Europa braucht verbindliches und realistisches Klimaziel
ID: 1008597
- Vorschläge der EU-Kommission gehen in richtige Richtung
- Ziele für Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit
erforderlich
- Vollendung des Energiebinnenmarktes ermöglicht jährlich
Einsparungen von 35 Milliarden Euro
Für den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) gehen die
Vorschläge der EU-Kommission zur Klima- und Energiepolitik
grundsätzlich in die richtige Richtung. "Die Festlegung eines
verbindlichen und realistischen Klimazieles ist der vernünftige Weg.
Ergänzend brauchen wir Ziele für die Versorgungsicherheit und die
Wettbewerbsfähigkeit", sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Markus Kerber
am Mittwoch in Berlin.
Die Wettbewerbsfähigkeit der Energieversorgung gerate im
internationalen Vergleich zunehmend ins Hintertreffen. Dies sei vor
allem auf die stark wachsenden staatlichen Sonderlasten in vielen
Mitgliedsländern zurückzuführen. "Nur wenn die Wettbewerbsfähigkeit
gestärkt wird, besteht eine realistische Chance, den Industrieanteil
am Bruttoinlandsprodukt europaweit spürbar zu steigern", sagte
Kerber.
Der BDI spricht sich für einen wirksamen Emissionshandel aus. Um
das europäische Emissionshandelssystem zum Eckpfeiler der
Klimapolitik auszubauen, müsse es besonnen weiterentwickelt werden.
Entscheidend sei dafür die Vollendung des Energiebinnenmarktes.
Sie sei in Verzug geraten. "Bei einem völlig integrierten Strommarkt
könnten laut EU-Kommission jährlich 35 Milliarden Euro eingespart
werden", unterstrich Kerber.
Die Industrie hänge von globalen energiewirtschaftlichen Trends
ab. Die Energiekosten-Schere zwischen Deutschland und anderen
Volkswirtschaften, insbesondere den USA, bleibe bestehen.
Positiv bewertete Kerber die Vorschläge der EU-Kommission zur
Schiefergasförderung in Europa: "Die Empfehlungen bestärken uns in
unserer Position, dass diese Technologie auch in Europa eine Chance
verdient."
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Datum: 22.01.2014 - 12:31 Uhr
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