IPH macht Schmieden effizienter? im Auftrag der EU

IPH macht Schmieden effizienter? im Auftrag der EU

ID: 1021744

Forschungsprojekt?CoVaForm? hilft Unternehmen, Material, Zeit und Energie zu sparen




(PresseBox) - Titan-Bauteile schneller, billiger und effizienter herstellen: Daran arbeitet das Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) in einem neuen Forschungsprojekt, das von der Europäischen Union gefördert wird. An dem Vorhaben beteiligen sich vier Unternehmen aus der Schmiedebranche sowie drei Forschungsinstitute aus insgesamt fünf Ländern.
Ob Motor-Bauteile, Turbinenschaufeln oder Hüftimplantate: Bei der Herstellung von Schmiedeteilen ist meist das Material der größte Kostenfaktor - besonders, wenn hochwertige Materialien wie Titan verwendet werden. In einem neuen Forschungsprojekt will das IPH deshalb ein Verfahren entwickeln, bei dem weniger Material verschwendet wird und das gleichzeitig Zeit und Energie spart. Die Forscher hoffen, dass sich die Produktionskosten damit deutlich senken lassen. Von den Ergebnissen sollen vor allem kleine und mittelständische Schmiedeunternehmen profitieren.
Beim sogenannten Gesenkschmieden wird heißes Metall in Form gepresst. Um komplizierte Bauteile herzustellen, reicht ein einziger Schritt aber nicht aus - man verwendet sogenannte Vorformen als Zwischenschritt zum fertigen Bauteil. Um diese Vorformen herzustellen, gibt es verschiedene Techniken. Meist geht dabei viel Material verloren: Bei der spanenden Bearbeitung beispielsweise wird überschüssiges Material einfach abgetragen - so, wie ein Bildhauer überschüssigen Stein von einem Granitblock meißelt, um die Figur freizulegen. Die effizienteste Technik zum Herstellen von Vorformen ist das sogenannte Querkeilwalzen. Dabei wird das heiße, zähflüssige Metall in Form geschoben - so, wie ein Töpfer seine Figur formt, indem er den Ton mit sanftem Druck verteilt. Dabei geht fast kein Material verloren.
Beim Querkeilwalzen liegt die Materialausnutzung bei fast 100 Prozent, zudem wird dafür weniger Zeit und Energie benötigt als für die spanende Bearbeitung. Den europäischen Schmieden fehlt beim Querkeilwalzen allerdings noch die Erfahrung, insbesondere mit hochwertigen Materialien wie Edelstahl oder Titan. Dabei lohnt sich ein effizienter Materialeinsatz gerade bei diesen teuren Werkstoffen. Um das Verfahren zu testen, wird im Forschungsprojekt "CoVaForm" beispielhaft ein Hüftimplantat aus Titan geschmiedet. Das IPH, das sich bereits in mehreren Forschungsprojekten mit dem Querkeilwalzen beschäftigt hat, baut dafür eine neue Maschine, mit der die Vorformen für solche Hüftimplantate hergestellt werden können. Ab Mitte nächsten Jahres soll der fertige Querkeilwalzapparat von einem der Partnerunternehmen getestet werden.


Das Projekt "CoVaForm" ist zum 1. Januar 2014 gestartet und läuft zwei Jahre. Die Abkürzung steht für "Conservation of valuable materials by a highly efficient forming system" - also die Einsparung wertvoller Materialien durch hocheffiziente Umformtechnik. An dem Forschungsprojekt beteiligen sich vier Unternehmen aus der Schmiedebranche und drei Forschungsinstitute aus Deutschland, Spanien, Italien, Österreich und der Türkei. Als Teil des Siebten Rahmenprogramms (RP7) wird das Projekt von der Europäischen Union finanziell gefördert. Die Forschungsergebnisse sollen europäische Schmiedeunternehmen im internationalen Wettbewerb stärken und dazu beitragen, rund 68.000 Arbeitsplätze sichern - so viele Menschen arbeiteten im Jahr 2011 europaweit in der Schmiedeindustrie. Der Gesamtumsatz der Branche belief sich auf 12 Milliarden Euro. Von immer effizienteren Schmiedeverfahren und geringeren Kosten profitieren auf lange Sicht auch jene Unternehmen, die geschmiedete Bauteile für ihre Produkte benötigen - allen voran die Automobilindustrie, aber auch die Medizin- und Luftfahrtbranche.

Das Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) gemeinnützige GmbH ist ein Dienstleister auf dem Gebiet der Produktionstechnik und wurde 1988 aus der Leibniz Universität Hannover heraus gegründet. Das IPH bietet Forschung und Entwicklung, Beratung und Qualifizierung rund um die Themen Prozesstechnik, Produktionsautomatisierung, Logistik und XXL-Produkte. Zu seinen Kunden zählen Unternehmen aus den Branchen Werkzeug- und Formenbau, Maschinen- und Anlagenbau, Luft- und Raumfahrt und der Automobil-, Elektro- und Schmiedeindustrie.
Das Unternehmen hat seinen Sitz im Wissenschaftspark Marienwerder im Nordwesten von Hannover und beschäftigt aktuell 49 Mitarbeiter, 25 davon als wissenschaftliches Personal (Stand: Januar 2014).

Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Das Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) gemeinnützige GmbH ist ein Dienstleister auf dem Gebiet der Produktionstechnik und wurde 1988 aus der Leibniz Universität Hannover heraus gegründet. Das IPH bietet Forschung und Entwicklung, Beratung und Qualifizierung rund um die Themen Prozesstechnik, Produktionsautomatisierung, Logistik und XXL-Produkte. Zu seinen Kunden zählen Unternehmen aus den Branchen Werkzeug- und Formenbau, Maschinen- und Anlagenbau, Luft- und Raumfahrt und der Automobil-, Elektro- und Schmiedeindustrie.
Das Unternehmen hat seinen Sitz im Wissenschaftspark Marienwerder im Nordwesten von Hannover und beschäftigt aktuell 49 Mitarbeiter, 25 davon als wissenschaftliches Personal (Stand: Januar 2014).



drucken  als PDF  Rastierlager als bauraumneutrale und integrale Lösung für Doppelkupplungsgetriebe H.C. Starck Ceramics erweitert Farbpalette für Zirkonoxid-Rohlinge
Bereitgestellt von Benutzer: PresseBox
Datum: 19.02.2014 - 13:40 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1021744
Anzahl Zeichen: 4585

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Hannover



Kategorie:

Industrie



Diese Pressemitteilung wurde bisher 292 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"IPH macht Schmieden effizienter? im Auftrag der EU"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gemeinnützige GmbH (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

FTS-Schulung in Hannover ...
Fahrerlose Transportsysteme (FTS) sind eine Möglichkeit für Unternehmen, ihre Intralogistik zu automatisieren und effizienter zu gestalten. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stehen vor der Einführung jedoch vor vielen Fragen: Welche Transportprozesse eignen sich überhaupt für e

Hannover Messe 2026: Intuitive Mensch-Maschine-Interaktion mithilfe von KI ...
Einen kleinen, spinnenartigen Roboter mit Sprache steuern: Das können Interessierte auf der Hannover Messe vom 20. bis 24. April 2026. Das IPH – Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH zeigt mit dem Exponat, wie Künstliche Intelligenz (KI) die Interaktion zwischen Mensch und Maschine

Hannover Messe 2026: Intuitive Mensch-Maschine-Interaktion mithilfe von KI ...
Einen kleinen, spinnenartigen Roboter mit Sprache steuern: Das können Interessierte auf der Hannover Messe vom 20. bis 24. April 2026. Das IPH – Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH zeigt mit dem Exponat, wie Künstliche Intelligenz (KI) die Interaktion zwischen Mensch und Maschine


Weitere Mitteilungen von IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gemeinnützige GmbH


Rastierlager als bauraumneutrale und integrale Lösung für Doppelkupplungsgetriebe ...
Modernste Doppelkupplungsgetriebe genießen heute weltweit hohe Aufmerksamkeit und führen die Automobilindustrie zunehmend zu neuen, effizienten Bauraumlösungen. Oft ist einfach kein Platz, die Rastierkonturen an den Schaltgabeln und die Arretierungen im Getriebegehäuse anzubringen. Deshalb biet

Datamax-O’Neil ernennt Michele Cucinotta zum Business Manager für Performance- und Workstation-Druckerserien ...
BOURG-LÈS-VALENCE, FRANKREICH – 18. Februar 2014 – Datamax-O’Neil, ein weltweit führender Anbieter von stationären, portablen und mobilen Etiketten- und Belegdruckern, hat Michele Cucinotta zum Business Manager für seine Performance- und Workstation-Druckerserien ernannt. In seiner neuen P

Pump it up!: PUMPENplatz auf Wachstumskurs ...
Der PUMPENplatz wird zum Kompetenzzentrum für Pumpen, Pumpensysteme und Komponenten auf der HANNOVER MESSE 2014. Die Sonderfläche hat in den vergangenen Jahren ein beachtliches Wachstum hingelegt. Im Jahr 2011 mit zehn Teilnehmern auf 200 Quadratmetern gestartet, präsentieren sich in diesem J

BKH autorisiert als Telenot-Stützpunkt ...
Seit dem 14.02.2014 ist die BKH Sicherheitstechnik KG offizieller Autorisierter- Telenot- Stützpunkt und somit Teil eines bundesweiten Telenot-Netzwerks für Sicherheit mit Brief und Siegel. Als autorisierter Stützpunkthändler der Firma Telenot bietet BKH ihren Kunden und Partnern eine individ


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z