Gender Pay Gap 2013 bei Vollzeitbeschäftigten besonders hoch
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zwischen Frauen und Männern im Vergleich zu den Vorjahren konstant.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Equal Pay
Day am 21. März 2014 mitteilt, verdienten Frauen mit einem
durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von 15,56 Euro weiterhin 22
% weniger als Männer (19,84 Euro). Bei Vollzeitbeschäftigten war der
Verdienstunterschied deutlich höher als bei Teilzeitbeschäftigten.
Dies ist Resultat einer gesonderten Auswertung nach
Beschäftigungsumfang. Bei dieser Analyse wurden Auszubildende,
Altersteilzeitbeschäftigte und geringfügig Beschäftigte nicht
berücksichtigt. In dieser Abgrenzung lag der unbereinigte Gender Pay
Gap 2013 insgesamt bei 20 % (Frauen: 16,94 Euro; Männer: 21,10 Euro).
Der Verdienstunterschied zwischen Männern und Frauen war bei
Vollzeitbeschäftigten mit 17 % besonders stark ausgeprägt: Weibliche
Vollzeitbeschäftigte erzielten im Durchschnitt 17,72 Euro pro Stunde,
während männliche Vollzeitbeschäftigte 21,44 Euro pro Stunde
verdienten. Der vergleichbare unbereinigte Gender Pay Gap betrug bei
Teilzeitbeschäftigten mit einem durchschnittlichen
Bruttostundenverdienst für Frauen von 16,03 Euro und Männern von
16,75 Euro hingegen nur 4 %. Hierbei ist anzumerken, dass es bei der
Aufteilung des unbereinigten Gender Pay Gap nach einzelnen
Beschäftigtengruppen aufgrund einer unterschiedlichen
Beschäftigtenanzahl von Frauen und Männern in Vollzeit und Teilzeit
dazu kommen kann, dass der Gesamtverdienstunterschied nicht als
Mittelwert zwischen den Werten für die einzelnen Beschäftigtengruppen
liegt.
Wie der bundesweite Wert für den unbereinigten Gender Pay Gap
zeigt auch das Ergebnis für Ostdeutschland keine nennenswerten
Veränderungen gegenüber dem Vorjahr. In den neuen Ländern lag der
geschlechtsspezifische Verdienstunterschied im Jahr 2013 weiterhin
bei 8 %. Im früheren Bundesgebiet hingegen verringerte sich der
Verdienstabstand nach langjähriger Stagnation um einen Prozentpunkt
auf 23 %.
Untersuchungen der ursächlichen Faktoren des Gender Pay Gap wurden
letztmalig auf Basis der Verdienststrukturerhebung 2010 durchgeführt.
Da diese Faktoren jedoch nur langfristigen Veränderungsprozessen
unterliegen, dürften die Ursachen im Jahr 2013 weitgehend dieselben
sein. Demnach sind die wichtigsten messbaren Gründe für den
unbereinigten Gender Pay Gap unterschiedliche Branchen und Berufe, in
denen Frauen und Männer tätig sind, sowie ungleich verteilte
Arbeitsplatzanforderungen hinsichtlich Führung und Qualifikation.
Hinzu kommen weitere Faktoren wie zum Beispiel ein niedrigeres
Dienstalter und ein geringerer Beschäftigungsumfang.
Durch die genannten Ursachen können rund zwei Drittel des
Unterschieds in den durchschnittlichen Bruttostundenverdiensten
erklärt werden. Das verbleibende Drittel des Verdienstunterschieds
entspricht dem bereinigten Gender Pay Gap. Er lag in Deutschland im
Jahr 2010 bei etwa 7 %. Dies bedeutet, dass im Durchschnitt
Arbeitnehmerinnen auch unter der Voraussetzung vergleichbarer
Tätigkeit und äquivalenter Qualifikation im Jahr 2010 pro Stunde 7 %
weniger als Männer verdienten. Trotz eines großen
Ost-West-Unterschieds im unbereinigten Gender Pay Gap lag der
bereinigte Verdienstunterschied in beiden Regionen auf etwa
vergleichbarem Niveau (früheres Bundesgebiet: 7 %; neue Länder: 9 %).
Methodische Hinweise:
Zur Berechnung geschlechtsspezifischer Verdienstunterschiede
stehen zwei Indikatoren mit unterschiedlicher Intention zur
Verfügung: Der unbereinigte Gender Pay Gap vergleicht den
Durchschnittsverdienst aller Arbeitnehmer beziehungsweise
Arbeitnehmerinnen in allgemeiner Form miteinander. Mithilfe des
unbereinigten Gender Pay Gap wird auch der Teil des
Verdienstunterschieds erfasst, der durch schlechtere Zugangschancen
von Frauen hinsichtlich bestimmter Berufe oder Karrierestufen
verursacht wird, die möglicherweise ebenfalls das Ergebnis
benachteiligender Strukturen sind. Der bereinigte Gender Pay Gap
hingegen misst den Verdienstabstand von Männern und Frauen mit
vergleichbaren Qualifikationen, Tätigkeiten und Erwerbsbiographien.
Aufgrund umfassenderer Datenanforderungen kann der bereinigte Gender
Pay Gap nicht jährlich ermittelt werden.
Weiterführende Informationen und Ergebnisse des bereinigten Gender
Pay Gap finden sich im STATmagazin-Beitrag "Frauenverdienste -
Männerverdienste: Wie groß ist der Abstand wirklich?" unter
www.destatis.de, Pfad: Publikationen > STATmagazin.
Die vollständige Pressemitteilung (inklusive PDF-Version) mit
Tabelle sowie weitere Informationen und Funktionen sind im
Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter
http://www.destatis.de/presseaktuell zu finden.
Weitere Auskünfte gibt:
Walter Joachimiak Telefon: (0611) 75-2689, www.destatis.de/kontakt
Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
E-Mail: presse@destatis.de
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Datum: 18.03.2014 - 08:00 Uhr
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