Ostthüringer Zeitung: Kommentar zu Demonstrationen Ostthüringer Zeitung: "Wenn Entscheidungen getroffen
sind, muss man sie auch umsetzen", sprach Brüderle per
Zeitungsinterview zu den Demonstranten, die in Stuttgart und
mittlerweile auch in anderen Städten gegen das monströse Bahnprojekt
protestieren. Doch Demokratie ist keine Einbahnstraße. Es klingt eher
nach hilflosem Verschanzen hinter demokratischen Institutionen.
Demnach müssten auch falsche Entscheidungen umgesetzt werden, nur
weil sie mit pa ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar der Ostthüringer Zeitung (Gera) zu Brüderle OTZ zu Brüderle: Niemand weiß über die Gegebenheiten
vor Ort besser Bescheid als Arbeitgeber und Gewerkschaften. Aus gutem
Grund sind darum auch sie es, die Tarifverhandlungen führen - und
nicht die Bundesregierung. Die Tarifpartner beklagen sich deshalb zu
Recht über die Einmischung des Ministers. Ratschläge aus der Politik
sind immer einer kleiner Anschlag auf die Tarifautonomie, weil sie
entweder politischen Druck erzeugen sollen oder rein populistische
Mo ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar zu Stuttgart 21 Ostthüringer Zeitung (Gera) zu Stuttgart 21: Die
Demonstranten haben ihre Strategie erklärt: Weil die Pläne längst
beschlossen sind, wollen sie den Druck notfalls bis zu den
Landtagswahlen durchhalten und noch erhöhen, um das Projekt doch noch
zu verhindern - den Druck auf die Landesregierung und auf die CDU.
Die Kanzlerin könnte sich mit dem Objekt ihrer neuen Unnachgiebigkeit
also arg verrechnet haben.
Pressekontakt:
Ostthüringer Zeitung
Redaktion Ost ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar der Ostthüringer Zeitung (Gera) zur Rede des Bundespräsidenten Christian Wulff Ostthüringer Zeitung (Gera): Wulff hat eine tadellose
Rede gehalten. Sie hatte auch den erwarteten und von einigen
vermissten Akzent (Integration). Und Wulffs Bekenntnis, er sei auch
der Präsident der Muslime, ist alles andere als gefällig. Aber Wulff
hätte besser ein Thema herausgearbeitet, nur die Einheit, die
Integration oder Europa, aber nicht alles auf einmal. Am Ende des
Tages bleiben eine Sorge und ein Wunsch. Die Sorge: Wulffs Rede wird
bald in Vergessenheit ger ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu Solibeitrag:
Die unendliche Geschichte um den "Soli" ist mit Karlsruhe noch
lange nicht zu Ende. Über ihn wird weiter juristisch gestritten
werden. Ein Teil der Bürger, im Westen zumal, sieht seinen Sinn nicht
mehr ein. Die FDP könnte die Forderung nach seiner Abschaffung wieder
auflegen; sie klingt wie eine alte abgegriffene Schellackplatte. Und
spätestens mit dem Ende des Solidarpakts II hat sich der Zuschlag
politisch &uu ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu Gesundheitsreform:
Das, was Rösler gestern vorgestellt hat, ist ein vermurkster
Kompromiss, der vor allem zu Lasten der Versicherten geht. Rösler
wälzt künftige Kostensteigerungen auf die Arbeitnehmer ab, indem er
den Arbeitgeberanteil für die Gesetzliche Krankenversicherung
einfriert. Das wäre noch vertretbar gewesen, wenn die Koalition einen
Gesundheitssoli eingeführt hätte. Dazu war die FDP aber nicht bereit.
...
Ostthüringer Zeitung: KORREKTUR Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zur Hartz-IV-Reform:
Allzu große Erwartungen sollten Langzeitarbeitslose und deren
Familien nicht mit der Hartz-IV-Reform verknüpfen. Auch künftig wird
sich die Höhe der Leistungen nicht vordringlich am Bedarf, sondern
eher an politischen Opportunitäten und der Finanzlage in den
öffentlichen Haushalten bemessen. Für eine generöse Anhebung der
Hartz-Sätze ist unter dem Diktat des Rotstifts somit kaum Spielraum. ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zur Hartz-IV-Reform:
allzu große Erwartungen sollten Langzeitarbeitslose und deren
Familien nicht mit der Reform verknüpfen. Auch künftig wird sich die
Höhe der Leistungen nicht vordringlich am Bedarf, sondern eher an
politischen Opportunitäten und der Finanzlage in den öffentlichen
Haushalten bemessen. Für eine generöse Anhebung der Hartz-Sätze ist
unter dem Diktat des Rotstifts somit kaum Spielraum. Union und ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar der Ostthüringer Zeitung (Gera) zu Anti-Atom-Demo Der Ausstieg aus dem Atomausstieg ist (so gut wie)
politisch beschlossene Sache. Aber von Steine- und Wasserwerfern und
darüber kreisenden Hubschraubern, wie sie aus den
Auseinandersetzungen in den 80er Jahren in Erinnerung sind, ist weit
und breit nichts zu sehen. Stattdessen hat sich eine friedfertige,
sehr gesellschaftsmittige Mehr-Generationen-Bürgerwehr formiert, die
ihren Protest mit Entschlossenheit auf die Straße trägt. Das
Copyright dafür gebührt de ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu Merkel:
Einerseits scheint Kanzlerin Merkel schon beeindruckt zu sein vom
Widerstand, der sich gegen befürchtete soziale Auswirkungen von
Sparpaket und Gesundheitsreform sowie gegen den Atomvertrag formiert.
Sonst hätte sie wohl kaum - etwas sehr nebulös zwar - weitere
Entscheidungen angekündigt. Andererseits ließ sie die Chance aus, die
Zornigen zu besänftigen oder gar zu überzeugen. Wo, wenn nicht in der
Generaldebatt ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu EU/Roma:
Die streitlustige Luxemburgerin hat Recht, wenn sie über den
üblichen Diplomaten-Jargon hinausgeht. Ja, es ist gut, wenn die
EU-Kommission als Hüterin der EU-Verträge Klartext redet und sich
nicht davor scheut, sich mit einem der Großen in der EU anzulegen.
Aber Reding hat kein Recht dazu, die gegenwärtige Ausweisung von Roma
aus Frankreich in die Nähe der Verbrechen der Nationalsozialisten im
zweiten Weltkri ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu Merkel:
Sie hat sich erstens von der Opposition den Schneid nicht abkaufen
lassen. Zweitens hat sie einen Plan, um ihre schwarz-gelbe Koalition
wieder flottzumachen. Auch wenn Merkel das Kreuz durchdrückt, agiert
sie dennoch aus der Defensive heraus. Den Vorwurf der Klientelpolitik
wird die Kanzlerin so rasch nicht los. Sie muss auch die
Alltagssorgen ihrer Wähler ernst nehmen: Wie lange will sie tatenlos
zuschauen, wie die Leiharbeit ausgeweit ...
Ostthüringer Zeitung: Ostthüringer Zeitung (Gera) zur Bundeswehr Kommentar zur Bundeswehr: Mit der absehbaren
Grundsatzentscheidung kommt ein System ins Wanken, das auf zuletzt
immer stärker anfechtbaren Voraussetzungen und schiefen Folgerungen
beruhte.Ohne Wehrpflicht keine Musterung. Ohne Musterung keine
Tauglichkeit. Ohne Tauglichkeit keine Einberufung. Ohne Einberufung
keine Verweigerung. Ohne Verweigerung kein Ersatzdienst. So wird grob
betrachtet die Kettenreaktion aussehen. Bis die neue Armee steht,
werden aber noch viele Jahre vergehen. Dem ...
Ostthüringer Zeitung: Ostthüringer Zeitung (Gera) zu CDU Kommentar der Ostthüringer Zeitung (Gera) zu CDU: In
der Führung der Bundespartei fehlen konservative Leitfiguren wie
einst Alfred Dregger, später Manfred Kanther oder Friedrich Merz. Es
gibt zwar Minister mit Schneid, etwa Karl-Theodor zu Guttenberg. Die
Preisgabe der Wehrpflicht, die er betreibt, ist aber ein Beispiel
dafür, wie die CDU Bewährtes aufgibt. In den letzten Jahren gingen
viele Gewissheiten verloren. In der Gesellschaftspolitik hat Merkel
Fakten gesc ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu Atomdeal:
In dieser Woche ist die Revolution ausgebrochen. Genauer: Sie
wurde erst vollzogen und danach ausgerufen, am Montag kurz nach zehn
Uhr. Und zwar von der Kanzlerin. Eine von oben verordnete Revolution
sozusagen. Eine Revolution ist ein Umbruch, sie schafft Altes,
Überlebtes, Unzeitgemäßes radikal ab und ersetzt es durch Neues. Die
Kanzlerin und ihre Minister aber beschlossen das Gegenteil. Sie
verlängern die Lebenszeit alt ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zur OECD-Bildungsstudie:
Noch immer pumpen Bund und Länder einen geringeren Prozentsatz des
Bruttoinlandproduktes in die Bildung als die meisten anderen Staaten.
Dies sollte umso mehr zu denken geben, da Deutschland unter dem
Strich durch Bildungsinvestitionen mehr als alle anderen
Industrieländer profitiert. Bund und Länder müssen ihre
Bildungsausgaben weiter erheblich steigern - und zwar in Euro und
Cent. Allein das Sieben-Prozent-Ziel ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Ostthüringer Zeitung Gera zu Atomlaufzeiten:
Nicht die Interessen der Bürger standen beim Energiekonzept für
die nächsten Jahrzehnte im Vordergrund, sondern das Profitstreben der
Stromkonzerne und das Verlangen der Industrie nach billigem
Atomstrom. Dass sich die Mehrheit der Bürger nach wie vor eine rasche
Abkehr von der Kernkraft wünscht, spielte für die schwarz-gelbe
Ministerriege offenbar keine Rolle. Auch die profunden Einwände von
Stadtwerken ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu Atomkraft:
Merkel hatte bis zur NRW-Wahl eine Mehrheit im Bundesrat und so
die Chance, im Alleingang und verfassungspolitisch koscher die
Laufzeiten der Kraftwerke zu verlängern. Diese Chance aber hat
Schwarz-Gelb vertan. Der Ausstieg aus dem Atomkonsens hätte so oder
so eine politische Kettenreaktion ausgelöst. Aber nun wird daraus
mehr: Ein Großkonflikt. Und er ist umso belastender seit der Eindruck
entstand, dass die Wirtschaft b ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu Sparpaket:
Wachstumsfreundlich mag es sein, das Sparpaket der
Bundesregierung, und zum Abbau der Staatschulden wird es auch
beitragen. Doch dass es die Lasten gerecht und gleich verteilt,
können wohl nur die kühnsten Finanzpolitiker behaupten. Wenn jenen,
die mit jedem Euro rechnen müssen, um Monat für Monat über die Runden
zu kommen, Elterngeld, Heizkostenzuschüsse, Übergangsgeld und
Rentenbeiträge gestrichen, En ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu Nahost-Gespräche:
Obama vorzuführen, die Gespräche einfach auszusitzen, kann sich
keine Seite am Verhandlungstisch leisten. Der politische Rahmen
wiederum ist kompliziert wie eh und je. Entscheidend wird sein, ob es
Obama gelingt, beide Seiten rasch zu ersten Zugeständnissen zu
zwingen. Viel Zeit dafür bleibt ihm nicht. Läuft es schlecht, können
die Gespräche Ende September, wenn das israelische
Baustopp-Moratoriu ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu Familienmonitor:
Bislang sah die Lebensplanung vieler junger Paare grob gesagt so
aus: Erst kommen die Ausbildung, der Job sowie finanzielle Sicherheit
und dann - jenseits der 30 - womöglich die Sprösslinge. Nun meint
Allensbach-Chefin Renate Köcher, dass der Mut zum Kind wächst. Das
mag sein. Womöglich aber finden sich immer mehr Menschen schlicht mit
der Tatsache ab, dass die Zeiten unsicher sind und für die
Familienplanun ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu Sarrazin:
Man weiß in der Tat nicht, was er in der Partei noch zu suchen
hat. Ihre Kernbotschaft: Aufstieg ist möglich. Durch Bildung, durch
Leistung, durch Anstrengung, durch Integration. Sarrazin aber
räsoniert über die genetische Disposition, über mangelnde
Intelligenz, quasi über vererbte Chancenlosigkeit. Ein Fall von
Kulturrassismus. Die politische Tragödie ist, dass er mit seinen
Provokationen eine Diskussion ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar der Ostthüringer Zeitung (Gera) zu Afghanistan Kommentar der Ostthüringer Zeitung (Gera) zu
Afghanistan: Vom Stabilisierungseinsatz mit starker ziviler
Wiederaufbau-Komponente hat sich der Bundeswehreinsatz in der Region
Kundus schleichend in eine offensive, hässliche, kriegerische
Aufstandsbekämpfung verwandelt. Dass die Amerikaner dabei den Ton
angeben, sprich: etwa die Drecksarbeit der gezielten Tötungen
Dutzender Taliban-Kommandeure erledigen, macht die Sache doppelt
schwierig. Die Bundeswehr ist eine Parlament ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu FDP:
Bei der FDP geht es auch gar nicht vorrangig um
Meinungsverschiedenheiten, die in einem normalen demokratischen
Prozess ausgeräumt würden, sondern um Vertrauensverlust, den die
Partei zum Teil wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen quittiert. Der
Chef - der nunmal kein Genscher ist - trägt dafür einen Großteil
Verantwortung. Doch die Partei hat ihn gewähren lassen, siegestrunken
nach dem Einzug in die Regierung. Si ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu US-Senatswahlen:
Seinen erneuten Triumph, als Spitzenkandidat seiner Partei für
einen Senatssitz in Washington ins Rennen zu gehen, hat sich John
McCain viel kosten lassen - jede Menge Geld und vor allem
Glaubwürdigkeit. Über Nacht war McCain, bislang ein Mann der Mitte,
zum Scharfmacher geworden - ein Tribut an eine radikalisierte
Stimmung, die vor allem das republikanische Wählermilieu erfasst hat.
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Ostthüring ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu FDP:
Westerwelle ist nicht allein verantwortlich dafür, dass die FDP in
einem Fünfparteiensystem gerade ihr politisches Existenzminimum
verspielt. Die törichte Verengung auf das Dogma der
Möchtegern-Steuersenker-Partei hat bei den Liberalen viele Väter und
Mütter. Sie sollten sich bekennen. Und programmatisch gegensteuern.
Der Sturz des Vorsitzenden erledigt sich von selbst - wenn im
Frühjahr die Landtagswahlen fü ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu
Arbeitnehmer-Datenschutz:
Dass der Gesetzgeber dem ausufernden Trend zur gläsernen
Belegschaft entgegentritt, war lange überfällig. Schon zu Helmut
Kohls Kanzlerzeiten wurde ein Arbeitnehmerdatenschutzgesetz erwogen.
Die Frage, was ein Arbeitgeber darf und was nicht, war bislang ein
viel zu weites Feld. Der Ruf nach eindeutigen und nachvollziehbaren
Vorschriften ist darum verständlich. Sie sind im Interesse aller. Im
besten Fall ge ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu SPD/Rente mit 67:
Die Verschiebung (oder Aussetzung) der Rente mit 67 wird
vielleicht für eine Weile die parteiinternen Konflikte der
Sozialdemokraten herunter dimmen. In der Praxis ist dieser im engen
Führungszirkel ausgehandelte Kompromiss kein Beitrag zur
Stabilisierung der Alterssicherung und zur Glaubwürdigkeit. In der
Opposition zugegeben unpopuläre, jedoch letztlich notwendige
Beschlüsse aus der Zeit der Regierungsverant ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu FDP:
Der Ruf nach Steuersenkungen hat nun wirklich einen sehr langen
Bart. Selbst der Altliberale Genscher rügte in dieser Woche seine
Nachfolger, weil sie den Fehler begangen hätten, sich zu sehr auf das
Thema einzuengen. Liberale Politik sei mehr, soziale Marktwirtschaft,
Rechtsstaat, Bildungs- und Umweltpolitik. Der FDP-Chef-Ehrenhalber
sieht nämlich, was in diesem Herbst vor der Regierung steht. Sie muss
neben der Energiepolitik beispie ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu Irak:
Der Abzug verschafft Entlastung für den anderen, aus US-Sicht
weitaus gerechtfertigteren Krieg in Afghanistan. Einen hohen Preis
haben die USA bezahlt. 4400 US-Soldaten ließen ihr Leben, Tausende
kehrten kriegsversehrt und traumatisiert heim. Und die Kosten in Höhe
von bislang etwa 1000 Milliarden Dollar trugen dazu bei, Amerikas
Finanzen zu ruinieren. Vom Aufbau einer Demokratie nach westlichem
Vorbild, die ausstrahlen sollte in d ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu New York/Moscheebau:
Viel steht in dieser Kontroverse auf dem Spiel, die längst zum
Test für die Grenzen der amerikanischen Toleranz geworden ist. Dort
die Moschee nicht bauen zu dürfen, das Projekt abblasen zu müsen,
würde jetzt, in dieser aufgeladenen Situation, schlicht bedeuten,
Amerikas Moslems unter Generalverdacht zu stellen. Ihnen ein Recht zu
verweigern, das Christen, Juden oder Hindus ohne Frage zusteht, würde
Amer ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu Bildungschipkarte:
Großstädte wie Stuttgart beispielsweise haben eine gute
Infrastruktur. Doch auf dem Land müssen die Kinder erst einmal
geeignete Angebote haben, um das Geld aus ihrem Bildungschip
einsetzen zu können. Beispiel Nachhilfe: Hier wird es um die Frage
gehen, ob der Schüler erst x Kilometer fahren muss, um qualifizierte
Nachhilfe zu bekommen, oder ob auch der Oberstufenschüler gegen Geld
vom Bildungschip helf ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu Linke:
Der neue Vorwurf, Ernst habe der Manipulation bei internen Wahlen
Vorschub geleistet und das Karteileichentum bei der Linken zum
eigenen Vorteil genutzt, ist harter Tobak; zumal der Vorwurf aus den
eigenen Reihen kommt. Bewahrheitete sich der Verdacht, den die
Parteispitze der Linken gestern nur bedingt überzeugend als Racheakt
einzelner Mitglieder hinstellen wollte, stünde Co-Vorsitzender Ernst
schlimm da. Der Mann ist zwar zeitlebens ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu Rente:
Mit dem Gesetz zur Rente ab 67 allein ist es nicht getan. Kaum
jemand kann sich vorstellen, dass die heutige Arbeitswelt für einen
späteren Renteneintritt geeignet ist. Obwohl noch die Rente ab 65
gilt, liegt das tatsächliche Eintrittsalter bei 61,7 Jahren. Die
Arbeitswelt muss sich also so verändern, dass längeres Arbeiten
überhaupt erst möglich sein kann - vom Arbeitsplatzangebot über
mögliche Beruf ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zum Jahrestag/Mauerbau:
Fast 40 Jahre lang blieben die tatsächlichen Gründe bestehen, die
zum Mauerbau führten. Auch die nannte Chruschtschow noch in
ungewöhnlicher Offenheit: "Was sollte ich denn tun? Mehr als 30 000
Menschen verließen im Monat Juli das Land..." In der SED-Propaganda
war die Mauer dagegen ein antifaschistischer Schutzwall, der
absurderweise die DDR und den gesamten Ostblock vor einem vom Westen
angezet ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu Street View:
Street View stellt auch ergänzende Informationen zum Standort
bereit und der Dienst wird permanent um Fotos von privaten
Internetnutzern erweitert. Und genau so könnte sich Street View
langfristig zum Datenkraken ersten Ranges entwickeln. Wer garantiert
darüber hinaus, dass eines Tages nicht persönliche Daten aus Google
Mail, Google Health oder vielleicht auch Facebook mit Geodaten aus
Handys und Street View verknü ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu Rente mit 67:
Und doch muss Gabriel aufpassen, das Blatt nicht populistisch zu
überreizen. Denn so verkorkst die Rente mit 67 sein mag, so wenig
gibt es auf Dauer eine Alternative zu einer längeren
Lebensarbeitszeit. Das weiß auch Gabriel. Lässt man seine
parteitaktischen Motive mal außen vor, kann der Vorstoß durchaus eine
segensreiche Wirkung entfalten. Endlich wird politisch darüber
debattiert, was nötig ist ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu Internet-Pranger:
Zum einen steht das Grundgesetz, das auch für Vorbestrafte gilt,
dem Experiment entgegen. Zum anderen stellt der Internet-Pranger nur
eine Pseudo-Beruhigung für Bürger dar. Mehr noch: er schürt die Angst
vor dem seltsamen Mann am Ende der Straße. Die entlassenen Straftäter
hingegen macht er für immer zu Ausgestoßenen. Im schlimmsten Fall ist
der Pranger im Netz Wegbereiter für Lynch-Justiz. W ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu Afghanistan:
Badachschan, jener in allen Belangen zurückliegende Flecken Erde
im Nordosten, in der die christlich grundierten Helfer ermordet
wurden, gehört zu den (von den Deutschen "betreuten") Provinzen, die
bei Außenminister Westerwelle und Verteidigungsminister zu Guttenberg
ganz oben auf der Liste stehen. Hier soll vielleicht schon Anfang
2011 demonstriert werden, dass der Aufbau von afghanischer Armee und
afghanischer Po ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu Afghanistan:
Badachschan, jener in allen Belangen zurückliegende Flecken Erde
im Nordosten, in der die christlich grundierten Helfer ermordet
wurden, gehört zu den (von den Deutschen "betreuten") Provinzen, die
bei Außenminister Westerwelle und Verteidigungsminister zu Guttenberg
ganz oben auf der Liste stehen. Hier soll vielleicht schon Anfang
2011 demonstriert werden, dass der Aufbau von afghanischer Armee und
afghanischer Po ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu Gabriel/SPD:
Erstmals seit acht Jahren hat Rot-grün laut ARD-Deutschlandtrend
wieder die Umfrage-Mehrheit. Nur ein gutes Jahr schwarz-gelber
Regierungszeit hat dazu gereicht. Die SPD könnte also nach dem langen
Stimmungstief jubeln. Postwendend dämpfte allerdings Parteichef
Gabriel in bemerkenswerter Nüchternheit aufwallende Euphorie: Die
gewachsene Zustimmung für die SPD resultiere vor allem aus der
"katastrophalen Politik ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu Sicherungsverwahrung:
Patentrezepte gibt es nicht. Tatsache ist aber, dass Straßburg der
rückwirkenden Verschärfung der Sicherungsverwahrung einen Riegel
vorgeschoben hat. Was also tun? Die elektronische Fußfessel kann es
allein nicht sein. Das Gerät wird kein Verbrechen verhindern,
höchstens dessen Rekonstruktion befördern. Was bliebe, wäre eine auf
Dauer enorm aufwändige Überwachung durch die Polizei. ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu Fachkräftedebatte:
Das düstere Gemälde ist ein alter Hut. Immer wenn die Wirtschaft
nach einer Flaute oder gar Krise wieder in Fahrt kommt, schreit alles
nach Fachkräften, die es angeblich im deutschen Wirtschaftswunderland
in höchst ungenügender Zahl gibt. Absurd - bei permanent über drei
Millionen Arbeitslosen und den vielen engagiert ausbildenden Firmen
und Einrichtungen. Hierzulande wird Schwarzmalerei meist lieber u ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu Sorgerecht:
Die Karlsruher Verfassungshüter haben das Sorgerecht lediger Väter
gestärkt. Dieser Schritt war notwendig und überfällig. Die
Bundesregierung muss nun eine Lösung finden, die die Väter stärkt und
die Mütter nicht über Gebühr schwächt. Hierbei hat das Modell der CSU
Charme, wonach der Vater das Sorgerecht erhält, wenn er es auch
beantragt. Im Gegensatz zur FDP, die das Sorgerecht f ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu Linke/Ernst:
Die Solidaritätsbekundungen der verunsicherten Linken-Spitze
klangen gestern seltsam pflichtschuldig. Wie soll man auch Wählern
wie Mitgliedern erklären, dass eine Vorsitzende (Gesine Lötzsch) den
anspruchsvollen Job als Ehrenamt begreift, Ernst hingegen dafür
(neben anderen Einkünften) 3500 Euro im Monat beansprucht? Aus dem
Schlamassel führt nur ein Weg: Ernst muss auf das Zubrot aus der
Parteikasse ver ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar der Ostthüringer Zeitung (Gera) zum Steuer-Urteil Kommentar der Ostthüringer Zeitung (Gera) zum
Steuer-Urteil: Erneut erleidet der Steuergesetzgeber eine schwere
Schlappe vor dem Bundesverfassungsgericht. Das Urteil des Zweiten
Senats zu Arbeitszimmern fiel zwar knapp, dafür in der Sache aber
umso eindeutiger aus: Die Begrenzung der steuerlichen
Abzugsfähigkeit, wie sie seit 2007 im Gesetz steht, ist äußerst
willkürlich und zielt allein auf höhere Steuereinnahmen ab. Ganz
ähnlich hatte Karlsruhe s ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar der Ostthüringer Zeitung (Gera)zu Zeitarbeit Kommentar der Ostthüringer Zeitung zu Zeitarbeit:
Wenn die Firmen schon für jede dritte Stelle Zeitarbeiter suchen,
muss die Regierung hellhörig werden. Sie darf zwar nicht zum Ende der
Krise Einstellungen erschweren. Aber sie muss den Trend zur
Zeitarbeit stoppen. Das ist die Aufgabe der Arbeitsministerin.
Pressekontakt:
Ostthüringer Zeitung
Redaktion Ostthüringer Zeitung
Telefon: +49 3447 52 59 70
redaktion@otz.de
...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar der Ostthüringer Zeitung (Gera) zu Mini-Löhne Kommentar der Ostthüringer Zeitung (Gera) zu
Mini-Löhne: Immer mehr Menschen können von ihrer eigenen Arbeit nicht
mehr anständig leben. Sie sind als Hartz-IV-"Aufstocker" auf Almosen
vom Staat angewiesen und müssen die bittere Erfahrung machen, dass
ihre Arbeit kaum mehr wertgeschätzt wird. Nun mag man einwenden,
gerade die Öffnung des Niedriglohnsektors habe in den letzten Jahren
zum deutschen "Beschäftigungswunder" beigetragen. ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar der Ostthüringer Zeitung (Gera) zu Loveparade Kommentar der Ostthüringer Zeitung (Gera) zu
Loveparade: Dass die Veranstalter ihr Sicherheitskonzept verteidigen,
ist ihr gutes Recht. Doch wahr ist, es ging nicht auf. Dies wiederum
auf einzelne Unbeherrschte zu schieben, ist zu billig. Die Debatte
darüber wird in den nächsten Tagen fern jeder voreiligen
Schuldzuweisung zu führen sein. Das sind die Organisatoren den Opfern
und ihren Familien schuldig. Mit den 19 jungen Menschen, soviel
zumindest ist seit gestern klar, ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar der Ostthüringer Zeitung Kommentar der Ostthüringer Zeitung (Gera) zur Bahn:
Züge und Schienennetz wurden vernachlässigt. Statt Wartung,
Sicherheit und Werterhalt standen allzu häufig Rendite und
Kostensenkungen im Mittelpunkt. Aufhübschen für den Kapitalmarkt aber
reicht nicht, um "ein viel komplexeres System als die Luftfahrt"
(Bahnchef Grube) erfolgreich und sicher zu führen. Der Imageschaden
für das Unternehmen ist enorm. Jetzt kann der bekennende Autofan
Ramsa ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zum geplanten
EU-Asylsystem:
Gemäß geltendem Recht können die Flüchtlinge nur in jenen Ländern
Asyl beantragen, die sie zuerst betreten haben. Wer weiterreist, wird
kategorisch ausgewiesen: Mehr als 9000 Asylsuchende hat Deutschland
allein im vergangenen Jahr in andere EU-Staaten zurückgeschickt, die
meisten von ihnen ins überlastete Griechenland. Die Belgier, die
derzeit den Vorsitz im Kreis der europäischen Mitgli ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zur rot-grünen
Minderheitsregierung NRW:
Hannelore Kraft ist unter die Artisten gegangen. Gewissermaßen.
Mit ihrer Wahl zur Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen und
als Chefin einer Minderheitsregierung balanciert die SPD-Frau auf dem
Hochseil. Eine gefährliche Art der Fortbewegung. NRW steht vor einem
großen politischen Experiment mit ungewissem Ausgang.
Pressekontakt:
Ostthüringer Zeitung
Redaktion Ostthüring ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu Atomstrom-Versteigerung:
Der Vorschlag hat auf den ersten Blick Charme. Er riecht nach
Wettbewerb. Eine Auktion entledigte die Politik des Verdachts, die
Laufzeiten für jeden einzelnen Meiler (und den Preis dafür) mit den
Konzernen vetternwirtschaftlich ausgeklüngelt zu haben. Andererseits:
Eine ersteigerte Lizenz ohne Schutzklauseln für die Öko-Energien kann
leicht zu einer Verlängerung der Atomkraft in die Ewigkeit werden. ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu Verbot des islamischen
Spendenvereins IHH:
Man kann der "Milli Görüs" mit einer kritischen Grundhaltung
begegnen, die von Ablehnung nicht weit entfernt ist. Aber eines
sollte man nicht tun: zweierlei Maß anlegen. Der Bundesinnenminister
hat einen Vereins-Satelliten von Milli Görüs vom Himmel geholt, der
Millionen-Spenden für die gewiss nicht friedfertige Hamas gesammelt
hat. Den Nachweis führen, dass mit di ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu Brüderle:
Dass die Bundesregierung längst das Thema Sparen und Konsolidieren
ganz nach oben auf die Tagesordnung gesetzt hat, ficht Brüderle nicht
an. Sparanstrengungen, sagt er, dienten immer auch dem Ziel,
"Spielräume für zukünftige Entlastungen zu schaffen - insbesondere
für die Leistungsträger unserer Gesellschaft". Nicht nur im
Kanzleramt findet man, das hätte Brüderle sich einfach sparen k& ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu Swift:
Aber es gibt erkennbare Schwächen und Risiken beim nun erzielten
Abkommen. Betroffene erhalten zwar Widerspruchsrechte - wie sie von
der Kontrolle erfahren, ist aber offen. Und es werden weiterhin
Datenpakete übermittelt, in denen viel mehr Informationen enthalten
sind als angefordert. Die Lücke will die EU mit einem eigenen
Filtermechanismus schließen. Doch ob in den nächsten Jahren gelingt,
was bisher unmöglich i ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu Integration:
Der Kernbefund ist uralt und gerade deshalb ernüchternd: Wer in
einer Familie mit niedrigem Bildungsstand und unterdurchschnittlichen
Sprachkenntnissen aufwächst, hat in Deutschland miserable
Startvoraussetzungen. Das hat Folgen. Dieses Land braucht
funktionierende Zuwanderung, weil die Bevölkerung schrumpft und
altert. Wer weiter zulässt, dass Migranten schlecht oder gar nicht
ausgebildet werden und darum keine Jobs bek ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu Rösler:
Politisch muss man Rösler und der FDP in Erinnerung rufen, wofür
sie angetreten sind: mehr Netto vom Brutto. Es kommt nur genau
andersherum. Aber: Die öffentliche Diskussion ist das eine, das
andere ist die wahre Bilanz. Für ihre Klientel holte die FDP viel
raus. Die Apotheker werden nicht geschröpft. Für die Wirtschaft ist
es wichtig, dass ihr Beitrag eingefroren wird. Für 2011 könnte es
gelingen, d ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu Elena:
Die Aussicht, Arbeitgeber wie Arbeitnehmer könnten in Zukunft auf
viel Menge Papierkram verzichten, weil Behördengänge über das
Internet abgewickelt werden, klingt in der Theorie verlockend. In der
Praxis müssen selbst Wohlmeinenden Zweifel kommen, wenn die Daten von
Millionen Arbeitnehmern, Beamten, Richtern und Soldaten ohne
konkreten Anlass und über lange Zeit in einer einzigen Datenbank
gesammelt werden. Wer Zugan ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu Bundespräsident:
Was ist daran demokratisch, wenn die Abweichler ihrem Kandidaten
erst im letzten Wahlgang, als die einfache Mehrheit gereicht hätte,
jene absolute Mehrheit genehmigten, die sie ihm - oder der Kanzlerin
oder wem auch immer - zuvor versagten? Es ist im Gegenteil der
Beweis, dass die Wahl instrumentalisiert - genauer: missbraucht -
wurde, um anonym Denkzettel zu verpassen. Der neue Bundespräsident
wird eine gehörige po ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu Organisierte
Kriminalität:
Moderne Kommunikationstechnologie, die den Handel mit Geld und
Waren über das Internet in Sekundenschnelle weltweit möglich macht,
setzt die Strafverfolgungsbehörden der Nationalstaaten beinahe
schachmatt. Verfahren gegen diese Banden werden länger und länger,
die Beweisführung immer komplizierter. Hier zu Lande zwingt das den
Gesetzgeber, zumindest zügig verfassungsfeste
Überwach ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu Merkel/Lindner
Wenn Angela Merkel eines besitzt, dann feinste Antennen für
Machtverschiebungen. Bei der FDP, dem kleinen, noch immer von Sturm
und Drang getriebenen Koalitionspartner, verschieben sich gerade die
Machtsphären. Generalsekretär Lindner wird, je tiefer es in die
Debatte um ein neues Parteiprogramm geht, in die Rolle des heimlichen
Vorsitzenden wachsen. Wird das neue Parteiprogramm der Rettungsanker
für die auf vier Proze ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu Bundespräsident-Kandidat
Joachim Gauck:
Zu den guten Gepflogenheiten unter Demokraten gehört es, einander
ernst zu nehmen und anzuhören; seien die Meinungsverschiedenheiten in
der Sache auch noch so groß. Diese Selbstverpflichtung auf ein
Mindestmaß von politischem Anstand scheint in diesen Tagen außer
Kraft gesetzt. Wohin der Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten,
Joachim Gauck, auch kommt, um sich offizie ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera Ostthüringer Zeitung Gera zu G20-Gipfel:
Der Doppelgipfel von G8 und G20 am Wochenende in Kanada steht
unter keinem guten Stern. Streit, taktische Winkelzüge und offen zur
Schau getragener Egoismus beherrschen seit Wochen die Vorbereitungen
auf das Spitzentreffen. Ob Bankenabgabe, Spekulanten-Steuer oder
Sparpolitik - jeder kocht bevorzugt sein eigenes Süppchen, im besten
Fall bilden sich kleine Clubs heraus, die sich aber auch nur allzu
mühsam auf eine einheitliche ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar zum Urteil gegen die Tarifeinheit Kommentar der Ostthüringer Zeitung (Gera) zum Urteil
gegen die Tarifeinheit: Statt mehr Wettbewerb steht Deutschlands
Betrieben eine Zersplitterung der Tariflandschaft ins Haus, statt
mehr Freiheit bringt das Urteil mehr Unsicherheit, kompliziertere
Verhandlungen, mehr Streiks, und, ja, vermutlich auch ein
Voranschreiten der Entsolidarisierung im Arbeitnehmerlager. Die
einzigen, die vom Urteil profitieren, sind die Sparten- und
Dumpinggewerkschaften.
Pressekontakt:
Ostthüring ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar der Ostthüringer Zeitung (Gera) zu Koalition Kommentar der Ostthüringer Zeitung (Gera) zu
Koalition: Die Opel-Posse war ja nicht das erste und einzige
Theaterstück, mit dem die Bundesregierung ihre Bürger unterhält.
Vergnüglich sind sie alle nicht - Gesundheitsdrama,
Atomausstiegsoper, Sparschauspiel, Steuerballett. Jetzt kam noch die
Wehrpflichtoperette dazu. Eine Kommission soll bis Herbst klären, was
aus der Armee wird - und also aus der Wehrpflicht. Die nun eilig
beschlossene Verkürzung ist demn ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar der Ostthüringer Zeitung (Gera) zu FDP Kommentar der Ostthüringer Zeitung (Gera) zu FDP: So
schlecht sind mittlerweile die Umfragewerte, so groß ist der Verdruss
an der irritierten Basis, dass sich Parteichef Guido Westerwelle
unverhohlener Anfeindung aus den eigenen Reihen erwehren muss. Vor
allem ihm wird der Notstand angelastet. Was mindestens ein
Teil-Irrtum ist. Nicht nur der Expeditionsleiter hat sich bis heute
nicht akklimatisiert. Fast für das gesamte FDP-Spitzenpersonal in
Regierung, Partei und Fraktion ...
Ostthüringer Zeitung: Kommentar der Ostthüringer Zeitung (Gera) zu Obama Kommentar der Ostthüringer Zeitung (Gera) zu Obama:
Wann, wenn nicht jetzt, im Angesichts des Öldesasters im Golf von
Mexiko, wäre der Zeitpunkt jemals besser gewesen, dem Land vor Augen
zu führen, wie hoch der Preis für Amerikas unstillbaren Energiehunger
tatsächlich ist. Es lediglich bei vagen Appellen zu belassen, trägt
nicht allzu weit. Nach seinem gerade 18-minütigen Auftritt lässt sich
beim besten Willen nicht sagen, dass der Versuch gelung ...
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