Epilepsie: Unfallgefahr am Arbeitsplatz senken
ID: 1001535
zwangsläufig in ihrem Berufsleben eingeschränkt. Um das Unfallrisiko
der Betroffenen zu minimieren, sollten Tätigkeit und Arbeitsplatz
individuell geprüft werden - denn jede Epilepsie verläuft anders.
Worauf dabei zu achten ist, erläutert die aktuelle Ausgabe der "DGUV
Arbeit und Gesundheit".
Um das Gefährdungspotenzial einer beruflichen Tätigkeit gut
einschätzen zu können, sollten sich epilepsiekranke Menschen beraten
lassen und eine Empfehlung einholen. Unterstützung können sie bei
einem Betriebsarzt oder ihrem behandelnden Neurologen finden. Diese
können die Schwere der Epilepsie und die Anfallsfrequenz beurteilen
sowie feststellen, ob die Anfälle zeitlich gebunden sind oder unter
bestimmten Bedingungen ausgelöst werden. "Jede Epilepsie äußert sich
in völlig unterschiedlichen Formen", erklärt Klaus Göcke von der
Deutschen Epilepsievereinigung: "Wenn jemand nur nachts Anfälle
bekommt, kann er tagsüber jede erdenkliche Tätigkeit ausführen."
Eine Arbeitsplatzbegehung mit dem Betriebsarzt kann zudem
Aufschluss über Möglichkeiten geben, den Arbeitsplatz richtig zu
gestalten. Um Betroffenen das Berufsleben zu erleichtern, können
Arbeitgeber für innerbetriebliche Anpassungen sorgen, wie zum
Beispiel Schutzeinrichtungen an Geräten oder die Vermeidung von
Nachtschichten. Um das Unfallrisiko zu minimieren, ist es aber auch
wichtig, dass sich epilepsiekranke Beschäftigte an ihre Therapie
halten und sich mit ihrer Erkrankung auseinandersetzen. "Je mehr man
darüber weiß, desto besser kann man gewisse Situationen einschätzen",
so Göcke.
Weitere Themen in der aktuellen "DGUV Arbeit & Gesundheit" sind:
- Demografischer Wandel: Alt und Jung im Team
- Fremdfirmen: Sicher arbeiten mit Partnern
- Drogen- und Medikamentenmissbrauch: Risiken und Nebenwirkungen
"DGUV Arbeit & Gesundheit" ist das Magazin für ein sicheres und
gesundes Berufsleben. Reportagen, Interviews und
Hintergrundinformationen bieten Wissenswertes zum Thema. "DGUV Arbeit
& Gesundheit" erscheint alle zwei Monate in einer Auflage von über
300.000 Exemplaren.
Pressekontakt:
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)
Pressestelle
Stefan Boltz
Tel.: 030 288763768
Fax: 030 288763771
E-Mail: presse@dguv.de
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Datum: 06.01.2014 - 10:30 Uhr
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