Grüne Gentechnik darf nicht auf den Tisch ...

Grüne Gentechnik darf nicht auf den Tisch ...

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... fordert die Hofpfisterei zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin und nimmt die Politik in die Pflicht.




(firmenpresse) - München/Berlin, 15. Januar 2014 - Natur pur statt Essen aus der Retorte: Diesem Grundsatz fühlt sich die Hofpfisterei als einer der ersten Öko-Betriebe in Deutschland besonders verpflichtet. Im Sinne eines verantwortungsvollen Umgangs mit Ernährung und Umwelt startet die Traditionsbäckerei mit Hauptsitz in München aus diesem Grund eine Kampagne, die die Aufweichung der geltenden Bestimmungen zur Gentechnik in Nahrungsmitteln verhindern soll. In einem offenen Brief anlässlich der Grünen Woche, der weltgrößten Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau in Berlin, wird der bayerische Ministerpräsident aufgefordert, sein Wahlversprechen einzulösen und sich auf EU-Ebene nachdrücklich gegen die kommerzielle Nutzung von grüner Gentechnik auszusprechen. Die Hofpfisterei versteht sich auch als gesellschaftliches Sprachrohr: Rund 80 Prozent der Bundesbürger lehnen gentechnisch veränderte Lebensmitteln ab.

Hintergründe für die Kampagne sind - neben den in den kommenden Wochen anstehenden EU-Zulassungsverfahren von zwei gentechnisch modifizierten Maispflanzen (Pioneer 1507, MON 810) - die laufenden Verhandlungen über das Freihandelsabkommen mit den USA, das 2015 unter Dach und Fach sein soll.

"Es steht zu befürchten, dass in dem Abkommen auf Druck der US-Nahrungsmittelkonzerne weitreichende Zugeständnisse bei gentechnisch veränderten Lebensmitteln gemacht werden. Die derzeit in Deutschland geltende Null-Toleranz-Grenze beim aktiven Einsatz von Gentechnikpflanzen für alle Öko-Produkte wäre durch eine weitere Zunahme gentechnischer Verunreinigungen gefährdet", erklärt die Geschäftsführerin der Hofpfisterei, Nicole Stocker. Es ist an der Politik, einen Vormarsch der Gentechnik in die Nahrungskette zu verhindern. Das sei auch im Sinne der Landwirte, die durch Agro-Gentechnik massive Umsatzeinbrüche zu befürchten hätten.

Öko boomt, aber die Politik muss handeln

Die Nachfrage nach Öko-Produkten hat sich in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren nahezu verdreifacht. Mit einem Jahresumsatz von über sieben Milliarden Euro ist die Öko-Branche inzwischen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber. Das soll die von der Hofpfisterei initiierte Kampagne, die zum Start der Grünen Woche am 17. Januar in Berlin vorgestellt wird, unterstreichen. "Immer mehr Verbraucher entscheiden sich bewusst für Öko-Produkte. Sie wollen naturbelassene Lebensmittel, die im Einklang mit Umwelt und Schöpfung stehen. Das rufen wir mit unserer Initiative im Vorfeld der Kommunalwahlen in Bayern und der Wahl des EU-Parlaments ins Gedächtnis. Die bayerische Landesregierung hat stets ein gentechnikfreies Bayern in einem Europa der Regionen proklamiert. Diesen Worten müssen jetzt Taten folgen", fordert Nicole Stocker.



Gemeinsam Flagge zeigen gegen grüne Gentechnik

Im Mittelpunkt der bundesweiten Kampagne steht ein offener Brief an den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer, der am 16. Januar in der Süddeutschen Zeitung und im Münchner Merkur veröffentlicht wird. Außerdem wird eine Internetplattform als öffentliches Meinungs- und Informationsforum eingerichtet. Weiterhin sind Presseveranstaltungen mit namhaften Experten und Wissenschaftlern geplant, die über die Risiken von gentechnisch veränderten Organismen für das ökologische Gleichgewicht und die Artenvielfalt aufklären sollen. Nach wie vor gibt es keine gesicherten Erkenntnisse über die gesundheitlichen Risiken für die Menschen. Fest steht: Erst einmal in die Natur freigesetzt, ist die Verbreitung von Gentechnikpflanzen nur noch schwer beherrschbar, denn die Auskreuzungen des veränderten Erbmaterials sind irreversibel und können nicht wieder zurückgeholt werden.

"Wir laden alle Lebensmittelhersteller und Landwirte, denen die Naturbelassenheit ihrer Produkte am Herzen liegt, dazu ein, sich an unserer Kampagne zu beteiligen. Schließlich beschränken sich die Auswirkungen von grüner Gentechnik nicht nur auf Saat- und Pflanzgut, sondern sie betreffen auch die Molkereien, Metzgereien, Bäckereien und Brauereien. Insbesondere die Geschäftsgrundlage der Betriebe mit Öko-Versprechen ist durch eine Ausweitung von grüner Gentechnik gefährdet. Deshalb gilt es, gemeinsam dagegen Flagge zu zeigen und den Druck auf die politischen Entscheider zu erhöhen", sagt Nicole Stocker.
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drucken  als PDF  Frankfurter Rundschau: Pressestimme zum Migrationsbericht Berliner Zeitung: Zur Diskussion ums No-Spy-Abkommens:
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Datum: 15.01.2014 - 17:40 Uhr
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