Westfalen AG mit guten Ergebnissen in schwierigem Umfeld.
Die Ölpreisrallye des vergangenen Sommers hat der Westfalen AG im Geschäftsjahr 2008 ein deutliches Umsatzplus gebracht – der Absatz an Kraftstoffen wuchs dagegen nur leicht, aber gegen den Branchentrend.
Die Investitionen bewegten sich 2008 mit 62,6 Millionen Euro im Konzern (+ 5,5 Millionen Euro) und 48,3 Millionen Euro (– 3,4 Millionen Euro) in der AG weiterhin auf sehr hohem Niveau. Die im Vergleich zur AG diesmal deutlich höheren Konzerninvestitionen dokumentieren die Ausweitung der Auslandsaktivitäten vorrangig in Frankreich, wo unter anderem in Torcy ein Füllwerk gebaut wurde und in Le Creusot eine Luftzerlegungsanlage entsteht. Weitere größere Investitionen flossen in drei Tankstellen in Bissendorf, Ahaus und Wuppertal, in den Neubau eines Burger King® Restaurants ebenfalls in Ahaus sowie in 14 Autogas-Tankstellen. Ein Großteil dieser Ausgaben konnten aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit finanziert werden, denn der Cashflow war mit 51,0 Millionen Euro (– 4,3 Millionen Euro) erneut sehr hoch. Wie im Jahr zuvor lag das Gros der Konzerninvestitionen mit 46,0 Millionen Euro (+ 3,6 Millionen Euro) im Geschäftsbereich Technische Gase. In Tankstellen wurden 10,7 Millionen Euro investiert (Vorjahr 9,7 Millionen Euro); im Geschäftsbereich Westfalengas wurden 5,6 Millionen Euro (+ 1,0 Million Euro) aufgewendet.
Dabei entwickelten sich die Geschäftsfelder sehr unterschiedlich. Der Geschäftsbereich Technische Gase konnte Absatz, Umsatz und Ergebnis im In- und Ausland abermals steigern. Auch für die kommenden Jahre wurden die Weichen bereits gestellt: Mit der deutschen Tochtergesellschaft der US-amerikanischen Praxair wurde ein langfristiger Liefervertrag abgeschlossen, insbesondere über große Mengen tiefkalt verflüssigtes Argon. Für die neue Luftzerlegungsanlage in Frankreich ist durch mehrere Lieferverträge mit dem Weltmarktführer für Stahl, ArcelorMittal, die Grundauslastung bereits gesichert.
Deutlich über dem Vorjahr und den eigenen Planungen lag das Ergebnis im Geschäftsbereich Westfalengas. Zwar gab es Anfang 2008 durch den extrem milden Winter schwache Absätze in der Hauswärmeversorgung, doch die konnten zum Jahresende kompensiert werden. Das intensivierte Großhandelsgeschäft und der stark wachsende Autogas-Markt sorgten für Steigerungen bei Absatz und Umsatz. Bei Autogas ist die Westfalen AG mit einem Marktanteil von über 20 Prozent Marktführer. Einschließlich 72 Tankstellen im Netz der Westfalen AG wurden zum Jahresende bundesweit über 750 öffentliche und betriebliche Tankstellen mit Deutschlands Alternativkraftstoff Nr. 1 versorgt.
Licht und Schatten gab es im Geschäftsbereich Tankstellen. „Der Kraftstoffabsatz an unseren 250 Tankstellen stieg ohne Autogas um 1,5 Prozent, der Markt verzeichnete einen Rückgang von 0,3 Prozent“, verkündete Fritsch-Albert die gute Nachricht für die Westfalen AG. Jedoch seien die Margen stark schwankend gewesen. Besonders durch den rapiden Preisverfall ab Oktober habe man im Jahresverlauf keine befriedigende Marge erzielen können. Bessere Ergebnisse in der Systemgastronomie, in den Bistros sowie im Shop- und Waschgeschäft konnten die Ergebnisminderungen bei Kraftstoffen nicht ausgleichen.
Trotz der schwersten Finanzkrise seit 80 Jahren blickt Fritsch-Albert optimistisch in die Zukunft: „Für Westfalen AG und Konzern gehen wir 2009 nicht von bedeutenden Beeinträchtigungen bei Absatz, Umsatz und Ergebnis aus.“ Bei den technischen Gasen gebe es zwar bei einigen Kunden insbesondere der Automobilzulieferindustrie Absatzrückgänge. Die Branchen- und Anwendungsvielfalt wirke insgesamt jedoch stabilisierend. Der lange Winter 2008/09 sowie das wachsende Autogas-Geschäft lassen für Westfalengas mehr Absatz und ein Ergebnis über 2008 erwarten. Hinsichtlich einer Ergebnisprognose im Geschäftsbereich Tankstellen ist die Westfalen AG wegen der hohen Preisvolatilität der Mineralölprodukte und des harten Wettbewerbs sehr zurückhaltend. Fritsch-Albert: „Insgesamt rechnen wir für 2009 bei preisbedingt niedrigeren Umsätzen nicht mit einer bedeutenden Verschlechterung des operativen Ergebnisses. Ausgehend von einer zumindest leichten konjunkturellen Erholung, erwarten wir für 2010 ein ähnlich stabiles operatives Ergebnis.“
Bildunterschrift (Foto: Westfalen AG):
Wolfgang Fritsch-Albert, Vorstandsvorsitzender der Westfalen AG.
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Die Westfalen AG wurde 1923 in Münster gegründet. Die Familien-AG mit dem Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Fritsch-Albert an der Spitze erzielte 2008 mit über 1.200 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 1,5 Milliarden Euro.
Mit der Marke Westfalengas ist die Westfalen AG eines der führenden Flüssiggas-Versorgungsunternehmen in Deutschland. Darüber hinaus verfügt das mittelständische Unternehmen über das größte konzernunabhängige Markentankstellennetz Deutschlands – überwiegend in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen - und ist innovativer und praxisorientierter Hersteller von technischen Gasen mit zahlreichen Niederlassungen, Vertriebsbüros, Lägern und Werken sowie Tochtergesellschaften in Frankreich, Benelux, der Schweiz und Österreich.
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Datum: 14.07.2009 - 13:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 102517
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Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Stefan Jung
Stadt:
Münster
Telefon: 0251/695-309
Kategorie:
Wirtschaft (allg.)
Meldungsart: Finanzinformation
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 14.07.2009
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