Bevölkerungsbefragung

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ID: 104647

Wirtschaftsjunioren Mönchengladbach stellen Ergebnisse vor: Schuldenabbau und die Belebung der Innenstadt hat Priorität



(firmenpresse) - Über 1.000 Bürger befragt - 57 Prozent der Befragten fordern Schuldenabbau als oberste Priorität von der Kommunalpolitik. 46 Prozent votieren für eine stärkere Belebung der Innenstädte - 33 Prozent haben Wahlentscheidung bereits getroffen

Mönchengladbach, 21. Juli 2009 - Die Wirtschaftsjunioren Mönchengladbach haben die Ergebnisse der drei Mönchengladbacher Kreisfragen aus der Bevölkerungsbefragung vom 25. April 2009 vorge¬stellt und gleichzeitig Forderungen als Konsequenz der Befragung formu¬liert. Die Ergebnisse im Überblick:

Mönchengladbacher Bürger sind zufrieden, aber es gibt nach wie vor Verbesserungspotential:
-Sauberkeit: 55 Prozent (2008: 61 Prozent) der Bürger bescheinigen eine sehr gute bis befriedigende Sauberkeit in der Stadt.
-Kinderbetreuung: 31 Prozent (2008: 28 Prozent) vergeben Noten von sehr gut bis befriedigend.
-Einkaufsmöglichkeiten: 52 Prozent (2008: 58 Prozent) der Befragten vergeben Noten von sehr gut bis befriedigend.
-Freizeitangebot: 46 Prozent (2008: 53 Prozent) vergeben Noten von sehr gut bis befriedigend. Beim Freizeitangebot zeigt sich sehr deutlich, dass viele Angebote ihre Zielgruppe nicht erreichen, teilweise fehlt es offenbar auch an Angeboten für bestimmte Altersgruppen.
-Arbeit der Parteien: 28 Prozent (2008: 22 Prozent) bescheinigen der Politik ihre Zufriedenheit mit der Note sehr gut bis befriedigend. 27 Prozent (2008: 30 Prozent) können sich nicht für eine Note entscheiden. Der hohe Anteil zeigt, dass die Politik den Bürger häufig noch nicht erreicht.

Die Politik muss nach der Kommunalwahl endlich handeln! Die Top 3-Handlungsfelder :
Die Handlungsfelder mit höchster Priorität sind für die Bürger
-Schuldenabbau - 57 Prozent der Befragten
-Belebung der Innenstädte - 46 Prozent der Befragten
-Straßensanierung/Infrastrukturmaßnahmen - 34 Prozent der Befragten

Den Ausbau der Kinderbetreuung und die Entwicklung eines Schulkonzepts befürworten über 30 Prozent der Befragten. Nur geringe Priorität genießt die Überwindung des Stadtteildenkens.



Stammwähler sind in der Unterzahl - Wahlentscheidung ist offen:
53 Prozent der Bürger haben sich noch nicht auf einen Kandidaten/eine Kandidatin festgelegt, 33 Prozent der Interviewten hatten im April bereits ihre Wahlentscheidung getroffen. Hier zeigt sich, dass noch viel Luft für die Parteien besteht, Wähler zu mobilisieren.

Dirk Kniebaum, Vorstandssprecher der Wirtschaftsjunioren, fasst die Ergebnisse zusammen: "Insgesamt bestätigt unsere Befragung die Position der Wirtschaftsjunioren zu den Handlungsfeldern der Kommunalpolitik. Mönchengladbach braucht endlich ein klares Zukunftskonzept zum Schuldenabbau, aber auch konkrete Antworten auf die Frage: wie schaffen wir es, Mönchengladbach wieder zu einem prosperierenden Oberzentrum zu entwickeln? Gegenwärtig fehlt eine Vision für die nächsten 10 bis 15 Jahre. Wir als die Generation junger Unternehmer sehen mit großer Sorge, wie unsere Stadt seit Jahren kontinuierlich stärker in die Verschuldung abgleitet und ihre Handlungsfähigkeit verliert. "

Jonathan Hoster, der verantwortliche Projektleiter für die Bevölkerungsbefragung, ergänzt: "Mönchengladbach verdient Macher in der Politik, die mutig Konzepte entwickeln und diese auch umsetzen. Wir können es uns nicht länger leisten, im Tal des Jammerns zu versinken, wir müssen handeln."

Immer noch beklagen vor allem junge Familienväter und -mütter, dass die Angebote zur Kinderbetreuung längst nicht ausreichend sind. Hier sind innovative Konzepte von Stadt und Unternehmen gefragt, denn die Vereinbarkeit von Familien und Beruf ist gerade für die mittelständisch geprägten Unternehmen in unserer Stadt eine Herausforderung im Kampf um qualifizierte Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen.

Die Wirtschaftsjunioren regen außerdem die zügige Entwicklung eines tragfähigen Schulkonzepts an. Dirk Kniebaum nimmt Stellung: "Derzeit ist die Bedeutung eines umfassenden Schulkonzepts in der Bevölkerung noch nicht angekommen. Es ist aber klar: ein gutes Bildungsniveau in unserer Stadt ist ein nicht zu unterschätzender Standortvorteil sowohl für die Attraktivität als Lebenswohnraum als auch für die potentielle Neuansiedlung von Firmen. Die Politik muss dieses Problemfeld proaktiv angehen und nicht parteipolitisch zerreden. Es geht hier letztlich um die Zukunft unserer Kinder!"

"Wir sind in diesem Jahr sehr zufrieden mit dem Verlauf der Befragung. Insgesamt haben wir über 1.100 Bürger befragt und damit die von uns angestrebte magische Marke von 1.000 geknackt. Darüber hinaus ist es uns gelungen, die Bevölkerungsbefragung erstmalig mit einem Projekt für Bildung sowie einer Spende für Zornrröschen zu verknüpfen. Unser besonderer Dank gilt den Sponsoren, die uns bei unserer ehrenamtlichen Arbeit finanziell unterstützen und so viele Dinge erst möglich machen.", zieht Jonathan Hoster ein Resümee.

Die Wirtschaftsjunioren Mönchengladbach haben sich zum dritten Mal an der größten Straßenbefragung Deutschlands beteiligt. Die Wirtschaftsjunioren Deutschland erfragen seit 1985 jährlich die Stimmungslage der Menschen und ihre Erwartungen für die Zukunft.

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Über die Wirtschaftsjunioren Mönchengladbach e.V.
Den Wirtschaftsjunioren Mönchengladbach gehören heute rund 110 aktive Mitglieder, die nicht älter als 40 Jahre sind, sowie Förderer aus allen Bereichen der Wirtschaft an. Ziel der Wirtschaftsjunioren ist es, die Akzeptanz für unternehmerisches Handeln zu erhöhen und die künftige Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik aktiv mit zu gestalten. Bundesweit sind 11.000 Mitglieder in den Wirtschaftsjunioren organisiert. Bei einer Wirtschaftskraft von mehr als 120 Mrd. Euro Umsatz verantworten sie rund 300.000 Arbeits- und 35.000 Ausbildungsplätze. Seit 1958 sind die Wirtschaftsjunioren Deutschland Mitglied der mehr als 100 Nationalverbände umfassenden Junior Chamber International (JCI). Weitere Informationen: www.wj-moenchengladbach.de.



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