gemeinplätzen und Unverbindlichkeiten
gespickt. Geschenkt. Aufhorchen ließen andere Passagen. Der
Christdemokrat Wulff hat den Millionen Menschen anderer Herkunft und
Nationalität, die bei uns leben, die Hand ausgestreckt. Er hat sie
willkommen geheißen und als Bereicherung für "unsere bunte Republik
Deutschland"gew& ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG (Rostock) zur Bundespräsidentenwahl Warum sollen die Deutschen ihren Bundespräsidenten
nicht endlich selbst wählen? Dass die Alliierten und die Väter des
Grundgesetzes nach dem Zweiten Weltkrieg dem deutschen Volk
misstrauten und mit der Bundesversammlung ein überaus merkwürdiges
Konstrukt der Willensbildung schufen, ist nachvollziehbar. Aber nach
sechs Jahrzehnten daran festzuhalten, ist Ausdruck des Misstrauens
gegen das eigene Volk. Eine Direktwahl würde dem Amt, das die
Politiker verbal zwar ...
Ostsee-Zeitung: Bundespräsident/Wulff/Merkel Die Frage, wer der bessere Präsident sein würde,
stellt sich zwar nicht mehr. Christian Wulff zieht jedoch beschädigt
ins Schloss Bellevue. Das ist nicht seine Schuld, sondern die Angela
Merkels. Sie wollte ihren Kandidaten auf Biegen und Brechen
durchsetzen, um Stärke zu demonstrieren. Wie steht sie jetzt da?
Für CDU, CSU und FDP ist nun zwar die Bundespräsidentenwahl
gelaufen. Die Probleme aber bleiben. Es fehlt die Führung, es fehlen
mitreiße ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zum CDU-Vorschlag eines IQ-Tests für Einwanderer Abgesehen davon, dass man "die Intelligenz"
ohnehin nicht messen kann und so mancher sie mit Bildung oder Wissen
(nach eigener Lesart am liebsten) verwechselt: Das Perfide an diesen
Sommerlochtiraden ist zum einen, dass da mal eben schnell die
Sündenböcke für die Krise gebrandmarkt werden: die Zuwanderer. Zum
anderen wird die Debatte, wieso es in deren Kreisen zweifellos
besondere Probleme gibt, flugs ethnisiert. Dass es aber
gesellschaftliche Versäumnisse si ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zum WM-Spiel Deutschland - England So macht die Fußball-Weltmeisterschaft Spaß! Und
so darf es für die DFB-Elf bis zum Finale am 11. Juli gern
weitergehen. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat dem
Erzrivalen eine Lehrstunde erteilt. Von der zwischenzeitlichen
Verunsicherung nach dem Anschlusstreffer mal abgesehen, war das
schnörkelloser Angriffsfußball mit technischer Brillanz. Müller,
Özil, Schweinsteiger und Co. stehen für den wohltuenden
Generationswechsel. Die jun ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zum G8-Gipfel Was für ein Aufwand für so magere Ergebnisse. 19
000 Polizisten schützten eine Handvoll Politiker. Jede Sekunde, die
sich die Staats- und Regierungschefs in Kanada trafen, kostete 3000
Euro. Gesamtaufwand der "Gipfelitis": 970 Millionen Euro. Für diese
(Un-)Summe hätten im Kongo acht Millionen Mädchen fünf Jahre lang
eine Schule besuchen oder 50 Millionen Menschen in der Dritten Welt
Zugang zu sauberem Trinkwasser erhalten können. Es ist Ze ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zur Bundespräsidentenwahl Selbstverständlich sind die 1244 Frauen und
Männer, die das deutsche Staatsoberhaupt wählen, frei. Allerdings nur
auf dem Papier, nach dem Gesetz. In Wirklichkeit wird diese
Wahlfreiheit jedoch dermaßen von Parteiinteressen geknechtet, dass
sie zur Farce wird. Die Präsidentenwahl ist zum Objekt der
Parteienbegierde und des Machterhalts geworden. Das war seit 1949
zwar schon häufig so, doch diesmal ist der gesellschaftliche
Überdruss besonders groß. ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zu Kubickis Kritik an Westerwelle Wolfgang Kubicki ist immer für eine Schlagzeile
gut. Der Kieler FDP-Landeschef ist ein Freund der klaren Worte - und
irritiert dabei nicht nur den politischen Gegner. Auch im eigenen
Lager gilt er als unberechenbar. Was der smarte Rechtsanwalt jetzt
kurz vor dem Krisentreffen in einem Interview vom Stapel lässt, ist
selbst für Kubickis Verhältnisse bemerkenswert: Eine
Fundamentalkritik am Erscheinungsbild der Bundespartei, eine
schallende Ohrfeige für Guido Wester ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zur Sterbehilfe Juristisch ist ein klärendes Wort gesprochen. Der
Wille eines todkranken Menschen, nicht mehr künstlich am Leben
erhalten zu werden sondern in Würde sterben zu können, ist demnach
höher zu bewerten als die vermeintliche Verpflichtung,
lebenserhaltende Maßnahmen bis zum bitteren Ende durchzuführen.
Anders gesagt: Mit anderen Worten: Das Selbstbestimmungsrecht des
Menschen hat über den Tod hinaus Anerkennung gefunden. Endlich, sagen
viele. Und wer jet ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zum Konflikt zwischen Merkel und Obama in Toronto Ein bisschen wird das kanadische Toronto ab heute
zum Wilden Westen. Schon vor dem Gipfel der Staats- und
Regierungschefs aus den wirtschaftsstärksten Ländern der Welt ist
knisternde Spannung spürbar, wirft ein Duell seinen Schatten voraus.
Alle warten auf den transatlantischen Showdown zwischen Deutschland
und den USA, zwischen "amerikanischem Luftikus" und "schwäbischer
Hausfrau". Während US-Präsident Barack Obama weiterhin auf
kreditfin ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zum Kommandowechsel in Afghanistan Tatsache ist, dass die Großoffensive im Süden des
Landes stecken geblieben ist. Derzeit kommen so viele alliierte
Soldaten um wie noch nie in einem vergleichbarem Zeitraum. Nach wie
vor gibt es die meisten Opfer unter der Zivilbevölkerung. Der
Widerstand der Taliban bleibt ungebrochen. Nun soll Heeresgeneral
Patraeus das Ruder mit der gleichen Strategie herumreißen. Also mit
massivem Bodentruppeneinsatz Gebiete von Aufständischen befreien,
diese zunächst ha ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zur Atomsteuer Ganz im Gegensatz zur Stromerzeugung aus Gas, Öl
oder Kohle sprudeln die Gewinne aus der atomaren Hexenküche im Bauch
der Kernkraftwerke abgabefrei in die Taschen der großen deutschen
Energiekonzerne. Und mit jedem Jahr der erhofften
Laufzeitverlängerung würden es mehr: Bei 15 Jahren geht es nicht
weniger als um 70 Milliarden Euro. Dass die lobbystarke Atomindustrie
dennoch gestern im Kanzleramt die Zähne fletschte und mit einer Klage
gegen die Brennelementest ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zum Schulleistungsvergleich Außerdem ist Leistung nicht alles. Wenn es um
Chancengleichheit geht, dann steht Berlin an der Spitze. und Bayern
und Baden-Württemberg sind die Schlusslichter. Nur dort hat das Kind
eines Facharbeiters bei gleichen Fähigkeiten fast die gleiche Chance,
aufs Gymnasium zu gehen, wie das Kind eines Akademikers. Die
Schlusslichter bei der Chancengleichheit sind Bayern und
Baden-Württemberg. Wenn das der Preis für Spitzenleistungen sein
sollte - wären wir bereit, ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zu weniger Schulden Wolfgang Schäuble ist ein alter Fuchs. In seinen
dramatischen Haushaltszahlen waren von Anfang an positive
Überraschungen für später eingebaut. Die neuen Haushaltszahlen sind
nicht mehr ganz so dramatisch - aber noch immer katastrophal. Auch
die jetzt für 2010 erwarteten 65 Milliarden Euro Neuverschuldung des
Bundes sind ein Spitzenwert. Weil der Export wieder brummt, läuft die
Wirtschaft besser als erwartet. Die Euro-Schwäche zeigt hier ihre
gute Seite. ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zu Gaucks "Berliner Rede" Joachim Gauck hat eine präsidiale Rede gehalten.
Und er hat sich dabei nicht ins enge parteitaktische Korsett von
Rot-Grün pressen lassen, auch wenn er auf deren Ticket in die
Bundesversammlung geht. Ebensowenig hat er sich bei der befreundeten
Kanzlerin angebiedert, die mit dem braven Parteisoldaten Christian
Wulff als schwarz-gelbem Kandidaten wahrscheinlich den beliebteren
Bürgerrechtler verhindern wird. Aber schon gleich gar nicht wollte
sich Gauck bei der Linken anbied ...
Ostsee-Zeitung: Jochimsen: Meine Stimme bekommt Gauck nicht Rostock. Die Kandidatin der Linkspartei um das
Bundespräsidentenamt Luc Jochimsen würde auch im Fall eines dritten
Wahlganges in der Bundesversammlung nicht Joachim Gauck unterstützen.
Die frühere Chefredakteurin des Hessischen Rundfunks und heutige
Linken-Bundestagsabgeordnete sagte der Ostsee-Zeitung (Mittwoch):
"Meine Stimme bekommt Gauck auch in einem dritten Wahlgang nicht."
Der von SPD und Grünen aufgestellte Kandidat Gauck stimme "in keiner
ei ...
Ostsee-Zeitung: Kommentar zur Aufteilung des Sparpakets Die Opposition packt die politische Vuvuzela aus.
SPD und Grüne werfen der schwarz-gelben Koalition Trickserei vor,
weil diese das Sparpaket wegen fehlender Mehrheit im Bundesrat in ein
zustimmungspflichtiges und ein zustimmungsfreies Gesetz aufteilen
will. Von Untergrabung der Demokratie ist gar die Rede. Verhallt das
Getöse, bleibt wenig übrig. Ziel der Föderalismusreform unter
maßgeblicher Mitarbeit der SPD ear es doch, die
Gesetzgebungsmaschinerie von Hemmniss ...
Ostsee-Zeitung: NRW/Rot-Grün/Minderheitsregierung So schnell kann's gehen: Eben noch legte die
nordrhein-westfälische SPD-Chefin Hannelore Kraft ausführlich dar,
wieso sie zur Zeit nicht die Regierung in Düsseldorf übernehmen wolle
- keine 24 Stunden später ist aus Madame Non plötzlich Lady Yes we
can geworden: Nun will sie NRW mit den Grünen zusammen eine stabilere
Regierung verpassen. Warum nicht?
Wenn Fraktionen nicht mehr nur Durchwink- und Abnickapparate sind,
sondern im Einzelfall inhaltlich ü ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zur Lebensmittel-Ampel Die Entscheidung des Europäischen Parlaments gegen
die Nährwert-Ampel bedeutet, dass sich die Lobby der mächtigen
Lebensmittel-Konzerne mit Hilfe konservativer Abgeordneter wieder
einmal durchgesetzt hat - gegen die Interessen ihrer Kunden, gegen
gute Argumente von Ärzte- und Verbraucherverbänden, gegen die
berechtigte Forderung nach Transparenz im Supermarkt-Regal. Das ist
mehr als schade, das ist ein dicker Hund! Dass die Mehrheit der
Deutschen übergewichtig ...
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zu Obama-Rede Seltsam vage und orientierungslos wirkte der
US-Präsident bei seiner fast 20-minütigen Ansprache zur besten
Sendezeit auf allen wichtigen Kanälen, wie selbst Obama wohlgesonnene
US-Moderatoren hinterher klagten. Verwunderlich ist das nicht
unbedingt. Denn zum einen weiß Obama natürlich, dass er in der
Bekämpfung des Öldramas bisher keine besonders gute Figur gemacht
hat. Zum anderen ist die Öllobby noch immer ein mächtiger Gegner mit
exzellente ...
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