NABU: Ältere Atomkraftwerke vor der Wahl vom Netz nehmen
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NABU: Ältere Atomkraftwerke vor der Wahl vom Netz nehmen
Miller: Union und SPD sollen sich jetzt für mehr Sicherheit einsetzen
Der NABU begrüßte die Pläne von Bundesumweltminister Gabriel (SPD), nach der Wahl die acht unsichersten Atommeiler stillzulegen. Doch der Minister könne bereits vor der Wahl aktiv werden und strengere Sicherheitsanforderungen für die Atomkraftwerke verbindlich machen. "Warum werden Sicherheitsregeln erst jahrelang mit den Betreibern ausgehandelt und dann noch monatelang nur unverbindlich geprüft? Minister Gabriel sollte das neue und schärfere Kerntechnische Regelwerk umgehend in Kraft setzen", forderte Miller. Der Bundesumweltminister hatte den Kriterienkatalog für den sicheren Betrieb von Atomkraftwerken nach jahrelangen Vorarbeiten im April diesen Jahres vorgelegt, dann aber darauf verzichtet, ihm Gesetzeskraft zu verleihen.
Nach Angaben des NABU sind acht der 17 deutschen Atomkraftwerke technisch besonders anfällig. Dazu gehören die Siedewasserreaktoren der so genannten Baulinie 69 (Krümmel, Brunsbüttel, Isar-1 und Philippsburg-1) sowie die Druckwassermeiler der Baulinie 2 (Biblis-A und -B, Neckarwestheim-1 und Unterweser). Selbst nach einer von BILD am Sonntag beauftragten aktuellen Emnid-Umfrage seien 72 Prozent der Deutschen dafür, ältere Atomkraftwerke sofort abzuschalten. "Dies darf auch die Union nicht ignorieren", so NABU-Energieexperte Elmar Große Ruse.
Für Rückfragen:
Elmar Große Ruse, NABU-Energieexperte, Tel. 0173 - 35 22 872.
Im Internet zu finden unter www.NABU.de
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Datum: 13.07.2009 - 16:45 Uhr
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