Studie: Bonusprogramme verändern Kaufverhalten
ID: 1017508
ändern Konsumenten willentlich und wissentlich ihr Kaufverhalten, um
an Bonusprogrammen teilzunehmen. Der Trend geht bei Bonusprogrammen
immer stärker zur Nutzung auf dem Smartphone.
Das Marktforschungsinstitut Dr. Grieger & Cie. hat im Rahmen einer
repräsentativen Umfrage 2.035 Verbraucher zu Bonus- und
Vorteilsprogrammen befragt. Dabei wurden 45 Programme hinsichtlich
Erfolgsfaktoren, Bekanntheit, Nutzung und Teilnehmererfahrungen
untersucht.
Jeder Deutsche nimmt durchschnittlich an 4,3 Bonusprogrammen teil.
Die Teilnahme bietet etwa durch den häufigen Einkauf in einem
bestimmten Geschäft, Vorteile durch Prämien oder Rabatte. Wichtigster
Teilnahmegrund für Verbraucher ist die Möglichkeit, Geld zu sparen.
Verbraucher wägen ab, ob sie das Sammelziel erreichen und eine Prämie
einlösen können: Wenn das Sammelziel zu hoch erscheint, nehmen sie
nicht teil.
Die Studie deckt auf, dass Teilnehmer von Bonusprogrammen
willentlich ihr Kaufverhalten ändern, um die damit verbundenen
Vorteile nutzen zu können: So kaufen 38 Prozent häufiger in einem
Geschäft ein, das sie mit einem Bonus oder Sammelpunkten belohnt. 26
Prozent kaufen bewusst mehr und 18 Prozent nehmen sogar einen Umweg
in Kauf, um beim Einkauf die Vorteile eines Bonusprogramms zu
erlangen. "Es ist höchst bemerkenswert, wie vielen Verbrauchern
bewusst ist, dass sie ihr Kaufverhalten durch Bonusprogramme ändern",
erläutert André Wolff, Bonusprogramm-Experte bei Dr. Grieger & Cie.
Marktforschung aus Hamburg.
Die in Deutschland angebotenen Bonusprogramme unterscheiden sich
erheblich hinsichtlich Bekanntheit, Nutzung und Image. Das von vielen
Filialisten angebotene Bonusprogramm Payback weist beachtliche Werte
auf: 92 Prozent der Deutschen kennen das Programm, 58 Prozent nutzen
es und 79 Prozent der Nutzer würden es Bekannten weiterempfehlen.
DeutschlandCard hingegen kennen 69 Prozent, rund 25 Prozent nehmen
teil und 61 Prozent würden sie Bekannten weiterempfehlen. Verbraucher
ziehen händlerübergreifende Programme den Bonussystemen einzelner
Händler vor, gleichwohl existieren zahlreiche Programme einzelner
Händler: Die Tchibo PrivatCard etwa kennen 52 Prozent und 17 Prozent
nutzen sie.
Apps, die eine Teilnahme an Bonusprogrammen über ein Smartphone
ermöglichen, wurden bisher vergleichsweise wenig genutzt. Allerdings
wird die Nutzung bereits 2014 erheblich stärker zunehmen als alle
anderen Mechaniken: "Anbieter, die bislang ausschließlich physische
Bonusprogramme wie Sammelhefte oder Kundenkarten einsetzen, sollten
in Erwägung ziehen, ergänzend Apps anzubieten", führt Wolff weiter
aus.
"Die Bonusprogramm-Landschaft in Deutschland ist sehr
uneinheitlich, der Goldene Weg wurde noch nicht oder nur teilweise
gefunden", resümiert André Wolff. "Es ist an den Anbietern, auf die
Verbraucher zu hören und sich so vom Wettbewerb zu differenzieren."
Die vollständige Studie gibt es unter
www.grieger-cie.de/bonusprogramme
Pressekontakt:
Nicole Niemann
Dr. Grieger & Cie. Marktforschung
Barmbeker Str. 7a
22303 Hamburg
Tel 0 40/69 64 66 2-0
www.grieger-cie.de
presse[at]grieger-cie.de
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Datum: 11.02.2014 - 07:05 Uhr
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