Neues Mindestlohngesetz kommt 2015
Der Gesetzentwurf steht: ab 01.01.2015 soll ein bundesweiter Mindestlohn von 8,50 ? gelten. In ihrem Entwurf hat die Bundesregierung jedoch Ausnahmen zugelassen....
Kanzlei für Arbeitsrecht Mainz(firmenpresse) - Mainz, 25.04.2015 - Die große Koalition ist auf dem Weg ihr Versprechen zu halten, der bundesweite Mindestlohn wird Gesetz. Im April 2014 hat die Bundesregierung unter der Federführung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales den Entwurf für das Mindestlohngesetz verabschiedet. Stimmen Bundestag und Bundesrat dem Gesetzentwurf planmäßig noch im laufenden Jahr zu, so wird ab dem 01.01.2015 ein bundeseinheitlicher Mindestlohn von 8,50 ? pro Stunde gelten. Jährliche Anpassungen sollen dann ab 2018 möglich sein; entscheiden wird dies jeweils die Mindestlohnkommission, welche aus Vertretern der Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände zusammengesetzt wird.
Eine Regel mit Ausnahmen
Nach dem aktuellen Entwurf sollen grundsätzlich alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einen Mindestlohn in Höhe von 8,50 ? von ihrem Arbeitgeber / ihrer Arbeitgeberin verlangen können. Ausgenommen sind jedoch Kinder und Jugendliche ohne Berufsabschluss, Auszubildende, Ehrenamtliche, Praktikanten sowie Langzeitarbeitslose. Letztgenannte müssen aber nur die ersten 6 Monate auf den Mindestlohn verzichten. Dadurch soll eine bessere Eingliederung in den Arbeitsmarkt ermöglicht werden.
Ob diese Ausnahmen in dieser Form tatsächlich Gesetz werden bleibt abzuwarten. Insbesondere von Seiten der Gewerkschaften werden die Ausnahmen heftig kritisiert: So würden gerade "Schwächsten" vom Mindestlohn ausgenommen werden.
Übergangsregelungen für "Mindestlohnbranchen"
In denjenigen Branchen, in denen bereits für allgemeinverbindlich erklärte Tarifverträge oder Mindestlohnverordnungen nach dem Arbeitnehmerentsende- oder Arbeitnehmerüberlassungsgesetz gelten, müssen 8,50 ? pro Stunde erst ab Januar 2017 gezahlt werden. Bis dahin sind die Regelungen der bestehenden allgemeinverbindlichen Tarifverträge und Verordnungen maßgeblich.
Ein Ausblick
Ziel des gesetzlichen Mindestlohns ist eine Verbesserung der Lebensumstände der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, der Schutz vor Ausbeutung und die Entlastung der Sozialkassen. Offen bleibt derweil die Frage nach der Entlohnung von Bereitschafts- und Rufbereitschaftszeiten.
Während Arbeitgeber vor allem die Ausnahme- und Übergangsregelungen im Blick behalten sollten, ist Arbeitnehmern ab 2015 die Überprüfung ihres Stundenlohns zu empfehlen. Dies gilt insbesondere im Falle geänderter Arbeitszeiten oder eines geänderten Arbeitszeitmodells.
Fachanwalt für Arbeitsrecht in Mainz
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Herzlich willkommen bei der Fachanwaltskanzlei für Arbeitsrecht Labisch
in Mainz und Frankfurt
Arbeitgeber, leitende Angestellte, Betriebsräte:
Wir vertreten Ihr Recht
Ein altes Sprichwort sagt: Kenne den Gegner, um ihn zu schlagen. Im weiten Feld des Rechtswesens konzentrieren wir uns deshalb ausschließlich auf Fragen des Arbeitsrechts. Hochspezialisiert, erfahren, immer auf dem neuesten Stand durch fortwährende Weiterbildung, siegreich in zahlreichen Verfahren: So stehen wir als Spezialkanzlei für Arbeitsrecht in Mainz und Frankfurt an Ihrer Seite ? um Ihr Recht zu vertreten und zu verteidigen.
Mainzer Straße 15, 55130 Mainz
Datum: 28.04.2014 - 09:20 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1051409
Anzahl Zeichen: 2784
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Frank Labisch
Stadt:
Mainz
Telefon: 06131 4808887
Kategorie:
Wirtschaft (allg.)
Meldungsart:
Anmerkungen:
Diese Pressemitteilung wurde bisher 342 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neues Mindestlohngesetz kommt 2015"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Labisch Kanzlei für Arbeitsrecht (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Mainz, 31.03.2014 ? Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst, zu denen die Gewerkschaft Verdi im März 2014 in zehn Bundesländern aufgerufen hatte, sind gerade erst abgeflaut. Was zurückbleibt ist der Streit um Fehlzeiten, die wegen Beeinträchtigungen im Nahverkehr oder geschlossener KiTas entstan
Neueröffnung Kanzlei für Arbeitsrecht ...
Mainz, 29.03.2014 - Die Betreiber der Onlineportale Arbeitsrecht Rheinland-Pfalz und Arbeitsrecht Hessen haben in Mainz einen neuen auf Arbeitsrecht spezialisierten Kanzleistandort eröffnet. Rechts- und Fachanwalt Frank Labisch ist Fachanwalt für Arbeitsrecht. Seine Kompetenz und sein Erfolg b
Warnstreiks legen Nahverkehr lahm ? Sympathiestreiks verschärfen die Lage ...
Mainz, 27.03.2014 - Eine Welle von Warnstreiks rollt seit Mitte März über Deutschland hinweg. Die Gewerkschaft Verdi möchte unter anderem höhere Löhne und mehr Urlaub für ca. 2,1 Mio. Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Nachdem die Tarifverhandlungen in der ersten Runde gescheitert waren, r
Weitere Mitteilungen von Labisch Kanzlei für Arbeitsrecht
Todesstoß Umsatzeinbruch! Wie soll man reagieren? ...
Es ist immer noch das effektivste Verkaufsgerät ? trotz Internet und modernster Technologie. Die Rede ist vom guten alten Telefon. Die meisten Jungunternehmer scheuen sich davor den Telefonhörer in die Hand zu nehmen, um sozusagen Speed-Akquise zu betreiben. Schade, denn der Erfolg gibt denen Rech
Keine Genehmigungen für die Ausfuhr von Rüstungsgütern nach Russland ...
Aufgrund der aktuellen politischen Lage werden derzeit grundsätzlich keine Genehmigungen für die Ausfuhr von Rüstungsgütern nach Russland erteilt. Darauf wies das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in seiner Antwort auf eine kleine Anfrage von Abgeordneten der Grünen im Bundestag hi
Erdostein erhält Einstufung als "Orphan Drug" von der FDA ...
Edmond Pharma sucht nun nach einer Lizenzpartnerschaft in Europa Die US-Behörde "Food and Drug Administration" (FDA, Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelzulassungsbehörde der Vereinigten Staaten) hat Erdostein, ein Molekül, das von der Forschungs- und Entwicklungsabtei
Importpreise im März 2014: - 3,3 % gegenüber März 2013 ...
Sperrfrist: 28.04.2014 08:00 Bitte beachten Sie, dass diese Meldung erst nach Ablauf der Sperrfrist zur Veröffentlichung freigegeben ist. Die Einfuhrpreise waren im März 2014 um 3,3 % niedriger als im Vorjahresmonat. Im Februar 2014 und im Januar 2014 hatten die Jahresveränderung




