Neue OZ: Kommentar zum Rücktritt von Enrico Letta
ID: 1019992
Wenn auf etwas Verlass ist in Italien, dann auf Regierungskrisen.
Schon die 65. Nachkriegsregierung muss jetzt gebildet werden.
Ministerpräsident Enrico Letta ist bereits nach zehn Monaten am Ende,
gestürzt von einem Senkrechtstarter der eigenen Partei. Wer geglaubt
hatte, das wirtschaftlich extrem geschwächte Land würde endlich
einmal alle Kräfte auf die Bewältigung der ökonomischen Probleme
konzentrieren, sieht sich enttäuscht. Nicht Reformen stehen oben auf
der politischen Agenda, sondern Machtspiele, konsequentes
Krisenmanagement sieht anders aus. Nun macht sich ein junger
Karrierist ans Werk, der vorerst nicht viel mehr zu bieten hat als
große Worte. Konkrete Pläne, wie er es besser machen kann, ist Matteo
Renzi dagegen bisher schuldig geblieben. Nur eines weiß man von dem
Florentiner Bürgermeister: Er ist höchst ehrgeizig, kennt wenig
Skrupel und hat keinerlei Berührungsängste, nicht einmal gegenüber
Silvio Berlusconi, dem abgehalfterten Populisten und rechtskräftig
verurteilten Betrüger. Seriös erscheint Renzi also zunächst nicht.
Für ihn spricht allein sein ungestümer Vorwärtsdrang. In Italien, wo
die Wirtschaftsleistung 2013 um 1,9 Prozent zurückgegangen ist, macht
ihn das schon zu einem Hoffnungsträger. Und so besteht kein Zweifel,
dass er mit der Regierungsbildung beauftragt wird.
Uwe Westdörp
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 14.02.2014 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1019992
Anzahl Zeichen: 1654
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Wahlen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 280 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zum Rücktritt von Enrico Letta"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Osnabrück. SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf fordert Alternativen zu Kürzungen beim Wohn- und Elterngeld. "Die Kürzungsvorschläge beim Wohngeld, und übrigens auch beim Elterngeld, sind Vorschläge, die zunächst von der Regierung eingebracht wurden. Wir werden im parlamentarischen Verf
Klüssendorf: SPD wird Vermögens- und Erbschaftssteuer 2026 zum "Schlüsselthema" machen / "Wiedereinsetzung der Vermögensteuer gehört in Gesamtpaket"-"Würde auch Merz und ...
Osnabrück. SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hat eine harte Auseinandersetzung mit der Union um die Rückkehr der Vermögenssteuer und eine höhere Erbschaftssteuer nach der Sommerpause angekündigt. "Gerade in Deutschland haben wir eine zunehmende Konzentration von Vermögen. Das gilt fü
WM-Kommentator Tom Bartels: "Wenn Klopp es nicht hinbekommt - wer dann?" / Fußballexperte dämpft Erwartungen an designierten Bundestrainer - Scharfe Kritik an Vorgänger Nagelsmann ...
Osnabrück. Nach dem vorzeitigen Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Nordamerika hat ARD-WM-Kommentator Tom Bartels vor überzogenen Erwartungen an den designierten Bundestrainer Jürgen Klopp gewarnt. Gleichzeitig glaubt er, dass der ehemalige Meistercoach von
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Neue OZ: Kommentar zu Castoren ...
Geteiltes Leid Es geht um gerade einmal 26 Castoren. Und dennoch sind Bund und Länder nicht in der Lage, sich zügig auf eine Lösung für die Atommüll-Behälter zu verständigen. Seit Monaten geht es zwischen Berlin und den Landeshauptstädten hin und her: ein munteres Feilschen, wer denn
Neue OZ: Kommentar zum Rücktritt von Hans-Peter Friedrich ...
Ein trotziger Abschied - wie armselig Nach zwei Monaten im Amt wirft Bundeslandwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich hin. Widerwillig, ohne Einsicht eines Fehlverhaltens. Politisch und rechtlich habe er richtig gehandelt, als er im Oktober 2013 Informationen über den SPD-Politiker Sebasti
Neue OZ: Kommentar zum Gesetz gegen Abgeordnetenbestechung ...
Überfällige Reform Es wird höchste Zeit, dass der Bundestag das Gesetz gegen Abgeordnetenbestechung verschärft. Denn Deutschland zählt, neben Syrien und Nordkorea, zu den wenigen Staaten, die bisher noch nicht die UN-Konvention zur Bekämpfung von Korruption ratifiziert haben. Zu dieser
Neue OZ: Nachricht zu Castoren ...
Niedersachsen schließt Aufnahme von Castoren aus Keine Zwischenlagerung von Atommüll-Behältern aus La Hague und Sellafield Osnabrück.- Niedersachsen wird keinen der insgesamt 26 Castor-Behälter aus Sellafield oder La Hague aufnehmen. Das erklärte eine Sprecherin des Landesumweltmini




