Wenn das Urlaubsauto zur Todesfalle wird
Ungesicherter 20-Kilo-Koffer entwickelt die Wucht einer halben Tonne - Gewerbe: Jährlich 500 Millionen Euro Schaden durch mangelhafte Ladungssicherung
Besonders Vans und Großraumlimousinen böten oft verführerisch viel Platz, der dazu verleite, nicht nur Koffer und Büchertaschen, sondern auch Surfbrett, Mountainbike und anderes Sportgerät im Innenraum unterzubringen, so Enk weiter. Doch dieses Nebeneinander von Passagieren und Ladegut sei gefährlich. Crashtests hätten gezeigt, dass Passagiere im Falle eines Aufpralls mit schweren Verletzungen durch herumwirbelnde Gegenstände rechnen müssten. Sperrige Gegenstände seien deshalb besser auf dem Dachträger aufgehoben, schwere Gepäckstücke möglichst hinter der Rückenlehne auf dem Kofferraumboden zu verstauen und mit Spanngurten zu befestigen, rät der Sachverständige von DEKRA. Wichtig sei auch, das zulässige Gesamtgewicht nicht zu überschreiten und die Fahrweise auf das veränderte Fahrverhalten des voll beladenen Fahrzeuges einzustellen. Ein voll beladenes Auto verhalte sich auf der Straße träger und instabiler als ein leeres. Es könne in Kurven leichter ausbrechen und habe einen längeren Bremsweg, so Enk.
Der Niederlassungsleiter weiß aber auch, dass das Thema Ladungssicherung nicht nur im privaten, sondern auch im gewerblichen Bereich eine immer größere Rolle spiele. Eine jährliche Schadenssumme in Deutschland in Höhe von mittlerweile 500 Millionen Euro belege, dass das Wissen um eine ordnungsgemäße Ladungssicherung offenbar noch erhebliche Lücken aufweise. Aus diesem Grund biete die DEKRA immer wieder Schulungen zu diesem Thema an. Am heutigen Montag beispielsweise besuchten 25 Polizisten aus Berlin in der Niederlassung in Hohenschönhausen eine Veranstaltung mit dem Titel "Informationen, Grundlagen und Neuerungen zum Thema Ladungssicherung".
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Datum: 13.07.2009 - 11:25 Uhr
Sprache: Deutsch
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