Groß-Demo in Berlin gegen japanische Delfinmassaker - Udo Lindenberg solidarisiert sich
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1.500 Demonstranten einem Protestaufruf auf Facebook folgen und sich
um 13:00 Uhr vor der japanischen Botschaft in Berlin anlässlich eines
Protestmarsches zum Brandenburger Tor versammeln. Die
Bürgerinitiative Aktion Fair Play (AFP) und das Wal- und
Delfinschutz-Forum (WDSF) haben dazu aufgerufen, gegen den
japanischen Wal- und Delfinfang und das Abschlachten der Meeressäuger
zu protestieren.
Erst vor zwei Wochen erschütterten Bilder vom grausamen und
blutigen Delfinfang in einer kleinen Bucht des japanischen Ortes
Taiji die Welt. Die amerikanische Botschaftern in Tokio, Caroline
Kennedy, und Bundeslandwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich
reagierten empört. Alljährlich werden in Taiji zwischen September und
März von japanischen Fischern mit Genehmigung der japanischen
Regierung bis zu 2.000 Delfine zusammengetrieben. Der größte Teil
wird grausam getötet. Das Delfinfleisch landet in Restaurants und
Supermärkten. Die Fischer erzielen pro Schlachtdelfin etwa 450 Euro.
Hauptgrund der japanischen Delfintreibjagd ist jedoch der lukrative
Fang der Meeressäuger für die kommerzielle Nutzung in Delfinarien.
Bis zu 120.000 Euro erzielt ein antrainierter Delfin. Bei der
letzten Treibjagd wurde neben 250 Delfinen ein kostbarer schneeweißer
Albino-Jungdelfin gefangen, der nach Angaben des WDSF bei einem
Verkauf bis zu einer halben Million Euro in die Kasse des örtlichen
Delfinariums "Taiji Wal-Museum" spülen könnte. Die Delfinmutter starb
vor Erschöpfung in den Netzen der Fischer.
Während das blutige Treiben in Taiji fortgesetzt wird, macht die
japanischen Walfangflotte im Südpolarmeer wie jedes Jahr Jagd auf die
Wale. Ein Schlupfloch im weltweiten Walfangmoratorium der
Internationalen Walfangkommission (IWC) ermöglicht seit 1986 die Jagd
auf Kleinwale und geschützte Arten, wenn der Fang als
"wissenschaftlich" deklariert wird. Die Japaner machen davon trotz
weltweiter Proteste reichlich Gebrauch. Die IWC konnte sich bisher
nicht durchringen, den Status Quo zu ändern, weil der Austritt Japans
aus der IWC befürchtet wird. Sogar die deutsche Bundesregierung
wollte im Jahr 2009 mit einem "Gemeinsamen Standpunkt" und 23 anderen
der IWC angehörenden Staaten die Jagd auf Kleinwale und Delfine
erlauben. Eine Stimmenmehrheit der IWC verhinderte dies.
WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller: "Wir erwarten von der
Bundesregierung auf der IWC-Vorkonferenz im Mai eine klare
Entscheidung zum Schutz der Wale und Delfine. Eine geäußerte Empörung
von Bundesminister Friedrich reicht uns nicht. Wir rufen derzeit zum
Boykott japanischer Produkthersteller auf, denn die machen auch
keinen Finger krumm, um durch politische Einflussnahme die Massaker
zu stoppen."
Altrocker Udo Lindenberg schreibt anlässlich der Demonstration in
Berlin einem Facebook-Nutzer: "Ihr habt meine volle Solidarität. Ja,
stoppt dieses Delphinschlachten." Oscar-Preisträger und
Ex-Flipper-TV-Trainer Ric O'Barry ("Die Bucht") übermittelt dem WDSF
seine besten Grüße und wünscht für die Demo viel Erfolg.
Infos:
Demo-Gruppe auf Facebook:
https://www.facebook.com/events/696883077018488/?source=1
Aktion Fair Play (AFP) auf Facebook:
https://www.facebook.com/groups/336449323101636/
Homepage Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF): www.wdsf.de
Facebook WDSF: https://www.facebook.com/delfinschutz
Pressekontakt:
Jürgen Ortmüller
WDSF-Geschäftsführer
Mobil: 0151 24030 952
Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF)
gemeinnützige UG (haftungsbeschränkt)
Möllerstr. 19
58119 Hagen
0049/(0)2334/919022 tel
0049/(0)2334/919019 fax
E-mail: wds-forum@t-online.de
www.wdsf.de
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Datum: 03.02.2014 - 12:51 Uhr
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