Coface: 10 Schwellenländer in den Fußstapfen der BRICS
ID: 1041721
verlangsamt, beschleunigen andere Länder ihre wirtschaftliche
Entwicklung. Darunter sieht Coface zehn Länder, die gute Aussichten
haben, ihre Produktion zu steigern, und zudem über die finanziellen
Mittel dafür verfügen. Kolumbien, Indonesien, Peru, Philippinen und
Sri Lanka sieht Coface dabei aufgrund des besseren Geschäftsumfelds
einen Schritt weiter als Kenia, Tansania, Sambia, Bangladesch und
Äthiopien.
Um Länder zu identifizieren, die den BRICS in der Entwicklung
folgen könnten, schaut Coface besonders auf Volkswirtschaften mit
starkem und beschleunigtem Wachstum, deren Wirtschaft zudem
diversifiziert und robust genug ist, um Wachstumsdellen auszuhalten.
Außerdem brauchen sie ausreichend Kapital, um das Wachstum zu
finanzieren. So müssen sie Mindestreserven haben, um nicht von
Auslandskapital abhängig zu sein, und dürfen nicht Gefahr laufen,
Kreditblasen zu produzieren.
Coface hat zehn "neue aufstrebende" Länder identifiziert, die
diese Kriterien erfüllen. Diese Länder unterscheiden sich in ihrem
jeweiligen Geschäftsumfeld. Ist es schwach, kann es Wachstum
ersticken. Deshalb definiert Coface zwei Gruppen von "neuen
aufstrebenden" Ländern. Kolumbien, Indonesien, Peru, Philippinen und
Sri Lanka haben ein vernünftiges Geschäftsumfeld (Coface-Bewertung A4
oder B), das in der aktuellen Bewertung dem der BRICS vergleichbar
ist. Kenia, Tansania, Sambia, Bangladesch und Äthiopien haben ein
sehr (C) oder extrem problematisches (D) Geschäftsumfeld, das die
Entwicklung erschweren könnte.
"Natürlich wird es für die zweite Gruppe schwieriger, sie dürfte
länger brauchen, um ihr Wachstumspotenzial voll zu entfalten.
Allerdings sind ihre Probleme mit dem Geschäftsumfeld relativ zu
sehen: 2001 war die Governance in Brasilien, China, Indien und
Russland mit der heutigen in Kenia, Tansania, Sambia, Bangladesch und
Äthiopien vergleichbar", sagt Julien Marcilly, Leiter Country Risk
bei Coface.
Zweifellos gibt es einige Schwächen im Vergleich zu den
BRIC-Ländern in den 2000er Jahren. Zum einen repräsentieren die zehn
Länder derzeit nur elf Prozent der Weltbevölkerung, während die BRIC
2001 zusammen 43 Prozent ausmachten. Zum anderen erreicht ihr BIP nur
70 Prozent von dem der BRIC-Staaten im Jahr 2001. Schließlich
erwirtschafteten die BRIC im Durchschnitt zusammen genommen einen
Leistungsbilanzüberschuss, während die "neuen aufstrebenden" Länder
ein Defizit von rund sechs Prozent des BIP verbuchen. "Weil die
Industrieländer heute weniger wachsen, können die neuen aufstrebenden
Länder nicht so vom Export dorthin profitieren wie die BRIC-Länder in
den 2000er Jahren. Ihr Wachstum wird mehr vom Binnenmarkt abhängen
sowie vom Export in andere Schwellenländer", erklärt Julien Marcilly.
Trotz nicht so günstiger Rahmenbedingungen haben die "neuen
aufstrebenden" Länder auch Vorteile gegenüber den BRIC-Staaten im
Jahr 2001. Ihre Inflationsraten sind rund 2,8 Prozent niedriger als
damals die der BRIC. Und die Staatsverschuldung liegt bei rund 40
Prozent des BIP im Vergleich zu 54 Prozent der BRIC-Länder vor 13
Jahren.
Pressekontakt:
Coface, Niederlassung in Deutschland
Erich Hieronimus, Pressesprecher
Tel: 06131/323541
erich.hieronimus@coface.com
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Datum: 02.04.2014 - 14:43 Uhr
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