Doping im Reitsport: Schaden für Branche kaum absehbar

Doping im Reitsport: Schaden für Branche kaum absehbar

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Doping im Reitsport: Schaden für Branche kaum absehbar



(pressrelations) - >(aid) - Der Schaden, den das Thema "Doping im Reitsport" auch für die vielen deutschen Zucht- und Sportbetriebe haben kann, ist derzeit noch nicht abzuschätzen. Derzeit reiten nach Angaben der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in Deutschland zwischen 1,6 und 1,7 Millionen Menschen; weitere 870 000 würden gerne reiten. Ein enormes wirtschaftliches Potenzial also. Die FN berichtet, dass drei bis vier Pferde einen Arbeitsplatz ergeben. Danach verdienen in Deutschland mehr als 300 000 Menschen ihren Lebensunterhalt direkt oder indirekt durch Pferd und Pferdesport. 1,6 Millionen Tonnen Futtergetreide und etwa 1,8 Millionen Tonnen Heu und Stroh werden jährlich gebraucht, um die rund eine Million Pferde und Ponys in Deutschland zu füttern. Im Jahr 2006 wurden in Deutschland 3 700 Reitpferde-Zuchthengste sowie 71 400 Reitpferde-Zuchtstuten registriert. Dazu kamen insgesamt 31 100 neu registrierte Reitpferdefohlen. Geht der Absatz von Pferden zurück, werden nicht nur Zuchtbetriebe "draufzahlen" müssen, sondern eine ganze Branche. Doping könnte somit am Ende allen schaden.

Im Pferdesport entscheidet der Mensch über das Pferd und ist deshalb einer ethischen Verantwortung unterworfen. Die vielen verantwortungsbewussten Reiter sehen sich in der Zwickmühle zwischen erforderlicher Medikation und immer feiner werdender Analysemethoden. Verantwortungslose Reiter - beziehungsweise solche, die ihre Verantwortung den ökonomischen Interessen oder dem persönlichen Ehrgeiz unterordnen - spielen bewusst Hase und Igel mit den Möglichkeiten der Nachweisbarkeit verbotener Substanzen. Die Mehrzahl aber reitet Turniere ohne zu barren, ohne die "Beine heiss" zu machen und kommt ohne verbotene Substanzen aus.

Die gesamte Reiterszene, vor allem auf dem Freizeit-Niveau, unter den Generalverdacht der potenziellen Tierquälerei zu stellen wird der Realität nicht gerecht. Genau deswegen muss der Finger in die Wunden gelegt werden, sowohl was unsachgemäße Ausbildungsmethoden (durch Laien wie durch Profis) angeht, als auch im Hinblick auf Doping. Es muss sich wieder durchsetzen, dass es im Reitsport darum geht, die durch professionelle Zucht gut veranlagten Pferde durch korrektes Training in ihrem Körperbau und ihren natürlichen Bewegungen zu fördern und zu formen. Durch pferdegemäße Haltung und sachgemäße Ausbildung kann so dem Pferd die Freude an der Arbeit erhalten bzw. gefördert werden.


aid, Friederike Eversheim

Weitere Informationen: www.pferd-aktuell.de/Doc-..29700/d.htm


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Datum: 08.07.2009 - 11:51 Uhr
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