KfW baut Dürreversicherung für Afrika auf

KfW baut Dürreversicherung für Afrika auf

ID: 1010003
(ots) -

Sperrfrist: 24.01.2014 16:00
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Sperrfrist zur Veröffentlichung freigegeben ist.

- Nobelpreisträger Robert J. Shiller stellt neues
Versicherungsinstrument auf World Economic Forum vor
- Rund 50 Mio. EUR zur Gründung der Versicherungsgesellschaft ARC
Insurance Company
- Afrikanische Staaten weniger verletzlich durch Klimawandel

Der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank beteiligt sich im
Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und
Entwicklung (BMZ) mit rund 50 Mio. EUR (46 Mio. EUR
Beteiligungskapital und 4 Mio. EUR Zuschuss für Beratungs- und
Schulungsmaßnahmen) an der Versicherungsgesellschaft ARC Insurance
Company Ltd. (Africa Risk Capacity Agency Insurance Company (ARC))
und gestaltet die Gründung maßgeblich mit. Der Startschuss für diese
innovative Versicherungsgesellschaft wurde heute von Nobelpreisträger
Robert J. Shiller, dem Nobelpreisträger für Ökonomie 2013, auf dem
World Economic Forum in Davos gegeben.

Die Versicherung bietet afrikanischen Ländern gegen eine
risikoadäquate Prämie Versicherungen gegen Dürren an. Vereinbart
wird, dass ARC im Fall einer Dürre zeitnah die versicherte Summe für
ein mit dem Versicherungsnehmer vereinbartes und im Vorfeld geprüftes
Dürreprogramm auszahlt, das der Bevölkerung unmittelbar zu Gute
kommt. Das Instrument trägt dazu bei, dass die betroffenen
afrikanischen Länder wesentlich weniger durch klimabedingte
Extremwetter- und Dürrerisiken verletzbar sind.

"Die weltweit erste Dürreversicherung für afrikanische Staaten
stellt einen wichtigen Beitrag zur Ernährungssicherung und
Armutsminderung der von Extremwetterkatastrophen wie Dürren besonders
betroffenen Bevölkerung in Afrika dar. Diese bedarfsgerechte,


nachhaltige und für die Länder bezahlbare Versicherungslösung ist ein
innovativer Meilenstein. Wir freuen uns, dass wir die Ideen des
Nobelpreisträgers Robert J. Shiller als Teil eines Engagements der
deutschen Regierung in ein konkretes Projekt umsetzen können," sagte
Dr. Norbert Kloppenburg, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.

Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller sagte dazu in Davos:
"Der Klimawandel ist längst Realität - und er trifft jetzt schon vor
allem die Menschen in Entwicklungsländern und damit diejenigen, die
am verwundbarsten sind. Hier sind wir als wohlhabende Industrieländer
und Mitverursacher des Klimawandels gefordert. Mit der
Dürreversicherung geben wir den betroffenen Staaten ein Instrument in
die Hand, um kurzfristig auf klimabedingte Ernteausfälle zu
reagieren. Davon werden besonders auch Kleinbauern profitieren, für
die eine Dürreperiode schnell zur existenziellen Überlebensfrage
werden kann."

Das Startkapital der Versicherung wird von der KfW und dem
britischen Department for International Development (DFID)
eingebracht. Initiator des Vorhabens ist das World Food Program (WFP)
im Auftrag der Afrikanischen Union (AU). Weitere Geber haben die
Entwicklung des Versicherungsmodells und zahlreiche Vorarbeiten
unterstützt, so etwa die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit
der Schweiz (DEZA), DFID und die Swedish International Development
Cooperation Agency (SIDA).

Die Versicherung wird von einem privaten Insurance Manager
geleitet. Künftig sollen auch private Investoren und Geber
hinzukommen, und mittelfristig soll ARC sich mehrheitlich im Besitz
der afrikanischen Staaten befinden, die von der Versicherung
profitieren. Die Rückversicherungsleistungen wird ARC von
kommerziellen Rückversicherungen wie Munich Re oder Swiss Re
beziehen.

Weitere Informationen zu ARC und zum Geschäftsbereich KfW
Entwicklungsbank finden Sie jeweils www.africanriskcapacity.com und
unter www.kfw.de.



Pressekontakt:
KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt
Kommunikation (KOM) Sonja Höpfner
Tel. +49 (0)69 7431 4306, Fax: +49 (0)69 7431 3266,
E-Mail: Sonja.Hoepfner@kfw.de, Internet: www.kfw.de

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