Knöllchen statt Ansichtskarte: Experten erklären, wo es für deutsche Urlauber teuer wird
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- Verband für bürgernahe Verkehrspolitik e.V. (VFBV): Fahren ohne
Gurt, Überholverstöße oder Alkohol am Steuer werden in vielen
EU-Staaten deutlich härter bestraft
- Die wichtigsten Unterschiede im praktischen Überblick:
www.bussgeldkatalog.org/urlaub
Auch in diesem Jahr warten auf Tausende deutsche Urlauber, die mit
dem Auto im EU-Ausland unterwegs sind, unangenehme Überraschungen.
Pünktlich zu Beginn der Reisesaison warnt der Verband für bürgernahe
Verkehrspolitik e.V. (VFBV) daher davor, die bei den europäischen
Nachbarn oft drastisch höheren Bußgelder zu unterschätzen.
Verkehrsrechtsexperte und VFBV-Vorsitzender Mathias Voigt erklärt:
"Viele Autofahrer gehen im Urlaub nach wie vor zu nachlässig mit den
Verkehrsregeln des Urlaubslandes um - oft mit sehr kostspieligen
Folgen. Wir raten daher unbedingt dazu, sich vor der Reise mit den
wichtigsten Unterschieden vertraut zu machen."
VFBV warnt vor allem vor Alkohol am Steuer
Besondere Vorsicht ist laut VFBV bei Alkohol am Steuer geboten:
Estland, Norwegen, Polen und Schweden tolerieren nur 0,2 Promille
Alkoholgehalt im Blut. Rumänien, die Slowakei, Tschechien und Ungarn
verfolgen hingegen sogar eine Nulltoleranzpolitik. Gleichzeitig sind
die Bußgelder für alkoholisiertes Fahren im Vergleich zu Deutschland
teilweise extrem hoch: Die dänischen Behörden etwa verlangen für
entsprechende Verstöße mindestens ein Nettomonatsgehalt während in
Großbritannien bis zu 5.980 Euro fällig werden. Auch Vergehen wie das
Überfahren einer roten Ampel (Norwegen: 630 Euro), Überholverstöße
(Slowenien: ab 500 Euro), das Fahren ohne Gurt (Großbritannien: bis
zu 595 Euro) oder das Handy am Steuer (Niederlande: 240 Euro) können
deutliche Löcher in die Urlaubskasse reißen.
Bußgelder im Ausland: Rabatte bei schnellen Zahlungen
In Deutschland werden alle Bußgelder ab einer Höhe von 70 Euro
vollstreckt - dazu zählen jedoch auch anfallende Gebühren, so dass
das eigentliche Bußgeld auch unter der 70-Euro-Grenze liegen kann. Im
Ausland verhängte Fahrverbote oder Führerscheinverluste haben in
Deutschland hingegen keine Auswirkungen. Positiv für Verkehrssünder:
Einige europäische Länder - darunter Großbritannien, Griechenland,
Slowenien und Spanien - gewähren auf bestimmte Bußgelder bei
schneller Bezahlung deutliche Rabatte von bis zu 50 Prozent. In
Italien ist es hingegen üblich, dass sich das fällige Bußgeld
verdoppelt, sofern es nicht innerhalb von 60 Tagen bezahlt wird.
Voigt warnt Autofahrer zudem davor, sich nach dem Urlaub in falscher
Sicherheit zu wiegen: "Von Frankreich oder Italien kann es durchaus
ein bis zwei Jahre dauern, bis das 'Knöllchen' seinen Empfänger in
Deutschland erreicht." Alle wichtigen Informationen zu Bußgeldern im
Ausland im praktischen Überblick gibt es ab sofort unter:
www.bussgeldkatalog.org/urlaub
Das Infoportal Bußgeldkatalog.org (www.bussgeldkatalog.org) bietet
Verkehrsteilnehmern auf einen Blick alle wichtigen Informationen rund
um Bußgelder sowie das aktuelle Verkehrsrecht in Deutschland,
Österreich und der Schweiz. Das Team erfahrener Verkehrs- und
Rechtsexperten ist mit der neuesten Gesetzeslage genau vertraut: Vor
allem sämtliche Änderungen und Folgen der vieldiskutierten
Punktereform 2014 werden im Online Ratgeber kompakt und verständlich
erklärt. Bußgeldkatalog.org wird vom Verband für bürgernahe
Verkehrspolitik e.V. herausgegeben. Ziel des Verbandes ist es,
praxisnahe und bürgerfreundliche Entscheidungen der Politik durch
unabhängige Informationen, Studien und Analysen aktiv zu
unterstützen.
Weitere Informationen:
Verband für bürgernahe Verkehrspolitik e.V. (VFBV),
E-Mail: presse@bussgeldkatalog.org, Web: www.bussgeldkatalog.org
Beauftragte Agentur: euromarcom public relations GmbH, Tel. +49 (0)
611 973150, E-Mail: team@euromarcom.de, Web: www.euromarcom.de
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Datum: 22.05.2014 - 10:40 Uhr
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