Wie praxistauglich sind Rückfahrkameras?
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Schmutzempfindliche Linsen sind ein deutlicher Schwachpunkt von Rückfahrkameras.
TEMA-Q untersucht regelmäßig die Praxiserfahrung von Autofahrern mit Assistenzsystemen. Aktuell sind Fahrzeuge untersucht worden, die mit einer Rückfahrkamera ausgestattet sind (Stichprobe N = 206).
Lässt man die Autofahrer ihre Einparkkünste selbst einschätzen, so gestehen 20 % ein, dass sie beim Rückwärts-Einparken ohne Hilfsmittel „weniger gut“ zurechtkommen. 80 % können laut eigener Aussage auch ohne Hilfsmittel „gut“ rückwärts einparken. Die Ehrlichkeit dieser Selbsteinschätzung erscheint zumindest fragwürdig, schließlich haben alle Befragten in der vorliegenden Stichprobe in eine relativ teure Rückfahrkamera investiert.
Zudem ist die als hoch einzuschätzende Nutzungshäufigkeit ein weiteres Indiz dafür, dass der Bedarf einer Einparkhilfe höher ist, als es im Rahmen der Selbsteinschätzung zugegeben wird.
Gut ein Drittel der Befragten hält eine Rückfahrkamera auch bei einer Neuanschaffung für unbedingt notwendig. Für 57 % ist eine Rückfahrkamera zwar wünschenswert, aber nicht kaufentscheidend. Im Vergleich zu „einfachen“ Parksensoren ist die Wiederkaufbereitschaft somit deutlich niedriger, dies dürfte u. a. an den in der Regel deutlich höheren Anschaffungskosten einer Rückfahrkamera liegen.
Ein weiterer Grund liegt wohl darin, dass Rückfahrkameras nicht gänzlich überzeugen können. 85 % der Autofahrer sind mit ihrer Rückfahrkamera insgesamt zufrieden – ein guter Wert, aber kein Top-Wert. Vor allem die Verschmutzungsempfindlichkeit der Linse ist ein markanter Schwachpunkt, wie das nachfolgende Zitat eines Autofahrers beispielhaft verdeutlicht.
„Sobald es regnet, kann man schon nichts mehr sehen, dann hängt nämlich ein Tropfen an der Linse und dann ist es schon vorbei. Also es braucht nur beschlagen zu sein, dann sieht man nichts mehr. “
Martin Plötz, Niklas VockenrothWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Datum: 13.03.2014 - 14:20 Uhr
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