DBU: Generalsekretär steigt auf Erdgas-Dienstwagen um (FOTO)
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(ots) -
Für eine "generationengerechte Zukunft auf Erdgas abfahren"
Für Dr. Heinrich Bottermann, Generalsekretär der Deutschen
Bundesstiftung Umwelt (DBU), steht fest: "Erdgasautos sind als
Brückentechnologie auf dem Weg zu einer schadstoffärmeren
individuellen Fortbewegung mit Blick auf die Verbrauchskosten
ökonomisch wie auch hinsichtlich wesentlicher Umweltparameter
ökologisch deutlich im Vorteil." Doch die Rahmenbedingungen für den
Umstieg auf diese Alternative seien "nicht optimal". Bottermann:
"Rund 480.000 Kilometer Erdgasleitungen liegen in Deutschland unter
unseren Füßen. Doch Tankstellen sind noch immer Mangelware",
kritisiert er. Mit seinem Dienstwagen sattelt er jetzt trotzdem auf
Erdgas um und fasst mittelfristig den Umstieg auch für die weitere
Dienstwagenflotte der DBU fest ins Auge, auch wenn gerade in
ländlichen Regionen das Tankstellennetz - zurzeit gibt es in
Deutschland rund 920 Tankstellen - noch nicht so dicht sei wie in
Städten. Sein Appell: "Wir müssen das heute Machbare tun, um nicht
auf Kosten der Zukunft zu leben."
Bottermann kritisiert, dass "wir uns auch dort
Umweltbeeinträchtigungen leisten, wo sie ohne unzumutbare Kosten oder
Komforteinbußen vermeidbar wären und so unnütz unsere Kinder und
Kindeskinder belasten." Denn die Öko-Vorteile des Erdgasantriebs
lägen auf der Hand: Weniger klimabelastendes Kohlendioxid und weniger
Feinstaub, der die menschliche Gesundheit nachweislich durch
Allergien, Asthma, Atemwegsbeschwerden bis hin zu
Herz-Kreislauf-Erkrankungen beeinträchtigen könne. So sei eine gerade
vorgestellte Studie mit über 100.000 Teilnehmern in Deutschland,
Schweden, Finnland, Dänemark und Italien zu dem Ergebnis gekommen,
dass selbst dann mit einem erhöhten Herzinfarktrisiko zu rechnen sei,
wenn die aktuellen europäischen Grenzwerte noch nicht überschritten
seien, man Feinstaubbelastungen an seinem Wohnort aber über längere
Zeit ausgesetzt sei. Bottermann: "Mit dem Umstieg auf einen
Erdgasantrieb kann also für Wohlergehen und Gesundheit der Menschen
viel erreicht werden." Nicht von ungefähr spreche sich auch der
Verkehrsclub Deutschlands (VCD) für Erdgasautos aus, nicht von
ungefähr seien vier Erdgasautos in den aktuellen Top Ten der
Auto-Umweltliste des VCD vertreten. Doch der Marktanteil von
Erdgasautos in Deutschland betrage gerade 0,3 Prozent, nur knapp
100.000 Autos führen hierzulande mit dieser Technik auf den Straßen.
Auch wirtschaftlich sei das nicht nachzuvollziehen. Nicht nur,
dass ein Erdgasauto mit Blick auf die Kraftstoffkosten um rund die
Hälfte günstiger sei als ein Benziner. Auch bei der
Kraftfahrzeugsteuer, in die der Kohlendioxid-Ausstoß eingerechnet
wird, schlage das zu Buche. Das Auspreisen des Kraftstoffes an den
Tankstellen sei allerdings auch verwirrend. Der Erdgaspreis werde in
Kilogramm angegeben, was einen Vergleich etwa zu einem Liter Benzin
kompliziert mache, weil der Energiegehalt nicht ersichtlich sei. Ein
Kilogramm komprimiertes Erdgas (compressed natural gas, CNG) enthalte
aber etwa eineinhalb Mal so viel Energie wie ein Liter Benzin.
Bottermann: "Erdgas zu tanken, ist deutlich günstiger, als es auf den
ersten Blick den Anschein hat."
Bei der Planung von Dienstfahrten müsse man zwar berücksichtigen,
dass das Erdgas-Tankstellennetz bei weitem nicht optimal ausgebaut
sei, ein tatsächliches Problem sei das allerdings nicht. Bottermann:
"Bei rund 480.000 Kilometer Erdgasleitungen in Deutschland sollte es
möglich sein, das Tankstellennetz konsequent und schneller
auszubauen. Die Infrastruktur ist nicht nur da, die Möglichkeiten
sind eigentlich optimal." Die gute räumliche Verfügbarkeit von
Erdgasnetzen habe einen weiteren Vorteil, der in der Zukunft
ökologisch bedeutsam werden dürfte: "Power to Gas" habe schon heute
in etlichen Pilotanlagen nachgewiesen, dass aus erneuerbaren Energien
erzeugter Überschussstrom in Form von Methan (Erdgas) in die
bestehenden Netze eingespeichert werden könne.
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- Pressesprecher -
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Datum: 10.02.2014 - 10:18 Uhr
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