Neue OZ: Kommentar zu Kirchen / Finanzen / Personalien
ID: 1020712
Schon wieder Problembischof Franz-Peter Tebartz-van Elst! Noch
liegt der Prüfbericht der kirchlichen Untersuchungskommission zu den
Vorgängen auf dem Limburger Domberg nicht vor. Doch nun soll der
Limburger Oberhirte auch noch Stiftungsmittel zweckentfremdet haben.
Ausgerechnet Gelder, die für arme, kinderreiche Familien gedacht
waren.
Erneut zeigt sich, dass Papst Franziskus die Leitung des Bistums
Limburg bald entscheiden muss. Einmal, weil die Kostenexplosion und
die Tricksereien beim Bau des Diözesanzentrums längst zur Belastung
für die katholische Kirche in Deutschland geworden sind. Aber auch,
weil konservative Kreise in Rom meinen, den Bischof in Schutz nehmen
zu müssen. Der Kirchenhistoriker Kardinal Walter Brandmüller lastete
die Schwierigkeiten von Tebartz-van Elst dessen Vorgänger Franz
Kamphaus an. Papstsekretär Georg Gänswein verstieg sich sogar zur
Behauptung, in Limburg gehe es um Glaubens- und Richtungsfragen, und
das "laute Geheul" um die Ausgaben sei nicht der Grund für den
Streit.
Den Katholiken im Bistum Limburg müssen die befremdlichen
Legendenbildungen wie ein Schlag ins Gesicht vorkommen. Eine Zukunft
kann es nur mit neuem Bischof geben. Das Vertrauen in Tebartz-van
Elst ist zerstört. Das Beste, was der Oberhirte noch für seine Kirche
tun kann, ist ein freiwilliger Amtsverzicht. Doch es steht zu
befürchten, dass er diese Größe nicht aufbringt.
Christof Haverkamp
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Datum: 17.02.2014 - 22:00 Uhr
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