BERLINER MORGENPOST

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Pressemitteilungen von BERLINER MORGENPOST



Letzten 10 Pressemitteilungen

  • BERLINER MORGENPOST präsentiert die größten Klassiker der Berliner Philharmoniker
    Unter dem Titel "Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft" bringt die BERLINER MORGENPOST zusammen mit der Deutschen Grammophon eine CD-Box mit legendären Aufnahmen der Berliner Philharmoniker heraus. Die Edition zeigt die Entwicklung des international bedeutsamen Orchesters unter der künstlerischen Leitung der Chefdirigenten Wilhelm Furtwängler, Herbert von Karajan, Claudio Abbado und Sir Simon Rattle von der Nachkriegszeit bis heute. Die Box mit fünf CDs enth&a ...

  • BERLINER MORGENPOST: Die Sehnsucht nach dem Bewahrenden - Leitartikel
    Man könnte neidisch werden als Berliner. Hunderttausend versammeln sich an diesem Wochenende in Stuttgart, um gegen den Teilabriss ihres Bahnhofs zu protestieren. Ihr Motiv - bewahren, was ist. Der Bahnhof, so ihr Empfinden, ist ein Wahrzeichen ihrer Stadt, und das soll so bleiben. Weder schnellere Zugverbindungen noch bessere Flughafenanbindung locken sie. Viel zu teuer, zu unnütz, zu zerstörerisch. Von einer neuen Protestkultur ist die Rede - durch und durch bürgerlich ...

  • BERLINER MORGENPOST: Kommentar zu Wowereits Kampf für den Ausbau der Autobahn A 1000
    Der Koalitionsstreit im Lande Berlin ist beigelegt, mit der Autobahnverlängerung von Neukölln nach Treptow wird im nächsten Jahr nicht begonnen werden. Nach der kommenden Abgeordnetenhauswahl im September 2011 soll die neue Regierung dann über das Projekt und den Weiterbau verhandeln. So haben es die Berliner SPD und die Linke jetzt nach monatelangem Streit entschieden. Das ist gut für das Koalitionsklima in der Berliner Landesregierung und schlecht für die St ...

  • BERLINER MORGENPOST: Kommentar zu getöteten deutschen Islamisten
    Es ist der Albtraum der Sicherheitsbehörden, vor dem nicht nur die amerikanischen Dienste seit langem warnen: In Europa aufgewachsene islamische Terroristen, denen der europäische Pass die Tore in alle westliche Länder öffnet. So wie jene acht Extremisten mit deutscher Staatsangehörigkeit, die gerade bei einem Drohnenangriff in Pakistan umgekommen sein sollen. Immer mehr in Deutschland sozialisierte Radikale reisen zu den Taliban, um sich zu Kämpfern und Spre ...

  • BERLINER MORGENPOST: Die Vernünftigen haben entschieden - Leitartikel
    Es ist ein besonderer Wahltag gewesen: Gestern, am 20. Jahrestag der Deutschen Einheit waren die Potsdamer aufgerufen, ihr Stadtoberhaupt zu wählen. In einer Stichwahl hatten sie die Möglichkeit, ihre Stimme dem Amtsinhaber, dem nicht gerade schillernden Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD), oder dem ehemaligen Stasi-Mann und Linken-Politiker Hans-Jürgen Scharfenberg zu geben. Und die Potsdamer haben sich für die Zukunft und gegen die Vergangenheit entschieden: Jako ...

  • BERLINER MORGENPOST: Bürgeraufstand mit bundesweiter Wirkung - Leitartikel
    Ein Bahnhof bringt die Republik ins Wanken. Längst ist Stuttgart 21 kein rein regionales Kampffeld mehr. Seit die Bundeskanzlerin die Auseinandersetzung über das Milliardenprojekt in der Haushaltsdebatte zum Testfall für die Zukunftsfähigkeit dieses Landes hochstilisiert hat, ist der schwäbische Tiefbahnhof in spe ein Konfliktfall auch von bundespolitischer Brisanz. Wer derart wie die Stuttgarter Stadt- und die baden-württembergische Landesregierung in der Kri ...

  • BERLINER MORGENPOST: Abklemmen von der Schuldendroge
    Nicht wenige in der Berliner SPD und beim Koalitionspartner von der Linkspartei dürften insgeheim ganz froh sein, wenn der Kelch erst einmal an ihnen vorüberginge. Rot-Rot muss ja, wenn die Wahlprognosen stimmen, eh nicht mehr umsetzen, was die Senatoren heute in der Finanzplanung bis 2014 festgelegt haben: Die Stadt soll ihr Defizit, sofern es nicht aus Einnahmeausfällen wegen einer Wirtschaftskrise herrührt, bis 2020 komplett abbauen. Neue Kredite aufzunehmen, um in ...

  • BERLINER MORGENPOST: Eine bessere Reform, als die Kritiker behaupten
    Keine Frage: Für die Ärmsten der Gesellschaft bleibt es eher ein schlechter Witz. Fünf Euro mehr im Monat sind zwar auch für die von den Steuerzahlern zu füllende Staatskasse kein Pappenstiel (rund 400 Millionen Euro), für die 6,7 Millionen Hartz-IV-Bezieher aber kaum mehr als ein Almosen. Natürlich schreien diejenigen laut Skandal, die wie Gewerkschaften, Sozialverbände und Linkspartei die Hartz-Gesetze schon immer für Teufelswerk gehalten habe ...

  • BERLINER MORGENPOST: Und wieder grüßt das alte West-Berlin - Leitartikel
    Verkehrte Welt in der Hauptstadt: Im politischen Berlin sprechen alle über eine mögliche Kandidatur der Grünen-Fraktionschefin im Bundestag. Auch im bürgerlichen Lager. Renate Künast wird zugetraut, den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) aus dem Roten Rathaus zu vertreiben. Über die Berliner CDU, die Jahrzehnte den Regierenden Bürgermeister stellte, spricht kaum jemand. Viele bürgerliche Wähler glauben nicht, dass die Partei aus ...

  • BERLINER MORGENPOST: Drängende Fragen an die Justizsenatorin - Leitartikel
    Zugegeben: Justizsenatorinnen und -senatoren schaffen es meist nur in die Schlagzeilen, wenn es einen Skandal gibt. Wenn Häftlinge bei einem Freigang entwischen - die Justizsenatorin Jutta Limbach (SPD) hätte dies 1991 fast den Posten gekostet -, wenn ein Gefangener im Knast gefoltert wird und ums Leben kommt - so geschehen in Siegburg im Jahr 2006, wo die Justizsenatorin Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU) mächtig unter Druck geriet -, wenn Gefangene ausbrechen oder ...

  • BERLINER MORGENPOST: "Ich gehe da hin, wo ich hingeschickt werde" - Interview der Berliner Mogenpost mit dem designierten brandenburgischen Innenminister Dietmar Woidke
    Potsdam - Nach dem Rücktritt von Rainer Speer, ist es jetzt am ehemaligen Fraktionschef Dietmar Woidke, Matthias Platzecks Regierungsteam als Innenminister zu stärken. Der 48-Jährige wird am 6. Oktober in seinem neuen Amt vereidigt. Erst dann will er auch offizielle Termine wahrnehmen. Berliner Morgenpost: Herr Woidke, wann haben Sie erfahren, dass Sie neuer Innenminister werden sollen? Dietmar Woidke: Am Donnerstag. BM: Vor oder nach dem Rücktritt Rainer Spee ...

  • BERLINER MORGENPOST: Privatsphäre nach Gutdünken gibt es nicht
    Rainer Speer, seit zwanzig Jahren politisch aktiv, hat das Richtige und Unausweichliche getan. Er tat das mit einer kuriosen Begründung, aber das macht den Schritt nicht weniger richtig, sondern eher noch zwingender. Ein "wirksamer Schutz der Privatsphäre von mir und anderen angeblich Beteiligten ist angesichts der fortgesetzten aktuellen Berichterstattung einiger Medien nicht mehr möglich", sagte Speer und stilisiert sich als Opfer. Das bleibt ihm unbenommen. Das ...

  • BERLINER MORGENPOST: Röslers Reform ist besser als ihr Ruf
    Klar, jetzt kann man wieder auf den Gesundheitsminister draufhauen. Von links, von rechts, von oben, von unten. Immer feste druff. Jeder hat schließlich was zu meckern am neuen Gesundheitsreförmchen, sogar die eigenen Leute. Zu zimperlich, zu ungerecht, zu arbeitnehmerfeindlich, zu arbeitgeberfeindlich, zu ärztefreundlich, zu bürokratisch, zu, zu, zu. Stimmt wahrscheinlich alles. Und genau darum liegt der Verdacht nahe, dass Philipp Rösler seine Sache unterm Stri ...

  • BERLINER MORGENPOST: Ein paar Euro mehr lösen die Hartz-Probleme nicht - Leitartikel
    Der Hartz-IV-Satz soll erhöht werden und dann jährlich steigen. Für mehr als 600.000 Menschen in Berlin ist das zunächst mal eine gute Nachricht. Der Bundesregierung bleibt kaum etwas anderes übrig. Wer behauptet, die bisher 359 Euro Regelsatz seien nicht Resultat einer politischen Entscheidung über das, was der Staat seinen Armen zukommen lassen will, sondern Ausfluss einer rationalen Kalkulation, muss diese Leistung auch irgendwann veränderten Bedingung ...

  • BERLINER MORGENPOST: Viagra für die müde gewordene Demokratie - Leitartikel
    In dieser Woche hat sich das deutsche Parlament um die Demokratie im Lande verdient gemacht. Die erste Lesung des ersten Haushaltsentwurfs der schwarz-gelben Regierung offenbarte nach Jahren der großen Koalition endlich wieder weit mehr als den üblichen Streit über Zahlen und rund gefeilte Kontroversen. Um die Zukunft Deutschlands wurde sachlich wie emotional gerungen wie schon lange nicht mehr. Mit dem Ergebnis, dass wieder klare politische Alternativen erkennbar sind. Die s ...

  • BERLINER MORGENPOST: Rot-Rot ist vernünftig geworden, Christine Richter über das neue Ladenschlussgesetz und die Sonntagsöffnungen in Berlin
    Es geht also doch: Die rot-rote Koalition in Berlin hat sich auf ein neues Ladenschlussgesetz verständigt, das nun noch rechtzeitig vor der Weihnachtszeit vom Abgeordnetenhaus beschlossen werden kann. Und damit können die Berliner gut leben, denn all die unsinnigen Vorschläge der zuständigen Senatorin Katrin Lompscher (Linke) wurden verändert beziehungsweise abgemildert. Vor allem die SPD wollte Lompscher bei dem von ihr geplanten Gesetz nicht folgen, denn dieses h ...

  • Erstmals gemeinsame Herbst-Reiseauktion von WELT-Gruppe, BERLINER MORGENPOST und HAMBURGER ABENDBLATT
    Die erfolgreiche Internet-Auktion der BERLINER MORGENPOST geht in die siebte Runde und wird in den kommen Tagen erstmals gemeinsam mit der WELT-Gruppe und dem HAMBURGER ABENDBLATT ausgerichtet. Die größte Reise-Auktion Deutschlands startet am 18. September 2010 mit mehr als 1.200 Angeboten aus den Bereichen Reise, Wellness, Gastronomie und Events. Auktionsende ist am 26. September 2010 zwischen 18 und 22 Uhr. Während des Auktionszeitraums können sich Nutzer unter ...

  • BERLINER MORGENPOST: Der Vollstrecker der Klima-Kanzlerin
    Claudia Ehrensteinüber Norbert Röttgens Distanzierung vom Atombeschluss der Regierung

    Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat immer klar und deutlich gesagt, wohin er in der Energiepolitik will: möglichst schnell weg von der Kernenergie und hin zu den Erneuerbaren. Mit dem als Revolution gepriesenen Beschluss der Regierung zur Verlängerung der Atomlaufzeiten scheint der zuständige Minister sein Spiel also imposant verloren zu haben. Doch wer glaubt, Röttgen sei zu einer lahmen Ente geworden, könnte sich gewaltig irren. So schnell lä ...

  • BERLINER MORGENPOST: Entwarnung für alarmierte Eltern - Leitartikel
    Sie treiben sich auf der Straße rum und ziehen andere Kinder ab. Sie knacken, gerade mal zwölf Jahre alt, ihr erstes Auto. Sie prügeln sich und verkaufen Drogen. Sie dröhnen sich mit Alcopops zu, daddeln den ganzen Tag am Computer oder denken nur an Klamotten, Sex und Partys. Die Schule ist ihnen egal und was die Erwachsenen sagen, sowieso. Ausbildung, Arbeit: wozu? Es gibt doch Hartz IV. So denken und handeln die Kinder und Jugendlichen von heute - glaubt man den t&aum ...

  • BERLINER MORGENPOST präsentiert Tatort-Klassiker des RUNDFUNK BERLIN-BRANDENBURG auf DVD
    Ab 14. September 2010 gibt die BERLINER MORGENPOST in Kooperation mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) sechs Berliner Tatort-Klassiker aus den 70er bis 90er Jahren in einer DVD-Box heraus. Mitgeliefert wird ein umfangreiches Booklet mit Wissenswertem zu den Filmen und den Besetzungen. Ebenso enthalten sind aktuelle Rezensionen, unter anderem von Tatort-Darsteller Günter Hans Lamprecht, die jedem Tatort-Kenner einen neuen, zeitgenössischen Blickwinkel auf die einzelnen Folgen ...

  • BERLINER MORGENPOST: Alles andere als ein Musterprozess - Leitartikel
    Die Kachelmann-Soap geht weiter: Es mag hart sein für die beiden Hauptakteure des Prozesses - die Klägerin (in den Medien Sabine oder Simone genannt) und den Angeklagten - aber für uns, für die Öffentlichkeit, ist dieser Prozess längst ein Unterhaltungsstoff. Schon jetzt kennt jeder Leser, jeder Fernsehzuschauer viele, viel zu viele Details aus Kachelmanns - nun ja - eigenwilligem Liebesleben. Und mit jeder neuen Kachelmann-Geliebten, die sich in den Medien p ...

  • BERLINER MORGENPOST: Wulff entschärft eine Wutbombe - Leitartikel
    Den Gipfel politischer Darstellungskunst erlebte die Republik vergangene Woche auf preußischem Terrain. In Potsdam, wo der Genius Loci vorsieht, dass jeder nach seiner Fasson glücklich werden möge, trafen sich Kanzlerin, Besser-Präsident Gauck und andere hochmögende Herrschaften, um sich ihrer guten demokratischen Gesinnung zu versichern. Mohammed-Karikaturist Westergaard wurde gefeiert, als Fackelträger der Meinungsfreiheit. Vergessen, dass der Bekenntnisdran ...

  • BERLINER MORGENPOST: Der Frust der Enttäuschten - Leitartikel
    Wieder nix mit dem Durchstarten. Diesmal ist es die Causa Steinbach, die Bundeskanzlerin Angela Merkel und der CDU den Aufbruch aus dem Stimmungstief in bessere Zeiten vermasselt. Dass die Präsidentin der Vertriebenen nicht gerade zu den Lichtgestalten in der CDU zählt, hat Frau Steinbach mit ihren kruden Bemerkungen zur Mobilmachung Polens im März 1939 einmal mehr bewiesen. Ihre Behauptung, die CDU verliere mehr und mehr ihre konservative Identität, und deshalb werde si ...

  • BERLINER MORGENPOST: Der Teil-Rückzug Sarrazins
    Thilo Sarrazin ist nicht so hart mit sich und anderen, wie viele zu wissen glaubten. Er zieht sich aus dem Bundesbank-Vorstand zurück und erspart damit der gesamten Staatsspitze vom Bundespräsidenten über die Kanzlerin bis hin zum Chef der Notenbank die Peinlichkeit, sich aufs juristische Glatteis zu begeben, um den Unbotmäßigen in einem öffentlichen Gerichtsverfahren aus seinem Amt zu werfen. Bei aller Lust zur Provokation: Sarrazin ist kein Hasardeur. Der ...

  • BERLINER MORGENPOST: Nicht nur Recht, auch gerecht - Leitartikel
    Was ist unserer Gesellschaft Zivilcourage wert? Im Fall um den gewaltsamen Tod des Münchner Geschäftsmannes Dominik Brunner vor knapp einem Jahr hat das Münchner Landgericht jetzt eine Antwort gegeben: Wer einen Menschen zu Tode bringt, der andere schützen will, ist ein Mörder. Die Richter haben all die Einwände gegen eine Bewertung der Tat als Mord verworfen. Ob Brunners unerkannte Herzerkrankung oder die Tatsache, dass er als Erster zuschlug - es half den A ...

  • BERLINER MORGENPOST: Erst denken, dann reden - Leitartikel
    Wenn in der Vergangenheit auch nur halb so intensiv über die Integration von Migranten nachgedacht, diskutiert und dann auch noch gehandelt worden wäre wie in den vergangenen Tagen über die Thesen Thilo Sarrazins, dann wären wir weiter in diesem Land. Doch einmal mehr haben die Erregungsrituale über das Nachdenken obsiegt. Von Thilo Sarrazin bis hin zu den höchsten Repräsentanten des Staates gaben zu viele ihre Meinung zum Besten, ohne die Konsequenzen ihrer ...

  • BERLINER MORGENPOST: Für Berggruen fängt die Arbeit erst an - Leitartikel
    Nicolas Berggruen hat es geschafft: Nach Monaten quälender Verhandlungen und einem bisweilen kaum noch erträglichen Hauen und Stechen ist er jetzt Eigentümer von Karstadt. Ein bedeutender Arbeitgeber, ein Magnet in Deutschlands Innenstädten und - falls der Neustart gelingt - ein potenzieller Steuerzahler bleiben damit zum Glück erhalten. Und davon profitiert vor allem Berlin als größter Karstadt-Standort. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten jubeln die Mitarb ...

  • BERLINER MORGENPOST: Ausdiskutieren, nicht wegschweigen
    Hajo Schumacherüber die Entscheidung der Bundesbank, Thilo Sarrazin abzusetzen

    Die Bundesbank hat entschieden, Sarrazin soll gehen. Jetzt wird auch die SPD fieberhaft nach einer Chance suchen, sich des unangenehmen Genossen zu entledigen. Keine Frage: Der Zahlenmann hat mit seinem Thesengewitter und nachfolgenden Einlassungen für Empörung gesorgt, oft zu Recht. Dennoch: Nicht alle Gedanken Sarrazins sind wirr und nicht jeder ein Radikaler, der ihm zustimmt. Vielmehr beweist das öffentliche Interesse, die Leserbriefe, Tumulte in Buchläden und die ...

  • BERLINER MORGENPOST: Ein israelisches
    Angebot zum Frieden
    Clemens Werginüber die Aussichten der Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern

    Werden wir bei den heute beginnenden Nahost-Verhandlungen doch noch eine Überraschung erleben? Zunächst sah ja alles nach dem üblichen Prozedere aus. Die Konfliktparteien konnten nur unter erheblichem amerikanischem Druck dazu bewegt werden, überhaupt an den Verhandlungstisch zu kommen. Und die Gespräche hatten noch gar nicht begonnen, als Hamas-Terroristen vier Israelis im Westjordanland umbrachten, um die Friedensbemühungen zum Scheitern zu bringen. Es w&au ...

  • BERLINER MORGENPOST: Der neue Mut der Bürger, sich zu wehren - Leitartikel
    In Deutschland macht sich ein schleichender gesellschaftspolitischer Wandel breit. Bei Weitem noch nicht so fundamental wie in den 70er-Jahren, aber doch nicht zu überhören, werden die Werte und Prozesse, auf denen unsere freiheitliche Ordnung gründet, zunehmend hinterfragt. Dabei zeichnet sich ein bedeutsamer Unterschied gegenüber Protest und Rebellion von einst ab. Waren es vor 40 Jahren vor allem Studenten und Intellektuelle, die das herrschende System herausforderte ...

  • BERLINER MORGENPOST: Auf den Schulhöfen im Kiez ändert sich nichts - Leitartikel
    Die Berliner Stadtzeitschrift "Zitty" ist braunen Gedankenguts völlig unverdächtig. Die aktuelle Ausgabe trägt den Titel "Flucht vor Multikulti. Brennpunkt Schule - warum Berliner Eltern ihren Kiez verlassen". Geschildert werden die alltäglichen Gewalt-Probleme, aber auch die seelischen Nöte von Eltern, die kulturelles Miteinander leben wollen, aber daran scheitern. "Ich kann doch mein Kind nicht der Integration opfern", sagt beispielsw ...

  • BERLINER MORGENPOST: Ernüchterung auch auf dem Balkan - Leitartikel
    Während zu Hause immer vernehmlicher an seinem Vorstandsstuhl gesägt wird, hat Guido Westerwelle auf dem politisch nach wie vor stark verminten Balkan versucht, seine Rolle als Außenminister zu stärken. Allerdings muss ihn auch die Reise von Kroatien bis zum Kosovo bei ehrlicher Bilanzierung ernüchtert haben. Denn gut zehn Jahre nach Ende der letzten Kämpfe im ehemaligen Restjugoslawien schweigen zwar die Waffen, die neue Landkarte der Nachfolgestaaten des e ...

  • BERLINER MORGENPOST: Ein schwieriger Weg, aber ein guter - Leitartikel
    Sie kann es also doch - wenn sie nur will und die Zeit drängt. Die von der schwarz-gelben Koalition erzielte Einigung zur Reform der Sicherungsverwahrung zeugt von Einsicht, gutem Willen und Bürgernähe, wie sie die Regierung Merkel/Westerwelle bisher allzu selten bewiesen hat. Dass der Kompromiss dazu noch ein brauchbarer ist, macht die Sache noch besser. Dabei hatten die Innen- und Rechtspolitiker von Union und Liberalen gleich zwei Probleme zu lösen, die in den vergan ...

  • BERLINER MORGENPOST: Geldautomaten-Gebühren
    Bank- und Sparkassendirektoren klopfen sich auf die Schultern. Künftig sollen ihre Kunden beim Abheben von Banknoten an fremden Geldautomaten vor bösen Überraschungen geschützt sein. Ab dem kommenden Jahr, so das Versprechen der Banker, werde an jedem Automaten in Deutschland direkt angezeigt, wie hoch die Gebühren für die Transaktion sind. Was da als großer Schritt in Richtung Verbraucherfreundlichkeit verkauft wird, ist ja wohl kaum mehr als eine Selbst ...

  • BERLINER MORGENPOST: Bundeswehrreform
    Ein radikaler Schritt. Aber überfällig in einer Bundeswehr, die zwar rund 250000 Soldaten und Soldatinnen zählt, aber schon an ihre personelle Grenze stößt, wenn nur rund 7000 von dieser Viertelmillion zu Auslandseinsätzen kommandiert werden. Überfällig in einer Truppe, in der noch weitgehend Kommando- und Gliederungsstrukturen aus Zeiten des Kalten Krieges herrschen und die zudem von einem militärischen wie zivilen Wasserkopf verwaltet wird. Ver ...

  • BERLINER MORGENPOST: Was im Leben zählt - jenseits der Politik - Leitartikel
    Eine Meldung aus der Spitzenpolitik, die berührt: SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier nimmt "eine Auszeit", um seiner schwer erkrankten Frau beizustehen. Nein, beizustehen ist zu schwach - es ist nicht weniger als der Versuch, ihr Leben zu retten. Steinmeier spendet seiner Frau eine Niere, die sie nach langjähriger Nierenschwäche dringend braucht. Auf ein anonymes Spenderorgan zu warten, würde zu lange dauern. Nur wer einen "Lebendspender" find ...

  • "Das ist Berlin" - BERLINER MORGENPOST startet Markenkampagne
    "Das ist Berlin" lautet ab 23. August 2010 der neue Claim der BERLINER MORGENPOST. Gleichzeitig fällt der Startschuss für eine crossmediale Markenkampagne. Mit verschiedenen Motiven, die charakteristische Berliner Situationen und Augenblicke festhalten, präsentiert sich die BERLINER MORGENPOST als die weltoffene, moderne, optimistische Qualitätstageszeitung aus Berlin für Berlin. Schwerpunkt der Kampagne bilden großformatige Plakate im gesamten Stadtg ...

  • BERLINER MORGENPOST: Facebook-Fotos gehen den Chef nichts an - Leitartikel
    Eines kann man dem Bundesinnenminister nicht vorwerfen: Aktionismus. Ein einziges Gesetz ("Bundesbesoldungsanpassungsgesetz") hat Thomas de Maizière (CDU) seit seinem Amtsantritt im Spätherbst 2009 bis ins Bundesgesetzblatt gebracht. Doch das muss kein schlechtes Zeichen sein. Schließlich schätzt man de Maizière als einen besonnenen Mann - wie er erst jüngst mit seiner Warnung vor Hysterie wegen Googles Street View unter Beweis gestellt hat. F& ...

  • BERLINER MORGENPOST: Warum Eltern nicht verzweifeln müssen
    Beatrix Fricke über das schlechte Abschneiden Berlins im Bundescheck der Bildungssysteme

    Berliner Eltern, so scheint es, haben allen Grund zur Sorge. Die neueste Schlagzeile reiht sich nahtlos ein in die vielen schlechten Nachrichten aus den Kitas, Schulen und Universitäten der Hauptstadt. Berlin belegt im Bildungsvergleich der Bundesländer den letzten Rang, vermeldet die "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" als Ergebnis ihres Bildungsmonitors 2010. Wehe dem, der sein Kind dem Berliner Bildungssystem anvertrauen muss, ist man geneigt zu sagen. Von der ...

  • BERLINER MORGENPOST: Künast in Westerwelles Fußstapfen
    Uli Exner über die Ursachendes grünen Höhenflugs und schwarz-gelber Tiefpunkte

    Verdient ist das natürlich nicht. Wenn die Grünen in diesen Tagen bundesweit und landesweit durch die Decke schießen in den Umfragen, dann steckt dahinter nicht eine besonders kluge Politik oder eine gerissene Art der Politikvermittlung. Auch das aktuelle Personal ist nicht weniger mittelmäßig als vor einem oder zwei Jahren. Der Trend zu den dicken grünen Backen basiert vielmehr auf einem im Prinzip sehr gesunden Reflex des deutschen Wahlvolkes. Das neigt in ...

  • BERLINER MORGENPOST: Die Hitliste der Hilfsbereitschaft - Leitartikel
    Wenn professionelle Spendenbesorger in einer ruhigen Minute mal ihren barmherzigen Dackelblick drangeben und in jener Härte reden, die im innersten Zirkel des Wohltätigkeitsgeschäfts gepflegt wird, dann ergeben sich ganz klare Ranglisten: Bilder von verhungernden Kindern funktionieren immer noch am besten, gerade um die Weihnachtszeit, auch Tierbabys mit großen, ängstlichen Augen scheinen direkt in die Herzen der Menschen zu dringen und das Portemonnaie zu öf ...

  • BERLINER MORGENPOST: Wohltaten bestellt, aber nicht bezahlt - Leitartikel
    In Delmenhorst haben sie vor ein paar Jahren schon mal nachts die Straßenlaternen abgestellt: Die Sträßchen lagen ebenso düster da wie das umliegende niedersächsische Flachland. Anderswo, im brandenburgischen Döbern, fehlen 1250 Euro, um das Stadtfest zu feiern. So weit ist es gekommen mit Deutschlands Städten. Die Finanznot raubt ihnen die Möglichkeit, ihre Funktionen zu erfüllen, nämlich Orte des Lichts zu sein und für ihre Bürg ...

  • BERLINER MORGENPOST: Google ist ein Experiment für uns alle - Leitartikel
    Jeder Google-Nutzer möge mal überlegen, wie viel höchst Vertrauliches er der Suchmaschine in den letzten Jahren anvertraut hat? Wie viele Informationen gibt ein Mensch über sich preis anhand seiner Fragen nach Produkten, Personen, Krankheiten, Krediten und allerlei Absonderlichem? Was alles wurde wann und wo mit Googles Hilfe erworben? Welche Orte, welche Routen wurden mit Google Maps ermittelt? Von wo hat man wann mit wem über das Google-Handy Android telefoniert? ...

  • BERLINER MORGENPOST: Kreative Lösungen
    statt Karriereknick
    Beatrix Fricke über Möglichkeiten, wie Frauen Kinder und Job vereinbaren können

    Kinder sind die Karrierebremse Nummer eins für Frauen: Dieses Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Bertelsmann Stiftung kommt für Deutschlands Mütter kaum überraschend. So traurig es ist: Viele von ihnen erleben am eigenen Leib, wie ein eigentlich so wundervolles Erlebnis wie die Geburt eines Kindes ihr Leben auf den Kopf stellt. Da ist der Chef, der die junge Mutter immer dann ganz dringend braucht, wenn sie ihr Kind von der Kita abholen muss - bis er gar nicht mehr n ...

  • BERLINER MORGENPOST: Eine kluge Entscheidung der Verfassungsrichter
    Christine Richterüber das
    späte und überraschende Urteil
    im Fall Landowsky

    Einmal mehr hat das Bundesverfassungsgericht für eine Überraschung gesorgt: Es kippte gestern das Urteil zur Berliner Bankenaffäre. Und rehabilitierte damit den ehemaligen Chef der Berlin Hyp und früheren CDU-Fraktionsvorsitzenden Klaus-Rüdiger Landowsky. Der 68-Jährige sagte gestern nicht viel, aber das, was er sagte, drückt seine ganze Genugtuung und seine Missachtung der Berliner Justiz aus. Verständlicherweise. Denn das Berliner Landgericht und v ...

  • BERLINER MORGENPOST: Keine Angst vor der Landkarte der Zukunft - Leitartikel
    Die Endlos-Straßenbilder von Google - "Street View" (Straßenansicht) genannt - gibt es seit drei Jahren. Auf ihnen kann man aus der Fußgängerperspektive die besiedelte Welt erkunden, seit kurzem auch Hongkong. Nach langem Streit soll der Google-Dienst im November ebenfalls in Deutschland freigeschaltet werden - aber mit einer Zusatzfunktion, die Google nirgendwo sonst anbietet. Bei uns darf jeder Computernutzer per Knopfdruck Widerspruch gegen die Abbildung ...

  • BERLINER MORGENPOST: Das nächste Unwetter kommt bestimmt - Leitartikel
    Vor ein paar Tagen konnten wir noch bedrückt mitfühlend zuschauen, wie sich in weiter Ferne die Naturgewalten gegen den Menschen erhoben. Fernab in Russland, wo noch immer Feuer und Rauchwolken die Zukunft vieler Menschen verdunkeln. Oder fernab in Pakistan und Indien, wo Millionen Menschen vor den ungeheuren Wassermassen des Monsun flüchten. Seit dem Wochenende tobt sich die Natur nun auch vor unserer Haustür aus. Binnen Stunden verwandelten sich eigentlich harmlose B ...

  • BERLINER MORGENPOST: Der Schutzanspruch der Bürger hat Grenzen - Leitartikel
    Die Richter am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg haben der Berliner Koalition den nächsten veritablen Streit beschert. Doch mit ihrem Urteil zur Sicherungsverwahrung von Schwerstkriminellen haben sie nicht allein bei den Rechtspolitikern heftige Diskussionen ausgelöst. Besonders hoch her geht es an Deutschlands Stammtischen. Dort herrscht Unverständnis darüber, dass das Recht auf Freiheit für rechtswidrig in verlängerte H ...

  • BERLINER MORGENPOST: Kommentar zu Putins Versagen bei den Waldbränden
    Die verheerenden Waldbrände in Russland, die ihresgleichen in der Geschichte des Landes suchen und die einzudämmen, geschweige denn zu löschen die geballte Maschinerie des russischen Staates bisher nicht in der Lage ist, bringen die ansonsten sehr langmütige russische Seele ins Brodeln. Selbst der teflonartige Premier Wladimir Putin musste sich Pfiffe und kreischende Vorwürfe gefallen lassen, als er ein abgebranntes Dorf in der Provinz besuchte. Das Staatsfernsehen ...

  • BERLINER MORGENPOST: Kommentar zu Ersatzkanzler Westerwelle
    Irgendwas Auffälliges am gestrigen Mittwoch? Eher nicht. Mittelguter Sommertag, ein wenig Krisenpause, nicht mal Fußball - Deutschland gibt sich dem Flip-Flop-Feeling hin. Für den Bundesaußenminister, Vizekanzler und FDP-Chef war dieser Mittwoch allerdings ein historischer, der Tag des Neustarts, der Beginn von Westerwelle 2.0. Während die Kanzlerin rund um den Ortler nach festem Tritt sucht, leitete ihr Stellvertreter die Kabinettssitzung - bei der allerdings nu ...

  • BERLINER MORGENPOST: Kommentar zum Sorgerechts-Urteil des Verfassungsgerichts
    Jedes Jahr, kurz nach Beginn der Sommerferien, klingelt bei uns das Telefon. Eine weinende Freundin ist dran. Jetzt habe er das gemeinsame Kind wieder für zwei Wochen in den Urlaub mitgenommen. Die schreckliche neue Freundin sei auch wieder mit dabei. Sie hasse es, die nächsten vierzehn Tage ohne ihre Tochter zu sein. Und ihn hasse sie sowieso. So geht das jetzt seit vier Sommern. Trotzdem hat sie ihm das Kind noch nie verweigert. Weil sie weiß, dass ihre Tochter den Vater ...

  • BERLINER MORGENPOST: Kommentar zur Dauerkrise und zuÜbernahmeplänen bei der Berliner S-Bahn
    Die Berliner sind unzufrieden. Auch nach gut einem Jahr Krise bei der S-Bahn kann das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn AG noch immer kein vollständiges Zugangebot gewährleisten. Hinzu kommen stetig neue Klagen über verdreckte Wagen, fehlende Informationen und kaputte Klimaanlagen, gerade wenn es mal richtig heiß ist. Das soll anders werden, haben sich jetzt die Verkehrsexperten von SPD und Linkspartei gesagt. Ihr Plan: Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) sollen au ...

  • BERLINER MORGENPOST: Akzente setzen und den Kindern helfen -
    Philipp Neumannüber Ministerin Ursula von der Leyen und die Neuberechnung der Hartz-IV-Sätze

    Ursula von der Leyen ist bisher nicht dadurch aufgefallen, dass sie mit besonderem Nachdruck unangenehme Positionen vertreten hat. Als Familienministerin wurde sie populär, weil sie für mehr Kindergartenplätze und für das Elterngeld kämpfte. Als Arbeitsministerin präsentierte sie sich als Retterin von Karstadt - zu einem Zeitpunkt, als bei der Rettung des Kaufhauskonzerns nicht mehr viel schiefgehen konnte. Obwohl oder gerade weil von der Leyen als Kandidatin f ...

  • BERLINER MORGENPOST: Die Widersprüche
    in der Linkspartei
    Kommentar von Jochim Stoltenberg zu den Betrugs- Vorwürfen gegen den Vorsitzenden Klaus Ernst

    Die Linkspartei steckt voller Widersprüche. Sie behauptet, mit dem SED- Regime gebrochen zu haben, weigert sich aber, die DDR einen Unrechtsstaat zu nennen. Sie beschuldigt den Verfassungsschutz, wie die Unschuld vom Lande verfolgt zu werden, duldet aber Systemveränderer bis hinauf in die Parteispitze. Sie ist im Osten regierungswillig, im Westen koalitionsunfähig. Und nun hat sich bei ihrem Vorsitzenden Klaus Ernst auch noch ein tiefer Widerspruch zwischen öffentlicher ...

  • BERLINER MORGENPOST: Die Widersprüche
    in der Linkspartei
    Kommentar von Jochim Stoltenberg zu den Betrugs- Vorwürfen gegen den Vorsitzenden Klaus Ernst

    Die Linkspartei steckt voller Widersprüche. Sie behauptet, mit dem SED- Regime gebrochen zu haben, weigert sich aber, die DDR einen Unrechtsstaat zu nennen. Sie beschuldigt den Verfassungsschutz, wie die Unschuld vom Lande verfolgt zu werden, duldet aber Systemveränderer bis hinauf in die Parteispitze. Sie ist im Osten regierungswillig, im Westen koalitionsunfähig. Und nun hat sich bei ihrem Vorsitzenden Klaus Ernst auch noch ein tiefer Widerspruch zwischen öffentlicher ...

  • BERLINER MORGENPOST: Leitartikel: Wegschließen krimineller Kinder
    Der 13-Jährige ist nicht zu bändigen. Immer wieder klaut das Kind, flüchtet aus Heimen, schlägt, raubt, bedrängt Mädchen, auch sexuell. Wir schreiben das Jahr 2007, Berlin dümpelt durch den Sommer, als die Debatte über den strafunmündigen Intensivtäter namens Adnan die Stadt aufrüttelt. Polizisten berichten von ihrer Frustration, Experten melden sich, die Jugendämter beteuern ihre Hilflosigkeit - und die Politik streitet mal wieder ...

  • BERLINER MORGENPOST: Leitartikel: Wegschließen krimineller Kinder
    Der 13-Jährige ist nicht zu bändigen. Immer wieder klaut das Kind, flüchtet aus Heimen, schlägt, raubt, bedrängt Mädchen, auch sexuell. Wir schreiben das Jahr 2007, Berlin dümpelt durch den Sommer, als die Debatte über den strafunmündigen Intensivtäter namens Adnan die Stadt aufrüttelt. Polizisten berichten von ihrer Frustration, Experten melden sich, die Jugendämter beteuern ihre Hilflosigkeit - und die Politik streitet mal wieder ...

  • BERLINER MORGENPOST: Der Duisburger Oberbürgermeister und die Love-Parade-Katastrophe
    Morgen wird in Duisburg der Trauergottesdienst für die 21 Toten und vielen Hundert Verletzten der Love Parade 2010 stattfinden. Jeder, der in Duisburg trauert, jeder, der etwas gilt in der Stadt, wird anwesend sein. Alle, nur der Oberbürgermeister Adolf Sauerland nicht. Um die "Gefühle der Angehörigen" nicht zu verletzen und "mit seiner Anwesenheit nicht zu provozieren", werde er der Veranstaltung in der Salvatorkirche fernbleiben, sagte er einer Zei ...

  • BERLINER MORGENPOST: Union im Umfragetief
    Von wegen Sinkflug; ein Sturzflug in die Tiefe ist das, was Union und FDP da hinlegen. Binnen zehn Monaten haben CDU, CSU und FDP verspielt, was sie im September bei der Bundestagswahl gewonnen haben. Auf einen Stimmanteil von gerade noch 34 Prozent kommt Schwarz-Gelb nach der neuesten Forsa-Umfrage, das vereinte linke Lager auf 58. Die CDU allein mit ihrer Vorsitzenden und Kanzlerin Angela Merkel liegt mit 29 Prozent nur noch einen Prozentpunkt vor der SPD, der nach der vernichtenden Wah ...

  • BERLINER MORGENPOST:Über die Missbrauchsfälle am Canisius-Kolleg
    In Berlin üben die Kirchen nicht gerade großen Einfluss auf Leben und Denken der meisten Bewohner aus. Das gilt besonders für die im Nordosten Deutschlands von jeher in der Diaspora lebenden Katholiken. Von der Machtfülle und dem Prunk, wie sie Fürstbischöfe wie in Köln oder Augsburg entfalten, kann die annähernd bankrotte Erzdiözöse Berlin nur träumen. Der tägliche Überlebenskampf der Kirche und ihrer Orden in einer religionsf ...

  • BERLINER MORGENPOST: BERLINER MORGENPOST: Zu den geheimen Pentagon-Papieren und Wikileaks
    Was wissen wir? Oder noch wichtiger: Was wollen wir eigentlich wirklich wissen? Wir wissen, dass in Afghanistan Krieg geführt wird. Das bedeutet, Menschen mit Waffen schießen auf Menschen mit Waffen - und töten sie. Wollen wir das wissen? Wir wissen, dieser Krieg ist ein Guerilla-Krieg. Das heißt, Zivilisten und Kombattanten sind kaum unterscheidbar, sollen es aus Sicht des "Feindes", der Taliban, auch gar nicht sein. Also sterben Zivilisten. Getötet auch ...

  • BERLINER MORGENPOST: Kommentar zur Schuldfrage bei der Love-Parade-Katastrophe
    Die Loveparade feierte die Leichtigkeit des Seins. Ein Festival jugendlicher Lebensfreude, gegen niemanden gerichtet, ohne hehres Ziel oder ideologischen Überbau, friedlicher als manches Fußballspiel. Es endete mit Toten und Verletzten. Ausgerechnet diese harmlose Massenparty forderte mehr Opfer, als Terroranschläge oder die vielen gewalttätigen Demonstrationen, die dieses Land schon erlebt hat. Es bleiben nur Fassungslosigkeit, Trauer und Mitgefühl mit den Opfer ...

  • BERLINER MORGENPOST: Kommentar zu Jugendgewalt und zum Buch der toten Richterin Kirsten Heisig
    Welche eine Tragik. Die mutige Richterin, die nicht achselzuckend hinzunehmen bereit war, dass jugendliche Rechtsbrecher durch zu viel Nachsicht ungebremst in eine kriminelle Karriere abstürzen, ist viel zu früh am eigenen Leben gescheitert. Kirsten Heisig trieb ein hoher Anspruch an. Sie hat wachgerüttelt, sie hat gewarnt, als Jugendrichterin durchgegriffen. Political Correctness war ihre Berufung nicht. Das hat ihr nicht nur Zustimmung gebracht. Vor allem im regierenden po ...

  • BERLINER MORGENPOST: Kommentar: Die Risiken liegen nun bei den Staaten
    Sebastian Jostüber den zweifelhaften Stresstest für Banken und die Folgen daraus

    Selten wurde um Zahlenkolonnen aus Bankentürmen ein solcher Fetisch gemacht wie in den vergangenen Wochen. Dabei geht es bei dem groß angelegten Stresstest der EU gar nicht um harte Fakten, nicht um echte Gewinne oder Verluste - sondern um letztlich künstliche Szenarien theoretisch möglicher Krisensituationen. Die Aussagekraft dieser unter Laborbedingungen gemessenen Ergebnisse für die Wirklichkeit ist per se beschränkt, zumal sie längst nicht alle m&oum ...

  • BERLINER MORGENPOST: Kommentar: Die Risiken liegen nun bei den Staaten
    Sebastian Jostüber den zweifelhaften Stresstest für Banken und die Folgen daraus

    Selten wurde um Zahlenkolonnen aus Bankentürmen ein solcher Fetisch gemacht wie in den vergangenen Wochen. Dabei geht es bei dem groß angelegten Stresstest der EU gar nicht um harte Fakten, nicht um echte Gewinne oder Verluste - sondern um letztlich künstliche Szenarien theoretisch möglicher Krisensituationen. Die Aussagekraft dieser unter Laborbedingungen gemessenen Ergebnisse für die Wirklichkeit ist per se beschränkt, zumal sie längst nicht alle m&oum ...

  • BERLINER MORGENPOST: Kommentar: Erst Wetterbericht lesen, dann Bahn fahren
    von Thomas Exner

    Wer in diesem Sommer noch eine Fahrt mit dem ICE der Deutschen Bahn plant, tut auf jeden Fall gut daran, vor dem Kauf seiner Fahrkarte den Meteorologen seines Vertrauens zu kontaktieren. Denn wer geglaubt hat, das Spitzentreffen zum Ausfall der Klimaanlagen in den Paradezügen des größten europäischen Schienenkonzerns würde zu einer Lösung oder zumindest zu einer durchbrechenden Klärung des Problems führen, sieht sich getäuscht. Klar ist nur: B ...

  • BERLINER MORGENPOST: Kommentar: Erst Wetterbericht lesen, dann Bahn fahren
    Thomas Exnerüber das endlose Klimaproblem bei der Deutschen Bahn

    Wer in diesem Sommer noch eine Fahrt mit dem ICE der Deutschen Bahn plant, tut auf jeden Fall gut daran, vor dem Kauf seiner Fahrkarte den Meteorologen seines Vertrauens zu kontaktieren. Denn wer geglaubt hat, das Spitzentreffen zum Ausfall der Klimaanlagen in den Paradezügen des größten europäischen Schienenkonzerns würde zu einer Lösung oder zumindest zu einer durchbrechenden Klärung des Problems führen, sieht sich getäuscht. Klar ist nur: B ...

  • BERLINER MORGENPOST: Kommentar: Was wir den Kindern schuldig sind
    Jens Ankerüber den Kampfgegen Jugendkriminalität und Verwahrlosung

    Die Empörung über elfjährige Drogenkuriere auf Berliner U-Bahnhöfen darf den Blick auf den zentralen Aspekt des Problems nicht verstellen: Es handelt sich trotzdem um Kinder. Kein Elfjähriger kommt von sich aus auf die Idee, Heroinkügelchen im Mund zu transportieren. Er wird dazu angeleitet oder sogar gezwungen. Dass die Drogenmafia dabei vor allem auf alleinstehende Kinder aus Nordafrika zurückgreift, ist besonders perfide. Alle Kraft der Ermittlungen mu ...

  • BERLINER MORGENPOST: Kommentar: Was wir den Kindern schuldig sind
    ens Ankerüber den Kampfgegen Jugendkriminalität und Verwahrlosung

    Die Empörung über elfjährige Drogenkuriere auf Berliner U-Bahnhöfen darf den Blick auf den zentralen Aspekt des Problems nicht verstellen: Es handelt sich trotzdem um Kinder. Kein Elfjähriger kommt von sich aus auf die Idee, Heroinkügelchen im Mund zu transportieren. Er wird dazu angeleitet oder sogar gezwungen. Dass die Drogenmafia dabei vor allem auf alleinstehende Kinder aus Nordafrika zurückgreift, ist besonders perfide. Alle Kraft der Ermittlungen mu ...

  • BERLINER MORGENPOST: Kommentar: Banken haben Probleme mit Verbraucherfreundlichkeit
    Von Karsten Seibel

    Überraschen können die Ergebnisse der Stiftung Warentest niemanden mehr. Dass es Probleme mit den zu Jahresbeginn eingeführten Beratungsprotokollen gibt, ist lange bekannt. Schon kurz nach in Kraft treten des entsprechenden Gesetzes wurde kritisiert, dass die Banken nicht jedes Gespräch, bei dem sie sich mit einem Kunden über Wertpapiere unterhalten, auch gleich protokollieren. Die Kreditinstitute bewegen sich mit ihrer Scheu vor allzu großem bürokratisc ...

  • BERLINER MORGENPOST: Kommentar BERLINER MORGENPOST: Banken haben Probleme mit Verbraucherfreundlichkeit
    Von Karsten Seibel

    Überraschen können die Ergebnisse der Stiftung Warentest niemanden mehr. Dass es Probleme mit den zu Jahresbeginn eingeführten Beratungsprotokollen gibt, ist lange bekannt. Schon kurz nach in Kraft treten des entsprechenden Gesetzes wurde kritisiert, dass die Banken nicht jedes Gespräch, bei dem sie sich mit einem Kunden über Wertpapiere unterhalten, auch gleich protokollieren. Die Kreditinstitute bewegen sich mit ihrer Scheu vor allzu großem bürokratisc ...

  • BERLINER MORGENPOST: Kommentar Berliner Morgenpost von Jochim Stoltenberg
    Titel: Aus der Verantwortung geschlichen

    Demokratie verleiht Macht immer nur auf Zeit. Dieses Grundprinzip einer freien Gesellschaft wirkt Verkrustungen und Amtsmissbrauch ent gegen, befördert andererseits den Wett streit um die richtigen politischen Ziele. Weil Machtausübung auch immer viel Kraft kostet, bewahrt befristete Verant wortung zugleich vor Überforderung. Die kann dem Mächtigen auf Zeit von den Wählern bescheinigt werden. Aber auch er selbst kann seine Gr ...

  • BERLINER MORGENPOST: Merkels Hamburger Schicksalstag / Leitartikel
    Ob der gestrige Sonntag im Hamburger Rathaus das Etikett "Schicksalstag" verdient, darf man bezweifeln - die Stadtgeschichte der Elbmetropole hält dafür andere Kalenderdaten parat. Aber ein Tag mit einschneidenden Konsequenzen ist dieser 18. Juli ganz sicher, und das aus mehreren Gründen. Erneut geht der Kanzlerin und CDU-Vorsitzenden mit dem weithin beliebten Ole von Beust ein profilierter Länderchef ihrer Partei von der Fahne. Und wieder ist es einer von de ...

  • BERLINER MORGENPOST: Kommentar von Marius Schneiderüber den Geburtstag von Angela Merkel und ihre Sorgen mit Ole von Beust
    Dein Glück ist auch mein Glück!" Unterschreiben Sie bitte alle diesen schönen Satz: Es ist in Ihrem besten Interesse! Die vertrauliche Anrede sollte man vielleicht weglassen, je nach Maß des angebrachten Respekts vor Amt und Person. Denn es ist die Kanzlerin selbst, die gestern im fernen China ihr Wiegenfest feierte. Gratulieren sollten wir aber in jedem Falle. Denn wir brauchen das Glück von Angela Merkel. Dringend! Geburtstag hin oder her, die Projektliste d ...

  • BERLINER MORGENPOST: Kommentar zur Wahl Hannelore Krafts als Chefin einer Minderheitsregierung
    Die beiden Frauen haben Mut. Die eine noch ein bisschen mehr als die andere. Hannelore Kraft und Sylvia Löhrmann wollen Deutschlands größtes Bundesland ohne parlamentarische Mehrheit regieren. Als die lange auch in den eigenen Reihen unterschätzte neue Ministerpräsidentin kurzzeitig doch noch kalte Füße vor dem kühnen Experiment bekam, war es die Grüne Löhrmann (samt mehr oder weniger sanftem Druck aus der Berliner Parteizentrale), die pl&o ...

  • BERLINER MORGENPOST: Kommentar zur steigenden Zahl von Jugendlichen in Obhut vonÄmtern
    33 710 Inobhutnahmen melden die Statistiker. Zehntausende Male schritten Jugendamtsmitarbeiter, Polizisten und Richter zur Tat, ordneten an, dass Kinder aus ihrem Elternhaus ins Heim gebracht werden sollten. Nicht selten waren es auch Jugendliche, die selbst fanden, dass ihr Zuhause kein Schutzraum sei. 33 710 furchtbare Tragödien, denen meist jahrelanges Leid vorausgegangen ist. Und mindestens doppelt so viele Menschen, die unter dem Trauma der Heimunterbringung leiden. Denn nicht nu ...

  • BERLINER MORGENPOST: Kommentar zu den wetterbedingten Problemen der Bahn
    Alle reden vom Wetter - wir nicht. So hieß es einmal bei der weiland Deutschen Bundesbahn, und gemeint war der Vorteil der Bahn gegenüber Straße und Flugzeug bei Frost und Kälte. Jetzt zeigt sich umgekehrt, dass die modernsten Züge Außentemperaturen in den oberen Dreißigern manchmal nicht aushalten und dass das Bahn-Personal, oben wie unten, dem auch nicht gewachsen ist. Am Wochenende gab es Ausfälle, es gab gefährliche Schwächeanf&aum ...

  • BERLINER MORGENPOST: Das Risiko für die Gesellschaft minimieren - Leitartikel
    Wir leben in einer Risikogesellschaft. Denn die Freiheit, die wir zu Recht fordern, birgt immer auch Risiken. Zum Rechtsstaat gehört deshalb auch, dass wir das Problem akzeptieren müssen, dass ein Mörder, der seine Strafe verbüßt hat, wieder auf freien Fuß kommt und eventuell rückfällig wird. Die Gesellschaft gibt durch die Resozialisierung ihr Möglichstes, um die Wahrscheinlichkeit eines kriminellen Rückfalls zu verringern. Auszuschlie&szl ...

  • BERLINER MORGENPOST: Kommentar zum Besuch von Bundespräsident Christian Wulff in Paris
    Täuscht der Eindruck, oder haben sie auf die Bremse getreten? Aus Paris erreichen uns wahrlich präsidiale Bilder: Christian Wulff schreitet die prächtig behelmte Garde am Pariser Elysée-Palast ab. So kennt man Bundespräsidenten, so sind sie uns vertraut. Dieser hier mag jünger sein als gewohnt. Aber die staatsmännischen Gesten vor laufender Kamera beherrscht auch er. Angefangen hatte Wulffs erste Woche als Bundespräsident ganz anders - mit einem Kus ...

  • BERLINER MORGENPOST: Die Gentechnik braucht lebensnahe Regeln - Leitartikel
    Kann man Eltern, die bereits ein schwer behindertes Kind haben, die Geburt eines weiteren Kindes verbieten? Natürlich nicht. Kann man diesen Eltern verwehren, das Kind während der Schwangerschaft auf Schädigungen hin untersuchen zu lassen? Nein, sagt seit Jahrzehnten der Gesetzgeber, der die vorgeburtliche Diagnostik durch Fruchtwasseruntersuchungen zulässt und damit unter Umständen eine Abtreibung hinnimmt. Warum aber dürfen diese Eltern nicht den weniger pro ...

  • BERLINER MORGENPOST: Kommentar zu Präsidentenwahl in Polen
    Eine rundum gute Wahl. Für Polen - aber auch für Deutschland; und damit für die deutsch-polnischen Beziehungen. Die haben sich in den vergangenen zwanzig Jahren zwar so gut entwickelt, dass heute nur noch jeder siebente Pole Angst vor dem mächtigen Nachbarn im Westen empfindet. Dennoch ist die gute Nachbarschaft nicht so stabil, als dass sie temporäre Belastungen schadlos übersteht. Dass der künftige Staatspräsident Bronislaw Komorowski heißt, ...

  • BERLINER MORGENPOST: Kommentar zur Gesundheitspolitik der Regierung
    So dürfte sich kaum ein Wähler schwarz-gelbe Gesundheitspolitik vorgestellt haben. Wenn nicht noch ein Wunder geschieht, wird die Regierungskoalition in dieser Woche eine Reform festklopfen, die in keiner Weise Gestaltungswillen und Zukunftstauglichkeit erkennen lässt. Die im Koalitionsvertrag versprochene Entkoppelung der Kassenbeiträge von den Lohnnebenkosten? Kein Thema mehr. Mehr netto vom Brutto? Ein hehrer Vorsatz von gestern. Stattdessen: Beitragssteigerungen f&u ...

  • BERLINER MORGENPOST: Mit Teamgeist in Richtung Titel - Leitartikel
    Mutig und stark haben die deutschen Fußballer an die Tür zum Himmel geklopft. Und auch wenn er schon einmal die Hand Gottes spielen durfte, diesmal war es nicht Diego Maradona, der ihnen öffnete. Tritt ein, deutsche Jubel-Nation, willkommen im Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft. Das Happy End dieses Sommermärchens rückt immer näher. Unter Jürgen Klinsmann entdeckten wir vor vier Jahren das Wir-sind-Deutschland-Gefühl, unter seinem Nachfol ...

  • BERLINER MORGENPOST: Leitartikel zur Antrittsrede des Bundespräsidenten
    Er liest vor: kein Pathos, kein Timbre, keine Begeisterungsflammen. Dabei macht er eigentlich auch alles richtig: Er dankt seinen Gegnern, er dankt seinem Vorgänger, er dankt dessen Gattin. Alles sehr korrekt. Abgesehen vom Holperstart in den Amtseid - na ja, menschlich eben. Und so könnte man mit etwas gutem Willen feststellen: Es geht eine gewisse Selbstverständlichkeit aus vom neuen Mann am wichtigsten Rednerpult des Landes. Spannend ist die nicht. Aber möglicherwei ...

  • BERLINER MORGENPOST: Die Linkspartei ist nicht abgeschrieben - Leitartikel
    Dass die Wahl unseres Staatsoberhaupts immer mehr ist als die Kür des Präsidenten, hat sich so deutlich wie selten zuvor bestätigt. Ein Kampf um die Macht im Lande war's. Mit dem Punktsieger Christian Wulff, der heute ins Schloss Bellevue einzieht. Und mit gleich zwei Verlierern. Angesichts des Menetekels im schwarz-gelben Mehrheitslager mit der Anführerin Angela Merkel ist zunächst etwas aus dem Fokus geraten, dass auch das rot-rot-grüne Oppositionslager sein ...

  • BERLINER MORGENPOST: Ein destruktives Misstrauensvotum - Leitartikel
    Selbst Politikmuffel konnten sich der Dramatik des gestrigen Tages kaum entziehen. Die Wahl von Christian Wulff zum zehnten Bundespräsidenten war zwar wenig überraschend, das Zustandekommen dafür umso mehr. Wulff hat gewonnen, die Kanzlerin allerdings eine derbe Niederlage erfahren. Nun ist klar geworden, wie es um die Regierungskoalition aus CDU, CSU und FDP steht: Offenkundig bekommen die Parteiführer Merkel, Seehofer und Westerwelle ihre Abgeordneten nicht in den Grif ...

  • BERLINER MORGENPOST: Die Weisheit unserer demokratischen Regeln - Leitartikel
    Es ist nicht viel Gutes gewesen an Horst Köhlers unerklärtem Rücktritt, an dieser Flucht aus dem Schloss Bellevue, dessen destruktive Qualität die des ähnlich abrupten Lafontaine-Rückzugs noch übertroffen hat. So etwas macht man nicht. Das ist ein spielerischer, im Zweifel egoistischer Umgang mit höchsten Staatsämtern, der den nötigen Respekt vor unserer Demokratie vermissen lässt und der sie unter dem Strich gefährdet. Wer einen ...

  • BERLINER MORGENPOST: Kommentar zum Mythos des WM-Klassikers Deutschland gegen England
    Die Sterbehilfe wird gerichtlich revolutioniert, beim Gipfel in Toronto wird die Weltwirtschaft neu geordnet, die FDP sucht endlich Haltung, und beim Großflughafen BBI läuft auch nichts, wie es soll. Überall geschieht Großes, aber Deutschland redet nur über ein Thema: das Spiel gegen England. Gut so. Es geht ja nicht um 22 Halbstarke, die einer Lederkugel hinterherjagen, sondern um die Geschichten, die da in 90 Minuten angestoßen werden, Geschichten, die si ...

  • BERLINER MORGENPOST: Kommentar zum Elterngeld-Vorstoß der FDP
    Lieben auch Sie die neuen Väter? Herzerwärmend sehen sie aus, wenn sie tagsüber Kinderwagen durch Berlin schieben. Männer, die gestern noch ins Büro gingen und heute Windeln wechseln. Sie lächeln und bespaßen ihr Baby - dank Elterngeld. Eine "aktivere Vaterschaft" werde damit befördert, erklärt das Bundesfamilienministerium. Willkommen in der heilen Welt Deutschland. Papa und Mama - sie teilen sich ganz gerecht die Kinderziehung. Das ...

  • BERLINER MORGENPOST: In der Vielfalt liegt viel Kraft - Leitartikel
    Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen. Rahn schießt ... Nein, Rahn schießt nicht mehr. Özil schießt. Oder Cacau. Oder Podolski, Khedira, Boateng. Es ist eher eine deutsche International- als eine Nationalmannschaft, die da gerade ins Achtelfinale vorgedrungen ist bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika. Ein ziemlich zusammengewürfelter Haufen, den wir anfeuern, mit dem wir mitfiebern, über den wir stöhnen zu Hause und in ...

  • BERLINER MORGENPOST: Die Arbeitswelt wird vielfältiger - Leitartikel
    Unsere Arbeitswelt wird immer bunter und vielfältiger, man könnte auch sagen: immer unübersichtlicher. Das spiegelt sich auch in den Tarifverträgen wider. Schon längst nicht mehr können Branchen, Unternehmen und Arbeitnehmer über einen Kamm geschoren werden. Diese Einsicht ist nun auch beim Bundesarbeitsgericht in Erfurt angekommen. Den alten Grundsatz "ein Betrieb, ein Tarifvertrag" haben sie ad acta gelegt. Durchlöchert war dieses Prinzip ...

  • BERLINER MORGENPOST: Reformen und doch keine Fortschritte - Leitartikel
    Berlin gehört wieder einmal zu den Schlusslichtern bei einem Bundesvergleich schulischer Leistungen. Pisa lässt grüßen. Dieses Mal wurden Leseverständnis und Hörverstehen sowie die Rechtschreibkenntnisse der Neuntklässler getestet. Verglichen mit denen der Sieger aus Bayern und Baden-Württemberg sind die Berliner Ergebnisse ernüchternd. Sie zeigen, dass sich die Qualität des Unterrichts trotz vieler Anstrengungen und Reformen nach dem Pis ...

  • BERLINER MORGENPOST: Wirtschaftsspionage ist noch immer ein Tabu - Leitartikel
    Sie scheuen keine Anstrengung, den Anschluss an westliche Spitzentechnologie zu finden - allen voran Russen und Chinesen. Leider oft mit illegalen Mitteln. Statt selbst mit hohem geistigen und finanziellen Aufwand zu forschen und zu entwickeln, setzen manche Wirtschaftslenker auf Spionage, auf Datenklau und Blaupausen-Beschaffung. Dabei haben sie vor allem deutsche Unternehmen und Labore im Visier. Es wird höchste Zeit für entschlossene Abwehrmaßnahmen. Denn verliert die d ...

  • BERLINER MORGENPOST: Es gibt gute Gründe, an die Nationalelf zu glauben - Leitartikel
    Eine der berühmten wie viel zitierten Weisheiten des großen Fußball-Trainers Sepp Herberger lautete: "Die Leute gehen zum Fußball, weil sie nicht wissen, wie es ausgeht." Gestern glaubten die Leute zu wissen, wie das Spiel ausgehen würde. Deutschland schlägt Serbien, alles andere schien nach dem 4:0-Auftaktzauber über Australien jenseits der Vorstellungskraft. Berlins Straßen waren zur Mittagszeit in Schwarz-Rot-Gold getaucht, viele Chef ...

  • BERLINER MORGENPOST: Kommentar zu Obamas angekündigter Energiewende
    Mit seiner Fernsehansprache zum Öl-Desaster im mexikanischen Golf hat Barack Obama nicht nur versucht, aus der Defensive zu kommen. Der amerikanische Präsident hofft auch, dass die Umweltkatastrophe zu einer Art zweitem Sputnik-Schock für die USA werden könnte. Als es den Sowjets 1957 gelungen war, den ersten Satelliten ins All zu schießen, war das damals ein böses Erwachen für die Amerikaner, die sich bis dahin als weltweite Speerspitze des Fortschritts ...




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