53,4 Millionen Euro für LOEWE-Forschungsprojekte

53,4 Millionen Euro für LOEWE-Forschungsprojekte

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53,4 Millionen Euro für LOEWE-Forschungsprojekte



(pressrelations) - >Zweite Förderstaffel der Exzellenzinitiative des Landes entschieden

Wiesbaden ? "Sechs Antragsprojekte werden im Rahmen der zweiten Förderstaffel der Forschungsinitiative LOEWE ab 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2012 mit insgesamt rund 53,4 Millionen Euro gefördert. Diese Auswahlentscheidung ist im Sinne der Bestenauslese gefallen." Das hat Staatssekretär Gerd Krämer, Vorsitzender der LOEWE-Verwaltungskommission, nach der Sitzung des Gremiums heute gemeinsam mit dem Vorsitzenden des LOEWE-Programmbeirats, Prof. Dr. Karl Max Einhäupl, bekannt gegeben. Zwei Projekte für Zentren (Förderlinie 1) und vier Projekte für Schwerpunkte (Förderlinie 2) werden mit Mitteln des LOEWE-Programms unterstützt.

In der zweiten Förderstaffel waren 2008 zunächst insgesamt 30 Antragsskizzen eingereicht worden, berichteten Krämer und Einhäupl. Nach der Vorauswahl sei nun die Entscheidung unter vier Zentrums- und acht Schwerpunktanträgen erfolgt, die allesamt im Frühjahr 2009 von externen Gutachtergruppen vor Ort begutachtet worden seien.

Zu den "Gewinnern" der Förderlinie 1 (Zentren) zählen die Justus-Liebig-Universität Gießen und die Philipps-Universität Marburg sowie das Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim und das Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie in Marburg.

In der Förderlinie 2 (Schwerpunkte) kommen vier Universitäten (Frankfurt, Gießen, Kassel, Marburg), die Fachhochschule Frankfurt und das Chemotherapeutische Forschungsinstitut Georg-Speyer-Haus in Frankfurt zum Zuge.

Der bisherige Verlauf von LOEWE zeigt nach den Worten von Staatssekretär Krämer, dass sich die Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bei ihren Anträgen offensiv mit den Zielen des Exzellenzprogramms des Landes auseinandersetzen: "Die Anträge spiegeln zielgerichtete Schwerpunktplanungen, Bündelung von vorhandenen wissenschaftlichen Kompetenzen für die Entwicklung innovativer Forschungskonzepte, Ausbau der Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, Verstärkung der Einwerbung von Forschungsdrittmitteln."



LOEWE sei nicht zuletzt deshalb von zentraler Bedeutung, weil Investitionen in Forschung und Entwicklung unabdingbar seien, um innovative Lösungen für wichtige Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln, fügte der Staatssekretär hinzu. "Die Landesregierung will mit LOEWE die hessische Wissenschaftslandschaft nachhaltig stärken, Profilbildung und Wettbewerbsfähigkeit der Wissenschaftseinrichtungen voranbringen und deren Innovationskraft für die Entwicklung der Wirtschaft und damit für die Schaffung zukunftsorientierter Arbeitsplätze nutzen."

Das LOEWE-Programm werde daher konsequent ausgebaut: Nachdem im vorigen Jahr bereits 20 Millionen Euro zur Verfügung gestellt wurden, sind in der laufenden Legislaturperiode bis 2013 weitere Fördermittel von insgesamt rund 410 Millionen Euro vorgesehen (2009: 45 Millionen Euro; 2010: 95 Millionen Euro; ab 2011 jährlich 90 Millionen Euro). "Mit diesem finanziellen Engagement und dem wettbewerblich orientierten LOEWE-Programm setzt Hessen im Ländervergleich deutliche Akzente", sagte Staatssekretär Krämer.

Mit Hilfe des LOEWE-Programms werde auch eine Steigerung des Anteils hessischer Einrichtungen an der gemeinsamen Forschungsförderung von Bund und Ländern angestrebt, hob Krämer hervor. So seien bereits in der ersten Förderstaffel 2008 unter anderem zwei Zentren in Südhessen bewilligt worden, die attraktive Entwicklungsperspektiven zusammen mit der Fraunhofer-Gesellschaft eröffnen. In der zweiten Förderstaffel würden nun zwei in Mittelhessen angesiedelte Zentrumsprojekte realisiert, die in Kooperation mit der Max-Planck-Gesellschaft aufgebaut werden und mittelfristig zur Erweiterung bestehender Max-Planck-Institute in Bad Nauheim und Marburg führen sollen. "Wichtige Meilensteine auf diesem Weg sind erfolgreiche Evaluierungen dieser Zentren in knapp drei beziehungsweise in knapp sechs Jahren", sagte Staatssekretär Krämer.

Prof. Einhäupl wies darauf hin, dass an dem zweistufigen Auswahlprozess fast 70 nicht-hessische Gutachter beteiligt waren: "Diese umfangreiche inhaltliche Unterstützung ist unabdingbar für das wettbewerbliche LOEWE-Programm und die Realisierung seiner Ziele." Der Vorsitzende des LOEWE-Programmbeirats und frühere Vorsitzende des Wissenschaftsrats unterstrich den Anspruch von LOEWE als wissenschaftliche Exzellenzinitiative des Landes Hessen. "Ausschlaggebend bei der Bewertung der beantragten Projekte sind die Relevanz und der Innovationsgrad des Antragsthemas, die Qualität der Forschung, die fachlich insbesondere durch Drittmitteleinwerbung und Publikationen nachgewiesene Kompetenz der beteiligten Wissenschaftler sowie die Aussichten der Projekte für nachhaltige Strukturentwicklungen in der hessischen Forschungslandschaft", erläuterte Einhäupl.

Er würdigte das Engagement des Landes für Forschung und Entwicklung. "Hessen unternimmt außergewöhnliche finanzielle Anstrengungen, um mit Hilfe von LOEWE die Ausgangsposition von Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Wettbewerb ? und hierbei insbesondere im Hinblick auf die nächste Runde der Exzellenzinitiative des Bundes ? weiter zu stärken", sagte Einhäupl. "Ich halte die Prioritätensetzung zu Gunsten von wissenschaftlicher Qualität und zukunftsorientierten Innovationen für richtig."

Weitere Informationen zur Forschungsinitiative LOEWE (Allgemeine Informationen, Hessenkarte zur zweiten Förderstaffel, LOEWE-Gremien) finden Sie zum Download auf www.hmwk.hessen.d e, wenn Sie dort die heutige Pressemeldung zum LOEWE-Programm anklicken.


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