Neue OZ: Kommentar zu Arbeitsmarkt / Finanzen
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Die Deutschen haben allen Grund, optimistisch nach vorne zu sehen.
Die Wirtschaft wächst, und dies wird höchstwahrscheinlich auch 2014
so sein. Eineinhalb bis zwei Prozent Plus sind beim
Bruttoinlandsprodukt durchaus drin. Es geht weiter voran.
Schade nur, dass keine großen Effekte auf den Arbeitsmarkt mehr
erwartet werden. Dies ist umso bedauerlicher, als noch 2,8 Millionen
Menschen arbeitslos gemeldet sind. Tatsächlich ist die Zahl der
Erwerbslosen sogar noch viel höher. Denn wer nur wenige Stunden pro
Woche arbeitet und vom Lohn nicht leben kann, dürfte eigentlich nicht
als erwerbstätig gelten.
Fakt ist: Knapp acht Millionen Beschäftigte haben Niedriglohn-,
Mini- und Teilzeitjobs oder sind befristet beschäftigt. Und viele
dieser atypischen Arbeitsstellen sind prekär (also bedenklich) im
Sinne von sehr schlecht entlohnt sowie wenig abgesichert. Hinzu kommt
die verdeckte Arbeitslosigkeit all jener, die nicht in der Statistik
erfasst werden. Der DGB schätzt ihre Zahl auf eine Million.
All das soll die Erfolge auf dem Arbeitsmarkt nicht mindern. Die
Beschäftigung hat sich insgesamt sehr erfreulich entwickelt. Nur: Mit
Normalarbeitsplätzen haben viele Jobs in etwa so wenig gemeinsam wie
ein S-Klasse-Mercedes mit Billigst-Autos aus Indien.
Umso mehr kommt es nun darauf an, Lohndumping endlich konsequent
zu bekämpfen und mehr Menschen fair zu bezahlen - eine zentrale
Aufgabe für die neue Bundesregierung.
Uwe Westdörp
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Datum: 26.12.2013 - 22:00 Uhr
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