Neue OZ: Kommentar zu Rente
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Stolz sei sie gewesen, meint Arbeitsministerin Andrea Nahles, als
sie den Gesetzentwurf zur Rentenreform mit Kosten von etwa 160
Milliarden Euro bis zum Jahr 2030 unterschrieben habe. Nun, der
Volksmund sagt: Dummheit und Stolz wachsen auf demselben Holz. Denn
sicherlich werden sich Mütter älterer Kinder und Facharbeiter über
höhere und frühere Renten freuen. Aber auf wessen Kosten erhalten sie
diese Segnungen?
Was ist daran gerecht, wenn heute ins Berufsleben tretende
Jahrgänge wesentlich höhere Beiträge zahlen, wesentlich länger
arbeiten müssen und wesentlich weniger eigene Rente erhalten werden
als alle, die derzeit im Ruhestand sind? Ist es gerecht, wenn die
Koalition nun noch draufsattelt, obgleich derzeitige Beitragszahler
einen erheblichen Anteil ihres Einkommens zur Privatvorsorge
zurücklegen müssen? Und dass der Beitragssatz nicht sinkt, wie es
gesetzlich vorgegeben und nur per juristischem Winkelzug zu
verhindern war?
Alles egal, wenn es um jene Wahlversprechen geht, die
Sozialdemokraten (Rente mit 63) und Union (Mütter) so wichtig waren.
Auch eine andere Frage sollte die Ministerin beantworten können:
Wieso gelten ihre Argumente und Ausführungen nur für Angestellte,
nicht für Beschäftigte des Staates? Länder und Bund haben bereits
abgewinkt, für Beamte kommt Frühverrentung nicht infrage: zu teuer.
Aber die Beitragszahler müssen das Paket finanzieren. Absurd.
Burkhard Ewert
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Datum: 29.01.2014 - 22:00 Uhr
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