Weltnierentag am 13. März 2014
ID: 1030766
sich sehr besorgt hinsichtlich der sinkenden Transplantationszahlen
und der damit einhergehenden Folgeerscheinungen, wie längere
Wartezeiten auf eine Nierentransplantation, in Deutschland. Die
Nierentransplantation kann auch als Lebendtransplantation
durchgeführt werden und dies ist unter bestimmten Umständen für
Angehörige eine gute Möglichkeit sich gegenseitig zur Seite zu
stehen.
Emotional sich nahestehende Personen können nach sorgfältiger
Vorbereitung und gewissenhafter Prüfung der Begleitumstände die
Lebendspende durchführen. Dies ist eine Herzensangelegenheit für die
beteiligten Menschen und die Lebendorganspende darf nicht durch
gesellschaftlichen Druck und moralischem Zeigefinger getrieben
werden. Sinkende Zahlen der Organspende und damit einhergehender,
steigender Druck auf potentielle Lebendspender sorgen für Unruhe.
Selbst in manchen Familien wächst der psychische Druck auf die
Angehörigen doch einer Lebendspende zuzustimmen. In manchen Fällen
gibt es beschämende Vorwürfe an die Angehörigen nach dem Tod der
nierenkranken Menschen hinsichtlich einer ausgebliebenen Organspende.
Die Situation muss dringend verbessert werden.
Nierenpatienten haben mit der Dialyse eine gute Ersatzbehandlung
die mit sehr guter Qualität durchgeführt wird und sie steht allen
nierenkranken Menschen zur Verfügung. Mit der Dialyse wird in
Deutschland die gleiche Lebensdauer erreicht wie bei Transplantation
- die Lebensqualität kann mit der Transplantation aber wesentlich
verbessert werden. Der gründlichen Vorbereitung von Spendern und
Empfängern bei der Lebendorganspende muss deshalb höchste Priorität
eingeräumt werden. Die Dialysebehandlung lässt allen Beteiligten die
notwendige Zeit und gibt ausreichend Raum eine Entscheidung zur
Lebendspende gründlich zu prüfen und abzuwägen. Durch den derzeitigen
Mangel an postmortalen Nieren darf kein moralischer Druck auf Spender
und Empfänger entstehen. Alle an der Lebendspende beteiligten
Personen und gesellschaftlichen Gruppen müssen sich ihrer
außerordentlich hohen Verantwortung bewusst sein und mit der
gebotenen Vorsicht, Rücksicht und Umsicht arbeiten. Zum Weltnierentag
2014 möchten die betroffenen Patienten und Angehörige darauf
aufmerksam machen.
Der SLOD e.V. ist ein Teil des bundesweiten Selbsthilfenetzwerk
Bundesverband Niere e.V. und unterstützt dessen Forderung nach einer
bundesweiten Institution zur Qualitätssteuerung der
Organtransplantation in den Transplantationszentren. Damit soll für
mehr Qualität, Nachhaltigkeit und Transparenz gesorgt werden auch
orientiert an den Bedarfen der Organempfänger und der Organspender.
Transplantationszentren die diese Vorgaben nicht erfüllen sollen in
Zukunft nicht mehr weiter transplantieren dürfen.
Das Patientennetzwerk Bundesverband Niere e.V. wurde 1975 als
Interessenvertretung von chronisch nierenkranken Menschen gegründet.
Er vertritt unter seinem Dach Deutschlands chronisch nierenkranke
Menschen, Dialysepatienten, Transplantierte, Angehörige sowie
pflegerisches und ärztliches Fachpersonal in 170 regionalen
Selbsthilfegruppen
Pressekontakt:
Selbsthilfe Lebendorganspende Deutschlands e.V. (SLOD e.V.)
Essenheimer Straße 126, 55128 Mainz, 06131 85152,
geschaeftsstelle@bnev.de
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Datum: 11.03.2014 - 11:13 Uhr
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