"Made in Germany" reicht nicht mehr / Weltweite Umfrage von Germany Trade& Invest zum Qualitätssiegel
ID: 1007211
Qualitätssiegel "Made in Germany" weiterhin weltweit anerkannt ist.
Die schlechte Nachricht: Es reicht nicht, um längerfristig
erfolgreich zu sein. Eine Optimierung des After-Sales-Service und
eine gut durchdachte Lokalisierungsstrategie werden immer wichtiger
für den Erfolg deutscher Unternehmen im Ausland: "Wir haben 15 Länder
ausgewählt und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort
untersuchen lassen, wie groß der Stellenwert des Labels "Made in
Germany" noch ist. Darunter waren klassische Märkte wie die USA, aber
auch Handelspartner wie China, Russland oder Brasilien", erklärt
Ernst Leiste, Fachbereichsleiter Marktbeobachtung bei Germany Trade &
Invest.
Gute Qualität, Präzision und Zuverlässigkeit: dafür steht "Made in
Germany" in den USA. Vor allem bei Investitions- und
Technologiegütern wie beispielsweise Maschinen oder Autos zieht das
Label als Verkaufsargument. Allerdings müssen die Produkte auch
halten, was sie versprechen. Die Ansprüche in den USA sind hoch, die
Kunden gut informiert. Häufig ist allerdings auch wichtig, dass die
Unternehmen darauf hinweisen, dass die Produkte in den USA
hergestellt wurden und gleichzeitig deutschen Standards entsprechen.
"German engineering" oder "designed in Germany" werden dabei
herausgestellt.
In China lässt die Strahlkraft von "Made in Germany" nach. Die
Konkurrenz schläft nicht: So abgedroschen der Satz ist, so wahr
bleibt er, vor allem in China. Für den deutschen Maschinenbau ist
China der wichtigste Exportmarkt, doch auch die Wettbewerber holen
technologisch auf und die Gewinnspannen sinken. Um wirklich
erfolgreich zu sein, müssen deutsche Firmen zwar vor Ort produzieren,
trotzdem aber "beweisen", dass die Produkte dem Gütesiegel "Made in
Germany" entsprechen. Dies glaubhaft wiederzugeben, ist eine der ganz
großen Herausforderungen für die Zukunft.
Wohlhabende Brasilianer schätzen deutsche Produkte, die "neue
Mittelklasse" kennt sie nicht. Hinzu kommt, dass bei der
Kaufentscheidung der Preis immer wichtiger wird und auch Kundennähe
und der After-Sales-Service entscheidende Kaufkriterien sind. Zwar
ist der brasilianische Markt weiterhin hochattraktiv, doch vor allem
bei der Vermarktung und beim Service müssen deutsche Unternehmen mehr
tun.
In Russland ist "Made in Germany" ein Top-Gütesiegel. Von Autos
über Maschinen und Anlagen, von Arzneimitteln bis hin zu
Lebensmitteln und Kleidung - Produkte aus Deutschland stehen hoch im
Kurs. Einzig in der IKT-Branche ist das nicht der Fall. "Insgesamt
konnten wir feststellen, dass das Label "Made in Germany" und
deutsche Produkte allgemein in Zukunft besser vermarktet werden
müssen. Dazu gehören zwangsläufig ein besserer Service und die
Präsenz vor Ort", so Dr. Benno Bunse, Geschäftsführer von Germany
Trade & Invest.
Die Berichte zu "Made in Germany" finden Sie unter
http://www.gtai.de/made-in-germany
Pressekontakt:
Andreas Bilfinger
T. +49 (0)30 200 099-173
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Datum: 20.01.2014 - 10:00 Uhr
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