Neue Westfälische (Bielefeld): Feuerwehr schlägt Alarm: Gefahr durch Defibrillatoren in Rettungswagen
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zahlreiche Rettungstransportwagen in Nordrhein-Westfalen ausgestattet
sind, geht offenbar eine erhebliche Gefahr aus. Bei der
Wiederbelebung eines Patienten mit einem Defibrillator des Typs
Corpuls C3 bei einem Einsatz in Bielefeld ist es zu ernsthaften
Problemen gekommen. Das besagt ein interner Bericht der Bielefelder
Feuerwehr, wie die in Bielefeld erscheinende Tageszeitung Neue
Westfälische (Montagausgabe) berichtet. Der Defibrillator beseitigt
mit gezielten Stromstößen Herzrhythmusstörungen und wird eingesetzt,
um den plötzlichen Herztod von Patienten zu vermeiden. Doch laut dem
Feuerwehr-Bericht, der der Zeitung vorliegt, mussten die "Kabel der
einzelnen Elektroden an ihrer verschweißten Zusammenführung etwas
auseinander gezogen werden, um mehr Kabellänge zwischen den beiden
Elektroden zu erhalten", wie es heißt. Dabei sei es aus einem Kabel
zu "einer schlagartigen Lichtbogenbildung im Bereich der linken
Brustwand des Patienten" gekommen. Hintergrund: Beim
Auseinanderziehen des Kabels sei dessen Schutzisolierung beschädigt
worden. Medizinern zufolge kann dieser Lichtbogen durchaus
umstehende Personen gefährden. Immerhin betrage die Spannung beim
Einsatz des Geräts rund 4.000 Volt, die 3 bis 40 Milllisekunden
andauere. Das Auseinanderziehen des Kabels sei bei der Einweisung
durch den Kabelhersteller, die Firma Esser, beschrieben worden, hieß
es im Bericht der Bielefelder Feuerwehr weiter. Sie setzte die Firma
von dem Zwischenfall in Kenntnis und will auch das Bundesinstitut für
Arzneimittel und Medizinprodukte informieren. Am Sonntag war von der
Bielefelder Feuerwehr zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Viele
Retttungsdienste nutzen den Defibrillator vom Typ Corpuls C 3, der
bis zu 30.000 Euro pro Stück kostet. Ende 2013 gaben die Kreise
Höxter, Lippe, Paderborn und Herford für die Anschaffung von 45
solcher Geräte rund 1,3 Millionen Euro aus.
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Datum: 28.04.2014 - 05:00 Uhr
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