Bundesweiter Demenz-Kongress /
NRW-Ministerin Steffens: "Es gibt keine medizinische Antwort" - Malteser weiten Betreuungsangebote aus
ID: 1029378
Demenz-Kongresses hat die nordrhein-westfälische
Gesundheitsministerin Barbara Steffens auf den dringenden Ausbau der
Versorgung demenziell erkrankter Menschen hingewiesen. "Es gibt keine
medizinische Antwort. Auf die besonderen Bedarfslagen von Menschen
mit Demenz sind wir noch längst nicht ausreichend vorbereitet", sagte
Steffens in Duisburg. Rund 300 Fachleute aus Wissenschaft, Medizin,
Pflege und Politik sowie Angehörige erörtern heute und morgen (7./8.
März) den Umgang und die Begegnung mit demenziell erkrankten
Menschen. Als wegweisendes Projekt bezeichnete Steffens die "Station
Silvia" des Malteser Krankenhauses St. Hildegardis in Köln. "Die
Umgestaltung des Klinikalltags hat dort zu sichtbaren Erfolgen bei
der stationären Behandlung von Menschen mit einer Demenz geführt", so
Steffens. Sie betonte, dass "wir die Gesellschaft verändern müssen,
auch für uns." Und weiter: "Wir haben beispielsweise gelernt auf
Kinder im Straßenverkehr Rücksicht zu nehmen - genau das müssen wir
auch für Menschen mit demenzieller Erkrankung verstärkt tun."
Der Geschäftsführer Medizin und Pflege der Malteser Deutschland
gGmbH, Franz Graf von Harnoncourt, kündigte an, die Angebote zur
Unterstützung und Entlastung von Erkrankten und ihren Angehörigen
auszubauen. "Wir bauen unsere Akutstationen in den Krankenhäusern um,
schulen unsere Mitarbeiter und richten Modelltagesstätten für
Menschen mit einer beginnenden Demenz ein", so Harnoncourt. Bisher
sind 30 Malteser Einrichtungen wie Krankenhäuser,
Altenhilfeeinrichtungen und Tageseinrichtungen sowie mehr als 80
überwiegend ehrenamtlich getragene Dienste in Deutschland auf
Menschen mit Demenz ausgerichtet.
Mit zwanzig Workshops bietet der Kongress, der unter dem Motto
"Ich bin doch noch ich!" steht, den Teilnehmern viel Gelegenheit zum
Arbeiten an alltagsrelevanten Fragestellungen und Praxisbeispielen.
Neben deutschen sind auch ausländische Experten zum Beispiel aus
Schottland und Schweden vertreten, denen international hohe Kompetenz
in der Versorgung und Pflege von Menschen mit Demenz attestiert
wird.
Achtung Redaktion:
Dr. Franz Graf Harnoncourt, Geschäftsführer Medizin und Pflege der
Malteser Deutschland, steht für Interviews und O-Töne zur Verfügung.
Vermittlung: Tel. 0160-70 77 689.
Christlich und engagiert: Die Malteser setzen sich für Bedürftige
ein. Hilfe für mehr als zwölf Millionen Menschen pro Jahr weltweit -
72.000 Engagierte in Ehren- und Hauptamt - an 700 Orten - 1 Mio.
Förderer und Mitglieder
Pressekontakt:
Weitere Informationen:
Dr. Claudia Kaminski
Malteser Pressesprecherin
Telefon 0221/9822-125
Fax 0221/9822-78125
Mobil 0160/70 77 689
claudia.kaminski@malteser.org
www.malteser.de
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Datum: 07.03.2014 - 12:11 Uhr
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