Chinesische Regierung genehmigt Erweiterung des Verbundstandorts Nanjing durch BASF und SINOPEC
ID: 100836
Chinesische Regierung genehmigt Erweiterung des Verbundstandorts Nanjing durch BASF und SINOPEC
- Ausbau wird ab 2011 in Betrieb genommen
Nanjing, China ? 7. Juli 2009 ? Die chinesische Regierung hat mit Wirkung vom 1.Juli 2009 die von BASF und SINOPEC eingereichte technische und wirtschaftliche Machbarkeitsstudie zur Erweiterung ihres Chemie-Verbundstandortes in Nanjing genehmigt. Der Standort wird von dem Gemeinschaftsunternehmen BASF-YPC Co. Ltd. (BYC) betrieben.
BASF und Sinopec werden gemeinsam rund 1,4 Milliarden US$ in modernste Anlagen investieren, mit denen höher veredelte Spezialchemikalien für den chinesischen Markt hergestellt werden. Diese Chemikalien werden vor allem in der Bau-, Elektronik-, Pharma-, Automobil- und Chemiebranche verwendet.
Die Investition umfasst die Erweiterung des Steamcrackers, den Bau von zehn neuen Anlagen und die Erweiterung von drei bestehenden Anlagen. Durch die Erweiterung der Produktpalette und die stärkere Nutzung von Verbundvorteilen soll die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts am Markt gestärkt werden.
"Der wirtschaftliche Erfolg unseres Gemeinschaftsunternehmens in den vier Jahren seit der Inbetriebnahme hat gezeigt, dass eine enge Zusammenarbeit Vorteile für beide Partner bringt. Wir sind vom Wachstumspotenzial des chinesischen Markts überzeugt, daher erweitern wir diesen Standort. Die Investition ist ein weiterer Meilenstein für die Entwicklung des Unternehmens, demonstriert das langfristige Engagement der BASF in China und ermöglicht uns, unseren Wettbewerbsvorteil weiter auszubauen. Mit den Produkten aus unseren Anlagen werden wir unseren Kunden in China helfen, ihre Industrien, Geschäfte und Wohnungen energieeffizienter zu machen", sagte Dr. Martin Brudermüller, Vorstandsmitglied der BASF SE verantwortlich für die Region Asien.
Wang Tianpu, Präsident von Sinopec: "Diese Erweiterung entspricht dem Vorhaben Chinas, seine petrochemische Industrie zu stärken, erhöht die integrierte Produktion von BYC und erweitert die Palette höher veredelter Produkte, die wir in Nanjing herstellen. Die Investition wird dem steigenden Bedarf in der Region Ostchina gerecht und fördert den Ausbau der chinesischen Petrochemie. Dadurch wird die BYC einer der wettbewerbsfähigsten Standorte der Sinopec."
Die Genehmigung umfasst folgende Punkte:
- Erweiterung des Steamcrackers auf insgesamt 740.000 Tonnen Ethylen pro Jahr
- Entwicklung einer integrierten Wertschöpfungskette für Ethylenoxid (EO). Dies beinhaltet:
- Erweiterung der EO-Anlage und Bau einer Anlage zur Reinigung von EO
- Bau von Anlagen für EO-Folgeprodukte wie Butylglykolether und nichtionische Tenside sowie ein neuer Produktionskomplex für Ethanolamine, Ethylenamine und Dimethylethanolamin, und eine neue Anlage für DMA3
- Erweiterung der Acrylsäure-Wertschöpfungskette und Bau einer neuen Anlage für superabsorbierende Polymere (SAP)
- Erweiterung der Anlagen für Propionsäure und Aldehyde
- Erweiterung der Oxo-C4-Anlage
- Entwicklung eines integrierten C4-Komplexes. Dies beinhaltet eine Anlage zur Extraktion von Butadien, eine - Anlage für 2-Propylheptanol, eine Anlage zur Extraktion von Isobuten sowie eine Anlage für hoch reaktives Polyisobuten.
Die Ausführungsplanung ist weit fortgeschritten. Eine für das Jahr 2010 vorgesehene Wartung des Steamcrackers wird dafür genutzt, die neuen und erweiterten Anlagen anzuschließen und die Produktionsprozesse aufeinander abzustimmen. Die Erweiterung wird schrittweise umgesetzt und soll ab 2011 in Betrieb genommen werden.
Gleichzeitig wird Yangzi-BASF Styrenics (YBS) in die BYC integriert, um vorhandene Synergieeffekte zu steigern. YBS ist ein weiteres Joint Venture zwischen BASF und Sinopec in Nanjing, das Styrolmonomer, Polystyrol sowie expandierbares Polystyrol (EPS) herstellt.
Über BASF-YPC
BASF-YPC Co. Ltd. ist ein 50:50-Jointventure zwischen der BASF und SINOPEC, das 2000 gegründet wurde. Die Gesamtinvestition in der ersten Phase betrug 2,9 Milliarden US$. Die Grundsteinlegung für den Standort in Nanjing in der Provinz Jiangsu fand am 28. September 2001 statt. Im Juni 2005 startete BASF-YPC erfolgreich die Produktion mit einem Steamcracker und neun weiteren im Verbund arbeitenden nachgeschalteten Anlagen. Auf diese Art kann die BASF Produkte und Nebenprodukte sowie Energie höchst effizient nutzen. Dadurch werden Kosten gespart und die Auswirkungen auf die Umwelt möglichst gering gehalten. Der Standort produziert Chemikalien und Polymere von höchster Qualität für den rasch wachsenden chinesischen Markt. Ein gasgetriebenes Kraftwerk versorgt den Standort mit Energie, ein internationaler Hafen an einem Nebenarm des Flusses Jangtse ermöglicht die optimale logistische Versorgung.
Ansprechpartner
BASF SE
Gareth Rees
Telefon: +49 621 60-2073
Telefon: +49 621 60-20732
Fax: +49 621 60-92693
gareth.rees@basf.com
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Datum: 07.07.2009 - 11:21 Uhr
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