Kein Zwang zur Tarifeinheit: Für Tarifvertragsvielfalt und Organisationsfreiheit
ID: 1053280
unterstützt dbb beamtenbund und tarifunion
Der Deutsche BundeswehrVerband unterstützt die vom dbb beamtenbund
und tarifunion ins Leben gerufene Aktion gegen den Zwang zur
Tarifeinheit. Er setzt sich für die in der Charta der Europäischen
Union verbriefte Koalitionsfreiheit ein. Die Ausübung des freien
Koalitionsrechtes durch Soldatinnen und Soldaten in Deutschland und
Europa ist eine der Verbandsforderungen, die zuletzt auf der 19.
Hauptversammlung im November 2013 bestätigt wurden.
Das von der Bundesregierung diskutierte Gesetzesvorhaben zur
Tarifeinheit würde bedeuten, dass in jedem Betrieb nur noch ein
Tarifvertrag gelten könne. Die bei der Koalitionsvereinbarung
umrissenen Maßnahmen hätten zur Folge, dass die im Betrieb größte
Gewerkschaft über die alleinige Verhandlungsmacht bei Tarifverträgen
und Initiative zum Arbeitskampf verfügt. Dieser Zwang zur
Tarifeinheit würde das Grundrecht auf Organisationsfreiheit unnötig
einschränken und liefe Gefahr, verfassungswidrig zu sein.
"Mit der Wegnahme eines konstituierenden Elements - nämlich des
Rechts, Tarifverträge abzuschließen - würde in das grundgesetzlich
gesicherte Recht der Koalitionsfreiheit aus Artikel 9 Abs. 3 GG
eingegriffen", so der Vorsitzende des Fachbereichs Besoldung /
Haushalt / Laufbahnrecht im Deutschen BundeswehrVerband,
Stabshauptmann a.D. Hartmut Schönmeyer.
Der Vorsitzende des Fachbereichs Zivile Beschäftigte im Deutschen
BundeswehrVerband, Klaus-H. Scharf, sieht neben dem Widerspruch zum
Prinzip der pluralistischen Gesellschaft auch keinen Bedarf zur
Neuregelung, was die Wahrung der Grundsätze von
Einheitsgewerkschaften anbelangt: "Der daraus erwachsene Nachteil
einer Schwächung gegenüber dem Tarifpartner kann durch - freiwillige
- Tarifgemeinschaften zwischen den Interessenorganisationen
ausgeglichen werden. Dies ist gängige und bewährte Praxis, da bedarf
es keiner gesetzlichen Regelungen, die einem Tarifdiktat gleich
kämen."
Pressekontakt:
Jan Meyer
Telefon: 030/804703-30
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 30.04.2014 - 16:51 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1053280
Anzahl Zeichen: 2341
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Bundeswehr
Diese Pressemitteilung wurde bisher 364 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Kein Zwang zur Tarifeinheit: Für Tarifvertragsvielfalt und Organisationsfreiheit"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
DBwV Dt. BundeswehrVerband (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von DBwV Dt. BundeswehrVerband
Neue N24-Reportage von Steffen Schwarzkopf: "Müde Krieger - Der Abzug aus Afghanistan" / am Sonntag, 27. April 2014, 20.10 Uhr ...
Zwölf Jahre war die Bundeswehr in Afghanistan. Inzwischen läuft der Rückzug der Truppen auf Hochtouren. N24 hat die wichtigsten Stationen des Abzugs besucht und zeigt die logistischen Herausforderungen für die Truppe. Das Team hat für die Reportage auch Einsätze der afghanischen Polizei und
Bw-Olympix 2014: Ein Wochenende mit Sport und Infotainment (FOTO) ...
In diesem Jahr finden die Bw-Olympix im Beachvolleyball, Beachhandball, Minisoccer und Streetball bereits zum siebten Mal seit 2002 auf Einladung des Jugendmarketing der Bundeswehr statt. Austragungsort des bundesweiten Teamsport-Events vom 13. bis 15. Juni 2014 ist die Sportschule in Warendor
Fregatte "Hessen" kehrt von Atalanta zurück (FOTO) ...
Nach einem erfolgreichen Auslandseinsatz am Horn von Afrika kehrt am Donnerstag, den 17. April 2014 um 10 Uhr die Fregatte "Hessen" in ihren Heimathafen zurück. Unter dem Kommando von Fregattenkapitän Dirk Jacobus hatten die Frauen und Männer der "Hessen" am 18. Novemb
Positive Signale erkennbar ...
Der Verband der Beamten der Bundeswehr (VBB) begrüßt ausdrücklich die durch die Bundesministerin der Verteidigung, Frau Dr. von der Leyen, im Deutschen Bundestag angekündigte Aufhebung des Einstellungsstopps. "Die Einstellung von 1600 Beamtinnen und Beamten ist eine seit langem überfä




