Erste Langzeitstudieüber die Nutzung eines Strom-Managementsystems in Privathaushalten
ID: 1054259
Für die Studie installierten die Forscher umfangreiche Messtechnik in den Haushalten. Zum Einsatz kam dabei aktuell verfügbare Technik. Alle Information liefen auf einem Server im Haus zusammen, auf dem auch die EnergyMonitor Software des Fraunhofer FIT installiert war. Diese verwaltete die Daten und stellte sie grafisch aufbereitet den Benutzern zur Verfügung. Die Bewohner konnten die Informationen über ihren Stromverbrauch wahlweise über Fernseher, Computer oder auch mobil über Tablets oder ihre Smartphones abrufen und auswerten. Dabei waren auch sehr detaillierte Analysen möglich, etwa der Verbrauch pro Geschoss, für bestimmte Räume bis hin zum Verbrauch bestimmter Geräte.
Derart ausgestattet begann die Studienphase, während der die Interaktion mit dem System so genau wie möglich untersucht wurde. Neben regelmäßigen Befragungen der Probanden wurden unter anderen auch die Server-Logfiles ausgewertet, um Nutzungsdauer und -gewohnheiten zu ermitteln.
"Zusammenfassend kann man sagen, dass zukünftige Lösungen für den Massenmarkt vor allem zwei Hürden nehmen müssen. Erstens müssen die Systeme den Energieverbrauch für typische Wohn- oder Lebenssituationen individuell konfigurierbar abbilden können. Zweitens entwickeln sich die Anforderungen an das verwendete System und das damit verbundene Energiewissen der Probanden über die Zeit weiter. Dem muss sich das System dynamisch anpassen können, um für den alltäglichen Gebrauch interessant und nützlich zu bleiben", so Dr. Tobias Schwartz, Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT. Idealerweise sollte ein System also verschiedene Nutzerlevels unterstützen, um sowohl für den Einsteiger als auch für den späteren Power-User gleichbleibend interessant zu sein.
Neben diesen individualen Faktoren spielt die Wahrnehmung der Verlässlichkeit der Messungen eine zentrale Rolle zur Ausbildung von Vertrauen in das und zur Identifikation mit dem System. Nur dann verändern sich über die Zeit im Umgang mit dem System auch die Verhaltensweisen der Nutzer, so dass tatsächlich gezielt Energie eingespart wird. Information, die nicht auf Anhieb plausibel erscheinen und sofort verstanden werden, lassen den Nutzer schnell das ganze System in Frage stellen.
Außerdem sollte ein Strom-Managementsystem sich idealerweise auch den häuslichen Lebensroutinen und Nutzungssituationen anpassen können. In der Studie wurde das System besonders in den Haushalten intensiv genutzt, die den Umgang mit dem System in ihrer abendlichen Fernsehgewohnheiten integrierten ? Stromsparen in den Werbepausen sozusagen. Das Interface zum Strom-Managementsystem auf dem Fernseher wurde ein Art Dreh- und Angelpunkt zur gemeinsame Analyse und Strategiefindung der Familienmitglieder zum Stromsparen. In der Spitze wurde so durch die regelmäßige Nutzung des Systems der Stromverbrauch um rund 15 Prozent gesenkt. Im Mittel lag die Stromersparnis bei 7,8 Prozent.
Die Studie steht kostenlos zum Download zur Verfügung: http://www.fit.fraunhofer.de/content/dam/fit/de/documents/iwc-iwu009-full.pdf
Fraunhofer FIT betreibt anwendungsnahe Forschung und Entwicklung im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie und steigert mit system- und technologieorientierten Innovationen die Wettbewerbsfähigkeit seiner Kunden. Unsere Stärke ist die ganzheitliche Systementwicklung, angefangen von der Validierung von Konzepten oder Prototypen bis zu Entwurf und Implementierung innovativer Kundenlösungen. Schwerpunkte des Instituts sind Kooperationssysteme, Life Science Informatik, Risikomanagement sowie Sensor-Technologien und eingebettete Systeme.
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Fraunhofer FIT betreibt anwendungsnahe Forschung und Entwicklung im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie und steigert mit system- und technologieorientierten Innovationen die Wettbewerbsfähigkeit seiner Kunden. Unsere Stärke ist die ganzheitliche Systementwicklung, angefangen von der Validierung von Konzepten oder Prototypen bis zu Entwurf und Implementierung innovativer Kundenlösungen. Schwerpunkte des Instituts sind Kooperationssysteme, Life Science Informatik, Risikomanagement sowie Sensor-Technologien und eingebettete Systeme.
Datum: 05.05.2014 - 10:45 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1054259
Anzahl Zeichen: 4196
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Sankt Augustin
Kategorie:
Energie & Umwelt
Diese Pressemitteilung wurde bisher 235 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Erste Langzeitstudieüber die Nutzung eines Strom-Managementsystems in Privathaushalten"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Fraunhofer FIT zeigt auf der CeBIT einen Demonstrator zum Thema E-Health und Telecare. Mit dem System könnten ältere Menschen zukünftig in ihrem Zuhause besser medizinisch betreut werden. Zudem wird vorgeführt, wie der Datenaustausch zwischen Patienten, Ärzten und Krankenhäusern sicher und ef
Smart Glasses im Arbeitsleben live erleben! ...
Smart Glasses, VR-Glasses und Smartwatches bergen im Arbeitsalltag bei mobilen, handwerklichen und kooperativen Tätigkeiten zahlreiche interessante, noch nicht erschlossene Anwendungsmöglichkeiten. Fraunhofer FIT bietet jetzt einen Smart Glass Experience Workshop an, in dem zukünftige Lösungen
Treppensteigen als Musikerlebnis ...
»Spielerisch Energie sparen!« war das Motto für Bonns zwischenzeitlich größtes Musikinstrument. Ein Konzept, das aufging: Die vom Fraunhofer FIT zwischen den Rolltreppen installierte Klangtreppe in der Stadthausloggia begeisterte zahlreiche Besucher während des vierwöchigen Beethovenfestes.
Weitere Mitteilungen von Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT
Legionellen: Unsichtbare Gefahr aus dem Wasserhahn ...
Nach Schätzungen des Umweltbundesamtes erkranken in Deutschland jährlich zwischen 20.000 und 32.000 Personen an einer durch Legionellen hervorgerufenen Lungenentzündung. Bei etwa 15 Prozent endet die Infektion tödlich. Ob in Alt- oder Neubauten: Auf dem Weg vom Versorger bis zum Wasserhahn ist
DENQBAR Inverter Stromerzeuger gewinnt Innovationspreis PLUS X AWARD ...
Der Plus X Award zeichnet weltweit die besten Marken und Produkte aus. Rechtzeitig zum zehnten Jubiläum der Firma Denqbar GmbH werden dem Denqbar Inverter Stromerzeuger DQ-3300ER gleich zwei der begehrten Auszeichnungen verliehen. Die internationale Fachjury ehrt mit dem Gütesiegel "Funkti
Neue Ge:Net Homepage online ...
Der Internetauftritt einer Firma ist heutzutage ihr Fenster zu Welt. Sie kann ihre Vorzüge und Stärken präsentieren, Kunden haben die Möglichkeit wichtige Informationen abzurufen oder mit der Firma in Kontakt zu treten. Umso wichtiger ist eine Website, die den aktuellen technischen Anforderunge
ENVA Systems: Energiemodul erzeugt preiswerten elektrischen Strom aus überschüssigem Prozessdampf ...
Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise und der Klimaveränderung sind innovative Technologien gefragt, die sowohl Primärenergie einsparen als auch den CO2-Ausstoß verringern und zugleich die Wirtschaftlichkeit von Produktionsprozessen erhöhen. Das von der ENVA Systems GmbH entwickelte Energ




