Neue OZ: Kommentar zu Atommüll
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Da braucht es erst den verheerenden GAU in Fukushima, dass
Politik, Behörden und Beratergremien in Deutschland erkennen: Kommt
es zur atomaren Katastrophe, ist die Bundesrepublik nur bedingt
abwehrbereit. Jetzt, wo der Atomausstieg beschlossene Sache ist,
werden die Katastrophenschutzpläne grundlegend überarbeitet.
Reichlich spät, aber immerhin.
Richtig ist: Die vorgestellten Richtlinien zielen auf äußerst
unwahrscheinliche Szenarien ab. Aber gerade das haben Fukushima und
Tschernobyl gelehrt: Wer im Notfall richtig handeln will, sollte
stets vom Schlimmsten ausgehen. Und das war bislang eben nicht der
Fall, was wiederum das Vertrauen in die Atomtechnologie erheblich
schmälert. Der größte anzunehmende Unfall (GAU) war nämlich bislang,
anders als behauptet, nicht Grundlage der Planungen. Aber wen wundert
das eigentlich noch? Unzureichende Planungen ziehen sich wie ein
roter Faden durch die Geschichte des Atomzeitalters der
Bundesrepublik. Erinnert sei nur daran, dass nach wie vor keine
Lösung für den Atommüll gefunden worden ist. Nicht einmal für schwach
und mittelradioaktive Abfälle gibt es ein Endlager.
Der Aufbruch in die strahlende Zukunft der Bundesrepublik schien
von der Devise geprägt: Es wird schon irgendwie gut gehen. Nicht nur
beim Thema Entsorgung, sondern auch beim Punkt Sicherheit. Was für
eine fatale Grundhaltung.
Dirk Fisser
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Datum: 10.03.2014 - 22:00 Uhr
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