Westfalenpost: FDP-Fraktionschef Papke: Nur qualifizierte Zuwanderer holen Der Vorsitzende der FDP-Fraktion im NRW-Landtag,
Gerhard Papke, hat eine Begrenzung der Zuwanderung auf Fachkräfte
gefordert. "Deutschland braucht ausgewählte qualifizierte Zuwanderer,
aber keine weitere Zuwanderung in die Sozialsysteme", sagte Papke der
in Hagen erscheinenden Westfalenpost (Dienstagausgabe). "Wir müssen
die besten Köpfe weltweit einladen, wenn wir ein führendes
Hochtechnologieland bleiben wollen.", Für solche Spitzenkrä ...
Westfalenpost: Peking unter Druck Friedensnobelpreis für Liu Xiaopo
Von Eberhard Einhoff Eine mutige Ehrung für einen Mutigen - klar
und eindeutig ist diesmal die Entscheidung des Nobel-Komitees. Liu
Xiaobo mit dem Friedensnobelpreis auszuzeichnen, einen in Haft
sitzenden chinesischen Dissidenten, ist ein trefflicher Beschluss,
den die internationale Öffentlichkeit mit Beifall und Respekt
begrüßt.Wie passgenau dieser Treffer sitzt, beweist die rüde wie
somit auch entlarvende Reaktion der ...
Westfalenpost: Abgefahren Tests mit überlangen Lkw
Von Rolf Hansmann Probieren geht bekanntlich über Studieren. Im
Fall der überlangen Lkw (Gigaliner) auf deutschen Autobahnen freilich
ist jeder weitere Test so überflüssig wie ein Schlagloch auf einer
frisch geteerten Straße. Schon nach dem Pilotprojekt im Jahr 2007
wurde eine Einführung der Riesen-Lkw aus Sicherheits-, Umweltschutz-
und Kostengründen abgelehnt. Dass Bundesverkehrsminister Ramsauer
trotz der nachvollziehb ...
Westfalenpost: Reisefreiheit für Asylbewerber soll für ganz NRW gelten Die nordrhein-westfälische Landesregierung aus SPD
und Grünen will die Reisefreiheit für die derzeit knapp 5700
Asylbewerber auf ganz NRW ausdehnen. Bisher dürfen sich Asylbewerber
ohne Einzelerlaubnis nur in ihrem Regierungsbezirk aufhalten. Nach
Informationen der in Hagen erscheinenden Westfalenpost
(Dienstagsausgabe) soll eine neue Landesverordnung künftig den
erlaubnisfreien Aufenthalt in ganz NRW ermöglichen. Bis zur Änderung
der Verordnung hat Inn ...
Westfalenpost: Kraft: Gratis-Essen statt mehr Kindergeld Hagen. NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD)
fordert einen Grundleistungskatalog für Kinder aus
Hartz-IV-Familien. "Dazu gehören ausreichend Kita-Plätze,
Ganztagsangebote, ein warmes Mittagessen und kostenloser Zugang zu
Sport und Kultur", sagte Kraft im Interview mit der in Hagen
erscheinenden Westfalenpost (Montagsausgabe). "Im Gegenzug sollte man
künftig auf Kindergeld-Erhöhungen verzichten."
Aus Sicht Krafts müssen auch ...
Westfalenpost: Laschet will Röttgen in Führungsteam einbinden Der Vizevorsitzende der CDU-Fraktion im
nordrhein-westfälischen Landtag, Armin Laschet, will seinen
Konkurrenten um den CDU-Landesvorsitz in NRW, Bundesumweltminister
Norbert Röttgen, im Falle seiner Wahl "auf jeden Fall" in sein
Führungsteam einbinden. "Ich halte Norbert Röttgen für einen guten
Minister in Berlin", sagte Laschet der in Hagen erscheinenden
WESTFALENPOST (Samstagausgabe). "Er kann sich auf die komplette
Rückendeckung d ...
Westfalenpost: Ein Warnschuss Der Tarifabschluss in der Sttahlindustrie Von Stefan
Pohl Abschluss paradox: Die Lohnprozente, sonst Zankapfel Nummer 1
noch in der Nachbetrachtung, spielen beim Tarifvertrag in der
Stahlindustrie kaum eine Rolle. 3,6 Prozent mehr Geld können in der
wieder boomenden Branche als angemessene Beteiligung der
Beschäftigten gelten. Sie profitieren vom Aufschwung, nachdem sie in
der Krise verzichtet hatten. Dass das nur gerecht ist, sehen im
Grunde auch die Arbeitgeber so. Aber die Br ...
Westfalenpost: Die Grundsatzfrage Wieder eine Gesundheitsreform
Von Lorenz Redicker Wieder eine Gesundheitsreform. Zwar ist diese
Reform in ihrer unmittelbaren Folge nur eine Beitragserhöhung; die
geplante Kostendämpfung hingegen gerade bei den Arzneien eher vage.
Dennoch verdient das sogenannte GKV-FinG die Bezeichnung Reform. Denn
der neue Zusatzbeitrag ist der von Minister Rösler so ersehnte
Einstieg in die Kopfpauschale. Allerdings erst in ein paar Jahren.
Bis dahin können sich politische Mehrhei ...
Westfalenpost: Deutliche Worte Ohne Kirchenreformen wird es nicht gehen Von Monika
Willer Die Worte sind deutlich: Von Vertrauensverlust und
Glaubwürdigkeitskrise redet Robert Zollitsch. Er spricht davon, dass
es beim Kirchenvolk "bohrende Zweifel an der einen oder anderen Lehre
der Kirche - etwa im Bereich der menschlichen Sexualität" gibt. Laien
müssten in einen "breiten Reflexionsprozess" einbezogen werden. Der
Osnabrücker Bischof Bode will sogar prüfen, "wie Frauen st& ...
Westfalenpost: Brisantes Paket Von der Leyens Hartz-IV-Reform
Von Winfried Dolderer Nicht nach Kassenlage, nicht nach
"Schätzungen ins Blaue", nein, nach dem "tatsächlichen Bedarf" und
"realitätsgerecht" sind Bedürftige vom Staat zu alimentieren. Es ist
ein Sprengsatz, den das Verfassungsgericht der Regierung unter den
Kabinettstisch gelegt hat. Dass die zuständige Ministerin das Ding
kaum anfassen mochte, kann man ihr nachfühlen. Hat es doch die
Potenz, ni ...
Westfalenpost: Ein doppelter Erfolg Der deutsche Papst überzeugt die Briten
Von Andreas Thiemann Ganz offensichtlich hat die
Öffentlichkeitsabteilung des Vatikan aus den Fehlern der
Vergangenheit gelernt: Mit einer bemerkenswert geschickten
Programm-Choreographie hat Benedikt XVI. die vor ab so skeptischen
Herzen der Briten erobert.Sein ohnehin stets bescheidenes Auftreten
wusste der deutsche Papst dabei nun mit pointierten, klaren Worten
und Gesten glaubwürdig zu unterstreichen: Scham und Reue in der
Eri ...
Westfalenpost: Schwindelerregend Grüne im Umfrage-Höhenflug
Von Winfried Dolderer Opposition ist Mist? Von wegen, den Grünen
bekommt sie in diesem Herbst vorzüglich. Ob es nun, wie vor einigen
Tagen in einer Forsa-Umfrage, bundesweit 20 Prozent Bürgerzuspruch
sind, die für sie gemessen werden, oder wie jetzt bei Infratest 18
Prozent, der Trend ist seit Wochen schwindelerregend stabil. Man muss
nach den Ursachen nicht lange suchen. Man braucht sich nur den
Zustand der übrigen Oppositio ...
Westfalenpost: Startenor Jonas Kaufmann will auf dem Boden bleiben Der Sänger im Interview: Man sollte sich selbst
nicht zu ernst nehmen
Startenor Jonas Kaufmann lässt sich von dem Wirbel um seine
Person nicht aus der Ruhe bringen. "Man sollte sich selbst überhaupt
nicht zu ernst nehmen. Damit man weiter auf dem Boden bleibt und
einfach das macht, was man am besten kann und nicht überheblich
wird", sagte der 41-jährige Sänger der in Hagen erscheinenden
WESTFALENPOST. Gegen Stimmverschleiß setzt Kaufmann a ...
Westfalenpost: Der große Frust Konservative hadern mit der CDU
Von Jörg Fleischer Die Union ringt um ihren Markenkern, das
Konservative. Erika Steinbachs angekündigter Rückzug aus dem
CDU-Parteivorstand ist ein weiteres Symptom dafür. Da ist der Streit
um ihre zweifelhaften Bemerkungen zur Mobilmachung Polens im März
1939 nur der Anlass, aber nicht die Ursache des Problems.Zu diesen
unbedachten Worten ließ sich die Vertriebenen-Präsidentin offenbar
aus großem Frust hinrei&s ...
Westfalenpost: Im Elend FDP-Spitze sucht Rat bei der Basis
Von Winfried Dolderer Wie überwältigend die Ratlosigkeit der
FDP-Führung sein muss, dafür spricht nicht allein, dass sie von
morgen an die Begegnung mit der Basis sucht. Regionalkonferenzen sind
mittlerweile die übliche Therapie in Parteikrisen. Das Ausmaß des
Jammers zeigt sich daran, dass sie sich nicht zutraut, die Debatte im
Beisein der Öffentlichkeit zu führen.Liberale und Grüne, die alten,
nun auch an ...
Westfalenpost: Blinde Wut Verblendete rufen zu Koran-Verbrennung auf Von Jörg
Fleischer Es wäre in der Tat das völlig falsche Signal zum Jahrestag
des 11. Septembers. Der Aufruf fundamentalistischer Christen aus
Florida zur massenhaften Koran-Verbrennung ist an fataler Symbolik
kaum zu überbieten. Wer Bücher ins Feuer wirft, der fällt zurück in
finsterste Kapitel der Weltgeschichte. Wer das heilige Buch des
Islams in dieser Weise schändet, der schlägt den vielen
friedli ...
Westfalenpost: Der Streit geht weiter Energie-Gutachten befriedet Koalition nicht Von
Lorenz Redicker Dass mit dem Energie-Gutachten der heftige Streit
über die Atomlaufzeiten in Regierung und Koalition hätte beigelegt
werden können, dürften nicht einmal Optimisten im schwarz-gelben
Lager erwartet haben. Solche Gutachten lassen sich ja unterschiedlich
auslegen: 1,8 Cent Unterschied beim Strompreis - ist das nun viel
oder wenig? Also sticheln sie munter weiter, die Minister Röttgen
(Umwelt) und Brü ...
Westfalenpost: CDA-Chef Laumann zum sozialen Pflichtdienst Der Vorsitzende der CDU-Sozialausschüsse (CDA),
Karl-Josef Laumann, hat CDU-Forderungen nach Einführung eines
sozialen Pflichtdienstes entschieden abgelehnt. "Wenn wir die
Wehrpflicht nicht halten können, lässt sich nichts Verpflichtendes
mehr machen", sagte Laumann der in Hagen erscheinenden Westfalenpost
(Freitagausgabe). Laumann forderte hingegen mehr Angebote für Männer
und Frauen für ein freiwilliges soziales Jahr. "Das muss finanziell ...
Westfalenpost: zu Steinmeier
Auszeit von der Politik: Respekt für Steinmeier Alles Gute! Auszeit von der Politik: Respekt für
Steinmeier
Respekt, dass solch eine Nachricht tatsächlich bis zur Verkündung
durch den Fraktionsvorsitzenden der SPD geheim bleiben konnte. Ein
Wettstreit um die schnellste Schlagzeile wäre höchst unangemessen und
auch unwürdig gewesen. Respekt vor allem aber für Frank-Walter
Steinmeier. der eine Niere spendet, um seiner geliebten Frau zu
helfen! Als Außenminister der Großen Koalition hatte S ...
Westfalenpost: zur Wehrpflicht
Alles in Bewegung
Wehrpflicht aussetzen, absetzen, widersetzen Alles in Bewegung
Wehrpflicht aussetzen, absetzen, widersetzen
Früher, als die Welt auch nicht in Ordnung war, dauerte die
Wehrpflicht 18 Monate. Das fanden die meisten jungen Männer nicht
gut. Die gute Nachricht: Der immer aus dem Osten kommende Angriff
geriet spätestens am Teutoburger Wald zum Stillstand. Siegreiche
Wehrübungen gehörten in der Zeit des Kalten Krieges zur Bundeswehr
wie heute die Auslandseinsätze. Vieles hat sich verändert. Das gi ...
Westfalenpost: Sicherheitslücke Koalitionsstreit um Sicherungsverwahrung Von Jörg
Fleischer Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ist eine forsche Frau.
Die liberale Bundesjustizministerin will die nachträgliche
Sicherungsverwahrung gefährlicher Sexualstraftäter abschaffen. Es ist
nur allzu verständlich, dass ein solches Ansinnen den entschiedenen
Widerstand der Union auf den Plan ruft. Ihre Kritik, die Ministerin
gebe die Möglichkeit der nachträglichen Sicherungsverwahrung ohne Not
auf, is ...
Westfalenpost: Ein lauter Knall Iran lädt zu heftigen Spekulationen ein
Von Eberhard Einhoff Ein Klassiker: Etwas geschieht, aber wir
erfahren nicht, was genau da passiert ist. Wir sollen es nicht
erfahren. Nur soviel scheint festzustehen: Es hat bei einer
Konvoi-Fahrt des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad einen
lauten Knall gegeben. Dessen Ursache und Charakter allerdings wird
weit ausladend interpretiert und reicht vom Anschlagsversuch mit
einer Handgranate oder Bombe bis zum Zünden eines ...
Westfalenpost: Viele Vorgaben Der Weg zum neuen Hartz-IV-Satz
Von Lorenz Redicker Zu beneiden ist das Arbeitsministerium und
dessen Chefin Ursula von der Leyen ob dieser Aufgabe nicht. Bei der
Neubestimmung der Hartz-IV-Sätze kann das Ministerium nicht viel
richtig machen. Der künftige Hartz-IV-Satz darf nicht zu weit über
dem jetzigen liegen, das käme den Haushalt teuer. Zu niedrig darf das
Ergebnis der Neuberechnung selbstredend auch nicht ausfallen, der
Aufschrei der Sozialpolitiker wäre ...
Westfalenpost: Das falsche Signal Niederländer ziehen aus Afghanistan ab
Von Jörg Fleischer Die Entscheidung der Niederländer gilt es zu
respektieren. Ihre Streitkräfte leiten den Abzug aus Afghanistan ein.
Damit verlässt der erste größere Teil der Schutztruppe den
Hindukusch. Ein einschneidendes Ereignis für den Einsatz in
Afghanistan.Es wäre unfair, den verdienten Nato-Partner Niederlande,
der am Hindukusch einen hohen Blutzoll entrichtet hat, der Feigheit
zu zeihen. Seine ...
Westfalenpost: Bestialisch Verbot von Streubomben nützt vorerst wenig Von Jörg
Fleischer Es ist ein kleiner Erfolg, dass die internationale
Konvention gegen Streubomben bald in Kraft tritt. 37 von 107 Ländern
haben das Verbot nach der Unterzeichnung nun auch ratifiziert -
mindestens 30 Staaten mussten es sein, damit das Abkommen gültig
ist.Deshalb sollte sich aber niemand überzogenen Hoffnungen hingeben.
Jene, die das Teufelszeug herstellen, haben die Übereinkunft noch gar
nicht unterzei ...
Westfalenpost: Nicht optimal Die Ausrüstung unserer Armee im Einsatz
Von Jörg Fleischer Hellmut Königshaus hat das Amt des
Wehrbeauftragten noch nicht lang inne. Mit einem Thema wird er gewiss
noch häufiger zu tun bekommen: Viel zu viel Bürokratie lähmt den
Umbau der Bundeswehr von der Truppe der Landesverteidigung hin zur
Armee im Einsatz.Der Wehrbeauftragte prangert das Problem einmal mehr
an. Aus gutem Grund. Denn die Ausrüstung zur Sicherheit unserer
Soldaten in Afghanistan ist ...
Westfalenpost: Rot-Grün in NRW will ab 2011 strikten Sparkurs fahren Hagen. Der SPD-Fraktionsvorsitzende im NRW-Landtag,
Norbert Römer, hat für 2011 einen "strammen Sparkurs" in NRW
angekündigt. "Es gibt keine Wohltaten zu verteilen", sagte der
SPD-Politiker der in Hagen erscheinenden Westfalenpost
(Freitagausgabe). Den Schuldenrekord mit mehr als neuen Milliarden
Euro neuen Krediten in diesem Jahr begründete Römer mit den
Milliarden-Risiken, die die schwarz-gelbe Regierung des früheren
Ministerpräsid ...
Westfalenpost: Wunschdenken Es gibt keinen raschen Abzug aus Afghanistan Von
Jörg Fleischer Einmal mehr hat der Westen seine ehrgeizigen
Abzugspläne aus Afghanistan formuliert. Es war eine Konferenz von
vielen. Weitere werden folgen. Bereits im nächsten Jahr soll der
Abmarsch erster Truppenteile der Nato beginnen - schon 2014 wollen
die Afghanen selbst für ihre Sicherheit sorgen. Das ist Wunschdenken,
auch wenn der machtlose Präsident Karsai sich umso entschlossener
gibt. Angesichts der derz ...
Westfalenpost: In den Händen der Linken Rot-Grüm beginnt auf schwachem Fundament Von
Wilfried Goebels Mit hohem Risiko setzt Rot-Grün in NRW auf das
Experiment Minderheitsregierung. Ab sofort hat das Frauen-Duo Kraft
und Löhrmann sein politisches Schicksal in die Hände der Linken
gelegt. Zwar hoffen SPD und Grüne für ihre "Koalition der Einladung"
unbeirrt auf wechselnde Mehrheiten. Nach der kühlen Absage von CDU
und FDP aber bleibt Kraft & Co. nur ein Techtelmechtel mit links.Der ...
Westfalenpost: Schöngeredet Westerwelles Afghanistan-Rede geht daneben Von Jörg
Fleischer Westerwelle braucht Erfolge. Doch er sollte diese nicht
beim Thema Afghanistan suchen. Es ist dafür ungeeignet. Nüchterner
Pragmatismus wäre da schon eher angebracht.Dieser war in der
Regierungserklärung des Außenministers wenig ausgeprägt. "Es ist
nicht alles gut in Afghanistan" - Westerwelles Anspielung auf ein
Zitat Käßmanns ist ebenso verunglückt, wie die Worte d ...
Westfalenpost: Wulffs Wahl Kein Neustart für Schwarz-Gelb
Von Winfried Dolderer Der Wahl eines Bundespräsidenten politischen
Signalcharakter zuzuschreiben, ist eine seit langem beliebte Übung.
Tastet man Christian Wulffs Wahl daraufhin ab, so empfängt man ein
allenfalls diffuses Signal, diffus wie die ganze Stimmung im Land. Da
ist auf der einen Seite eine Regierung, von der wir jetzt wissen,
dass sie sich so uninspiriert in die Sommerpause schleppen wird, wie
sie bisher schon vor sich hingewur ...
Westfalenpost: Die freie, gute Wahl Zwei Kandidaten, viele Pluspunkte, viel Taktik Von
Bodo Zapp 1244 Wahlfrauen und Wahlmänner bestimmen am Mittwoch, wer
der nächste Bundespräsident ist. "Die Mitglieder der
Bundesversammlung sind an Aufträge und Weisungen nicht gebunden",
heißt es im Gesetz. Die Annahme, sie seien deshalb völlig frei in
ihren Entscheidungen, ist ehrenwert, aber naiv.Präsidentenwahlen sind
und waren immer beeinflusst von Parteien und der politischen
Interessenlag ...
Westfalenpost: Alarmierend US-Führungswechsel am Hindukusch
Von Jörg Fleischer Stanley McChrystal tat stets so, als sei es ihm
mehr oder weniger egal, wer unter ihm Präsident war. Der US-General
hielt sich für unersetzlich, zumal als Nato-Oberbefehlshaber in
Afghanistan. Er galt als Obamas Kämpfer am Hindukusch, der sich hohe
Verdienste um die Einführung der neuen Strategie erworben hatte, der
es verstand, den instabilen afghanischen Präsidenten Karsai
einzubinden. Ein Hoffnungs ...
Westfalenpost: Unfriedliches Land Zum neuen Verfassungsschutzbericht
Von Winfried Dolderer Über 2000 Gewalttaten haben rechte und linke
Extremisten 2009 in Deutschland verübt. Um rund 15 Prozent hat damit
die politische Gewalt im Vergleich zu Vorjahr zugenommen, das Land
ist unfriedlicher geworden. Ein Befund des gestern vorgestellten
Verfassungsschutzberichts, hinter dem sich freilich gegenläufige
Entwicklungen verbergen. Die Zahl der von Rechten verübten
Gewalttaten hat um 14,5 Prozent abgenommen. ...
Westfalenpost: Ministerpräsidentin Kraft-Kehrtwende: Regieren ohne Mehrheit Von Bodo
Zapp Sag niemals nie! Montag beschloss die Landes-SPD, dass sie
derzeit keine Minderheitsregierung mit den Grünen bilden wolle.
Mittwoch erläuterte Hannelore Kraft vor Dutzenden Journalisten in
Berlin, warum der richtige Zeitpunkt für Rot-Grün in Düsseldorf noch
nicht gekommen sei. Donnerstag heißt es: Kommandos zurück, wir tun es
doch! Es gilt das gebrochene Wort. Noch vor der Sommerpause dürfte
Nor ...
Westfalenpost: Neuer Paukenschlsg GM will keine staatlichen Hilfen für Opel mehr Von
Stefan Pohl Das seit 2008 andauernde Gerangel um Opel nimmt einen
einzigartigen Platz in der deutschen Industriegeschichte ein: Mal
Welttheater und mal Schmierenkomödie, mit wechselnden
Hauptdarstellern und doppelten Böden, vor allem aber mit immer wieder
überraschenden Wendungen - bis zum Überdruss der Zuschauer.Denn zu
leicht tritt dabei in den Hintergrund, dass von einer guten Lösung
zehntausende Arbeitspl ...
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