Trennungsschmerz beim Frühjahrsputz? Die Deutschen zwischen Raumnot und Sammelwut

Trennungsschmerz beim Frühjahrsputz? Die Deutschen zwischen Raumnot und Sammelwut

ID: 1021763

München, 19. Februar 2014: 10.000 Dinge besitzt jeder Europäer laut Bundesumweltministerium im Durchschnitt. All diese Dinge nehmen viel Platz im Leben und in der Wohnung ein. Ein Großteil bleibt jedoch ungenutzt und kann gerade in Großstadtwohnungen ohne geeigneten Lagerraum schnell zu Ballast werden. Spätestens wenn der Frühjahrsputz ansteht, wird deshalb immer wieder der große Vorsatz gefasst: Ausmisten und Platz schaffen, um sich von alten Lasten zu befreien oder einfach wieder mehr Raum zum Leben zu haben. Doch was heben wir auf und warum? Und weshalb sind Dinge nicht zwangsläufig nutzlos, nur weil sie nicht mehr genutzt werden? Auf dem Blog „Platzprofessor“, einer Initiative der Humboldt-Universität zu Berlin und des Unternehmens MyPlace-SelfStorage, beschäftigen sich Wissenschaftler und Praktiker aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln mit dem Umgang mit Dingen und dem Raum, den sie im Leben ihrer Besitzer einnehmen.



(firmenpresse) -
„Die Dinge haben nur den Wert, den man ihnen verleiht“ wusste schon Molière. Auch heute, rund 400 Jahre später, beschäftigen sich Philosophen, Wissenschaftler und Autoren aus verschiedenen Perspektiven mit unserem Umgang mit und den Beziehungen zu Dingen. Die Kulturwissenschaftlerin Annelie Knust untersucht in ihrer Magisterarbeit „Zum Wegwerfen zu schade?“ unter anderem die Frage: Welche Dinge sind es uns wert sie aufzuheben? Sie geht dabei von drei Hauptkategorien des Bewahrens aus: Zum einen gibt es Dinge, die man eindeutig aufbewahrt, zum anderen Dinge, die man eindeutig nicht aufbewahrt und zum dritten Dinge, über deren Status noch nicht entschieden wurde. Gerade diese dritte Kategorie birgt die größte Herausforderung beim Aussortieren.
Aufräumcoach Rita Schilke aus Berlin weiß wie schwierig es werden kann gerade Dinge, denen wir emotionalen Wert verliehen haben, loszulassen. „Wer weiß wann man das nochmal gebrauchen kann“, ist dann ein typischer Spruch, mit dem wir das überzählige Teeservice doch wieder ins Regal stellen oder in seiner Kiste verstauen. In ihrem Job sieht Rita Schilke tagtäglich, wie die eigentlich geliebten Dinge ihrer Kunden, ihnen Zuhause „buchstäblich die Luft zum Atmen nehmen“, schreibt Sie in ihrem Blog-Beitrag „Umgang mit Freiraum und den Dingen – Bericht aus der Praxis eines Aufräumcoaches“.

Zu viele Dinge, zu wenig Raum
Auch Annelie Knust stellte fest, dass das tatsächliche „Entsorgen“ ihren Interviewpartnern am schwersten fällt: „[E]s [ist] offenbar leichter, Abschied von Dingen zu nehmen, wenn man weiß, dass sie noch einmal einen Gebrauch finden könnten und nicht einfach vernichtet werden“. In der eigenen Wohnung, wird ein Zuviel an Dingen jedoch schnell belastend. Eine aktuelle Studie des Gallup-Instituts zeigt, dass einem Viertel der befragten Großstädter in Deutschland, Österreich und der Schweiz mehr Stauraum auch mehr Wohnkomfort verschaffen würde.


Doch gerade in den Metropolen sind Stauräume nur sehr begrenzt verfügbar, stellt die österreichische Sozialwissenschaftlerin Carmen Keckeis während ihrer Forschung fest: „[…]im Neubausektor scheint ein Abstellraum oder entsprechender Keller kaum berücksichtigt zu werden,[da]die Schaffung von Wohnraum zuallererst eine Marktleistung dar[stellt], die sich nach Kriterien wie Wirtschaftlichkeit und Rentabilität richtet.“ Wer zuhause nicht ausreichend Stauraum zur Verfügung hat, kann beispielsweise ein SelfStorage-Lagerraum nutzen, ein „Hotel für Dinge, die vorübergehend einen anderen Platz brauchen“, wie Martin Gerhardus, geschäftsführender Gesellschafter von MyPlace-SelfStorage, seine Lagerräume auch bezeichnet. Es scheint ein widersprüchliches Verhältnis zwischen zu wenig Raum und unserer Leidenschaft zum Sammeln und horten, zu geben, doch definieren wir uns über unsere Dinge. Die Berliner Ethnologin Petra Beck beschreibt es so: „Wir bewegen uns in Dingwelten. [Und] unser Verhältnis zu den Dingen wiederum definiert unser Verhältnis zur Welt.“

Platzprofessor
Das Blogprojekt Platzprofessor entstand 2011 aus einer Kooperation des Instituts für Europäische Ethnologie an der Humboldt-Universität zu Berlin mit dem Lagerraumanbieter MyPlace-Selfstorage und dient interessierten (Nachwuchs-)WissenschaftlerInnen und Nicht-WissenschaftlerInnen als Forum für eine qualifizierte interdisziplinäre Auseinandersetzung mit dem Thema „Platz“ und „Raum“. Auch Studierenden, Absolventen oder Lehrstühlen anderer Universitäten bietet MyPlace-Selfstorage Unterstützung an, wenn Seminar- oder Abschlussarbeiten zum Thema „Raum“ und „Platz“ geplant werden.

Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:

MyPlace-SelfStorage
Selfstorage bedeutet flexibles Mieten von Lagerräumen für Privatpersonen und Gewerbe und geht zurück auf die Vermietung einfacher Garagenzeilen in den USA für die Einlagerung von Gütern aller Art. MyPlace-SelfStorage ist mit 37 Filialen in Deutschland, Österreich und der Schweiz Marktführer im deutschsprachigen Raum. Vom Deutschen Institut für Service-Qualität (DISQ) wurde MyPlace-SelfStorage als „Bestes Selfstorage-Center 2013“ ausgezeichnet. Jedes MyPlace-Haus verfügt über ca. 1.000 Lagerabteile. Weitere Informationen auf: www.myplace.eu



PresseKontakt / Agentur:

Jörg Röthlingshöfer
factum Presse und Öffentlichkeitsarbeit GmbH
Schönstraße 110a
81543 München
info(at)factum-pr.com
+49 (0)89 / 51 91 96 31



drucken  als PDF  Branchentreff in Salzburg: InterNetX zu Gast auf der Domain pulse 2014
Bereitgestellt von Benutzer: factum
Datum: 19.02.2014 - 15:13 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1021763
Anzahl Zeichen: 4605

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Jörg Röthlingshöfer
Stadt:

München


Telefon: +49 (0)89 / 51 91 96 31

Kategorie:

Vermischtes


Meldungsart: Produktinformation
Versandart: Veröffentlichung

Diese Pressemitteilung wurde bisher 407 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Trennungsschmerz beim Frühjahrsputz? Die Deutschen zwischen Raumnot und Sammelwut"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

factum Presse und Öffentlichkeitsarbeit GmbH (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

E-Commerce in Zeiten von Corona: DRVE unterstützt mit Finanzierungs-programmen erfolgreiches Online-Marketing ...
Verändertes Konsumentenverhalten lässt E-Commerce boomen Das Coronavirus, verändert den Alltag eines jeden einzelnen und damit auch das Konsumentenverhalten. Verbraucher, die bislang vorrangig im stationären Handel gekauft haben, steigen nun auf Online-Shopping um. Begründen lässt sich das zu

The eSports Company aus München realisiert den FIFA eWorld Cup Grand Final 2019 – die EA SPORTS FIFA 19 Weltmeisterschaft in London ...
München, den 19.07.2019 – Insgesamt 32 Spieler, die sich über die EA SPORTS FIFA 19 Global Series qualifiziert haben, spielen im The O2 in London um den Weltmeister-Titel in FIFA 19, eine Reise zu den The Best FIFA Football Awards™ und ein Preisgeld von 500.000 US Dollar. The eSports Company w

Gesucht und gefunden: epoq verbessert die Suchfunktion in Online-Shops ...
Ob beim Fashion- oder Elektronik-Anbieter, bei einer optimalen Suchtechnologie im Netz geht es vor allem darum, dass der Nutzer in kürzester Zeit zum gewünschten Produkt gelangt. Der Vorteil einer erfolgreichen Onsite-Suche: Die Kunden bleiben länger, die Absprungrate sinkt und die Kundenzufriede


Weitere Mitteilungen von factum Presse und Öffentlichkeitsarbeit GmbH


Branchentreff in Salzburg: InterNetX zu Gast auf der Domain pulse 2014 ...
(Regensburg, 19. Februar 2014) – Internet Gouvernance, Big Data und natürlich die Einführung der neuen Domain-Endungen: Die Fachkonferenz „Domain pulse“ in Salzburg setzt die wichtigsten Themen für das Internet-Jahr 2014 auf die Tagesordnung. Am 20. und 21. Februar treffen sich internationa

Engel AG holt sich Unterstützung durch Daniel Kumelis ...
Mit dem ausgewiesenen Handelsexperten Daniel Kumelis holt sich das Vertriebsteam der Engel AG einen erfahrenen Berater an die Seite. Kumelis, der nach Stationen bei Amor und Runners Point nun selbständig im Bereich der Marketing- und Handelsberatung tätig ist, unterstützt das Team der Engel AG

Engel AG holt sich Dominika Macha ...
Die Dipl.- Medienwirtin Dominika Macha unterstützt ab sofort als Assistentin der Geschäftsführung das Team der Engel AG. Macha hat in den vergangenen Jahren durch Stationen bei Aegis Media, Mediacom, RTL Creation sowie Bauer Media Ihre Expertise in der Strategischen Mediaplanung ausgebaut und st

Neuzugang beim SIBB e.V. ...
Berlin. Seinen Anspruch auf nachhaltige Vernetzung über Team- und Unternehmensgrenzen hinweg will das SRZ Berlin künftig mit seiner Mitgliedschaft im wichtigsten Branchenverband der IT-Wirtschaft der Hauptstadtregion, dem SIBB e.V., weiter vorantreiben. "Mit diesem Schritt werden wir unserem


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z