Südwest Presse: Kommentar: Leidige Luftnummer
ID: 1047736
Umweltzonen, Pförtnerampeln, Blitzer, Tempolimits. Und doch rufen die
Umweltbehörden im Frühjahr in unschöner Regelmäßigkeit Alarm wegen zu
häufig zu hoher Feinstaubwerte. Eingriffe in den Verkehr bewirken
zwar weniger Lärm, Gestank, Stress - doch nicht deutlich weniger
Feinstaub. Kein Grund zu Aktionismus: Die Idee, vor allem am
Autoverkehr herumzudoktern, der nur für einen Teil der Emissionen
verantwortlich ist, ist eine Luftnummer. Zumal viel zu viel vom
jeweiligen Mikroklima, vom geographischen Drumherum und vom
Aufstellungsort der Messstellen abhängt. Kein Grund zur Panik: Laut
Umweltbundesamt sterben zwar pro Jahr 47 000 Menschen an
Luftverschmutzung. Die Zahl ist aber mit Vorsicht zu interpretieren.
Kein Arzt schreibt auf den Totenschein "Todesursache:
Luftverschmutzung". Die Lebenserwartung in vielen süddeutschen
Städten liegt klar über der anderer Orte in Deutschland - trotz oft
überdurchschnittlicher Feinstaubbelastung. Kein Grund zum Nichtstun:
Wir leben besser mit weniger Autoabgasen - auch wenn sie nur einen
Teil der Feinstaubbelastung ausmachen. Doch es braucht auch weniger
Dreck aus Heizungen, Industrieanlagen, Kraftwerken. Wir zündeln eben
zu viel. Statt Panik ist Pragmatismus nötig: E-Mobilität,
attraktiverer öffentlicher Nahverkehr, mehr erneuerbare Energien. So
lösen wir eine ganze Reihe weiterer Probleme gleich mit.
Pressekontakt:
Südwest Presse
Ulrike Sosalla
Telefon: 0731/156218
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 15.04.2014 - 19:47 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1047736
Anzahl Zeichen: 1671
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Ulm
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 162 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Südwest Presse: Kommentar: Leidige Luftnummer"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Südwest Presse (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Südwest Presse
Mitteldeutsche Zeitung: zu Rüstungsexporten ...
Die Verhandlungen über Rüstungsexporte laufen bisher weitgehend hinter verschlossenen Türen. Die Abgeordneten des Bundestags werden erst informiert, wenn es längst zu spät ist, Monate nach der endgültigen Genehmigung. Dies sollte das Bundesverfassungsgericht jetzt korrigieren. Wenn Staaten
Mitteldeutsche Zeitung: zu Made in Germany ...
Die neue europäische Abstammungslehre für Waren ist zwar richtig und notwendig, um dem Käufer nicht vorzugaukeln, dass er ein heimisches Produkt erwirbt, wenn es aus Fernost stammt. Aber niemand geht doch ernsthaft davon aus, dass in einem "deutschen" Auto oder Schlagbohrer auch tats
Mitteldeutsche Zeitung: zu Feinstaub ...
Seit 2008 sollen die Grenzwerte in Deutschland eingehalten werden, indem Städte "Umweltzonen" einrichten. Trotzdem sind die Feinstaub-Werte nicht besser geworden. Schon jetzt können die Grenzwerte für dieses Jahr vielerorts nicht mehr eingehalten werden. Das heißt nicht, die Umwel
Märkische Oderzeitung: Die "Märkische Oderzeitung" in Frankfurt (Oder) schreibt zu EU/Basiskonto: ...
Es ist gut, dass es ab 2016 in der Union einen Rechtsanspruch auf ein Konto geben wird. Schließlich ist man ohne bargeldlosen Zahlungsverkehr bei der Wohnungssuche genauso benachteiligt wie bei Einkäufen im Internet. Damit man aber so richtig etwas von seinem Konto hat, muss für Guthaben geso




