Neue OZ: Kommentar zu Türkei

Neue OZ: Kommentar zu Türkei

ID: 1016866
(ots) - Missliche Lage für Gül

Der türkische Staatspräsident Abdullah Gül hat immer wieder
gezeigt, dass er liberalere Positionen als Ministerpräsident Recep
Tayyip Erdogan vertritt. Mehrfach hat er das Rechtsstaatsprinzip
angemahnt, das Erdogan aufzulösen droht. Einen endgültigen Bruch mit
seinem langjährigen Weggefährten und Parteigenossen hat Gül bisher
aber vermieden.

Der von Erdogan initiierte Regierungsentwurf für ein neues
Internet-Gesetz könnte ihn jetzt aber zwingen, öffentlich Farbe zu
bekennen: Denn der Staatspräsident ist der Einzige, der das Gesetz
durch sein Veto noch stoppen kann.

Das bringt Gül in eine zweifach missliche Lage: Lässt er das
Gesetz durchgehen, wird die Meinungsfreiheit in der Türkei weiter
eingeschränkt. Güls Saubermann-Image als Kämpfer für den Rechtsstaat
bekäme Kratzer.

Bleibt Gül seinen liberalen Ansprüchen aber treu und verweigert
die Unterschrift, riskiert er nicht nur den Bruch mit Erdogan,
sondern auch eine Spaltung der Regierungspartei AKP. Nur wenige
Wochen vor den Kommunalwahlen im März und den Präsidentschaftswahlen
im Sommer wäre das für die Partei und auch für Gül eine Katastrophe.
Schon jetzt können sich nach einer Meinungsumfrage nur 36 Prozent der
Türken vorstellen, noch mal die AKP zu wählen. Bei den
Parlamentswahlen 2011 kam sie noch auf fast 50 Prozent. Auch Güls
Pläne, die Nachfolge Erdogans anzutreten, dürften dann gefährdet
sein.



Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207



Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Neue OZ: Kommentar zu Schweiz Neue OZ: Kommentar zu Afghanistan
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 09.02.2014 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1016866
Anzahl Zeichen: 1743

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Osnabrück



Kategorie:

Außenhandel



Diese Pressemitteilung wurde bisher 257 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu Türkei"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Kretschmer kritisiert Brandmauer-Debatte erneut scharf / Sachsens Ministerpräsident: "Billige populistische Verteufelung nutzt den Rechtsextremen enorm" - "AfD in Wahrheit nur heiße L ...
Der sächsische Ministerpräsident und stellvertretende CDU-Vorsitzende Michael Kretschmer hat die Brandmauer-Debatte in seiner Partei erneut scharf kritisiert. "Der Begriff der Brandmauer nutzt den Rechtsextremen enorm. Sie können die Märtyrer geben. Sie stellen sich als politische Kraft dar

Kretschmer gegen Rasenmäher-Kürzungen und offen für Steuererhöhungen / CDU-Vize: Für Gesamtpaket muss sich auch die Union bewegen ...
Sachsens Ministerpräsident und CDU-Vize Michael Kretschmer hat Pläne für pauschale Subventionskürzungen kritisiert und für ein Gesamtpaket auch mit Steuererhöhungen als "letzten Baustein" geworben. "Die Rasenmäher-Methode ist keine kluge Politik. Wir müssen den Wählern schon

Ex-Ministerpräsident Torsten Albig rät SPD zum Einreißen der Brandmauer zur AfD ...
Als erster prominenter SPD-Politiker rät Schleswig-Holsteins früherer Ministerpräsident Torsten Albig seiner Partei, die Brandmauer zur AfD einzureißen. "Wenn 30 Prozent diese Partei wählen, können wir nicht auf Dauer so tun, als wäre das die Ausgeburt der Hölle", sagte Albig der &


Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung


Neue OZ: Kommentar zu Afghanistan ...
Deutsche Hilfe kappen Eine gute Miene zum bösen Krieg in Afghanistan zeigen: Das kann Steinmeier. Der Außenminister warb bei Präsident Karsai mit diplomatischen Worten um Zustimmung für ein neues Sicherheitspaket mit den Alliierten - wie erwartet ohne Erfolg. Der Vertrag soll sicherst

Neue OZ: Kommentar zu Schweiz ...
Auf dem Weg ins Abseits Schwarzer Sonntag für die Schweiz: Das Land zeigt sich tief gespalten. Und wie weit die Folgen der Abstimmung für ein Limit der Zuwanderung reichen werden, ist noch lange nicht abzusehen. Außer innenpolitischen Gräben droht ein Bruch mit der EU. Denn schottet s

Neue OZ: Kommentar zu EU-Wahl ...
Erst die Kandidaten, dann die Inhalte Nun beginnt eine heißere Phase des Europawahlkampfs. CDU und SPD sind zwar im Bund vereint - doch vor der Verteilung der Posten und Mandate in Brüssel und Straßburg werden aus Partnern politische Gegner. So erklärt sich die Mäkelei von SPD-Generalsek

Weser-Kurier: Der "Weser-Kurier" (Bremen) kommentiert in seiner Ausgabe vom 10. Februar zu den Unruhen in Bosnien ...
Nach dem Krieg hat sich eine bleierne Schwere über Bosnien-Herzegowina gesenkt. Die einen wollen den Staatsverband so rasch es geht verlassen, die anderen wollen ihn festigen. Seit zwei Jahrzehnten raten wohlmeinende Diplomaten den Bosniern, den ganzen Spuk mit den drei "Staatsvölkern&quo


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z